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Green NCAP kürt Mercedes CLA zum besten Elektroauto für Roadtrips

17.07.2026 in Neues zu Modellen, Studien & Umfragen von Thomas Langenbucher | 20 Kommentare

Mercedes-CLA-Elektro

Bild: Mercedes‑Benz

Das Umweltprüfprogramm Green NCAP hat zum Sommer Fahrzeuge für eine simulierte Familienreise über 800 Kilometer untersucht. Die Strecke umfasst Autobahn-, Land- und Stadtverkehr sowie vier Personen, Gepäck und den Einsatz der Klimaanlage bei heißem Wetter. Bewertet wurden unter anderem Energieeffizienz, Reichweite und Ladebedarf.

Als bestes Elektroauto für lange Reisen wurde der Mercedes-Benz CLA EQ 250+ eingestuft. Er verbraucht 16,5 kWh pro 100 Kilometer und erreicht mit einer Batterieladung eine geschätzte Reichweite von 605 Kilometern. Für die vollständige 800-Kilometer-Strecke wären bei voller Batterie zu Beginn rund 14 Minuten Schnellladen erforderlich.

Der CLA EQ 250+ verfügt über eine 85-kWh-Batterie und erreichte beim Stromtanken eine durchschnittliche Leistung von 286 kW. Das Aufladen von 10 auf 80 Prozent dauert weniger als 23 Minuten. Das Fahrzeug hat außerdem von Green NCAP eine Nachhaltigkeitsbewertung von fünf Sternen.

Der Renault 5 E-Tech (5-Sterne-Umweltbewertung) wurde als kompaktes Elektroauto für Familien hervorgehoben. Mit einer 52-kWh-Batterie verbraucht der Kleinwagen 19,9 kWh pro 100 Kilometer und erreicht unter den Testbedingungen 296 Kilometer mit einer Batterieladung. Für die 800 Kilometer wären insgesamt rund 80 Minuten Ladezeit erforderlich.

Der MINI Cooper E (5-Sterne-Umweltbewertung) verbrauchte mit Gepäck und laufender Klimaanlage 19 kWh pro 100 Kilometer und ist damit das zweiteffizienteste untersuchte Elektroauto. Die 36,6-kWh-Batterie ermöglicht dem Kleinwagen eine Reichweite von 224 Kilometern, während für die Gesamtstrecke 104 Minuten Ladezeit berechnet wurden. Wegen des begrenzten Zugangs zu den Rücksitzen, des Gepäckraums und der Reichweite ist das Modell laut der Bewertung weniger auf eine vierköpfige Familie ausgerichtet.

Das kompakte SUV Volvo EX30 (4½-Sterne-Umweltbewertung) bietet mehr Platz für vier Personen und Gepäck als der Renault 5 E-Tech und der MINI Cooper E. Die Version mit verlängerter Reichweite kommt auf 344 Kilometer pro Ladung und benötigt für die 800-Kilometer-Reise rund 59 Minuten Ladezeit.

Unter den Hybrid- und Verbrennungsfahrzeugen erzielt der kompakte Crossover Toyota C-HR (3½-Sterne-Umweltbewertung) mit 5,7 Litern Benzin pro 100 Kilometer den niedrigsten Verbrauch. Sein 43-Liter-Tank ermöglicht eine geschätzte Reichweite von 754 Kilometern, sodass für die Strecke ein kurzer Tankstopp nötig wäre. Das mittelgroße SUV Dacia Bigster (3½-Sterne-Umweltbewertung) verbraucht als Hybrid 5,9 Liter pro 100 Kilometer und könnte mit seinem 50-Liter-Tank sowie 847 Kilometern Reichweite die gesamte Strecke ohne Tankstopp bewältigen.

Der Kleinwagen Seat Ibiza (4½-Sterne-Umweltbewertung) verbraucht als konventionelles Benzinmodell 6,2 Liter pro 100 Kilometer. Sein 40-Liter-Tank reicht geschätzt für 645 Kilometer, weshalb auf der 800-Kilometer-Fahrt einmal getankt werden müsste.

„Unsere Analyse zeigt, dass die Wahl des Fahrzeugs mit der größten Batterie oder dem größten Kraftstofftank nicht unbedingt die angenehmste Reise garantiert. Effizienz, nutzbare Reichweite und die Ladezeit können auf einer langen Reise einen erheblichen Unterschied ausmachen“, so der technische Leiter von Green NCAP Aleksandar Damyanov.

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Via: Green NCAP
Tags: NachhaltigkeitAntrieb: Elektroauto, Hybridfahrzeuge

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. South meint

    19.07.2026 um 21:17

    Weil ich’s gerade lese. Auch Renault plant mit RGEV Medium 2.0 eine 800V Plattform ab 2028 auszurollen… auch für die Kompaktklasse…

    Antworten
    • M. meint

      21.07.2026 um 11:03

      Ist ja super.
      Vielleicht planen sie auch eigene Software, damit man von Datenklau-Gockel verschont bleibt.
      Ich bin die Tage bei einem Freund im R5 mitgefahren. Kein perfektes, aber in weiten Teilen ein gut gemachtes Auto (und real auch halbwegs sparsam), aber die Software käme mir nicht ins… Auto.

      Antworten
  2. South meint

    17.07.2026 um 14:40

    Also da werden ganz einfach oft Reichweitenzahlen ohne sauberem Praxistest übernommen, und das angenommen für perfekte Strecken unter perfekten Bedingungen. Aber der Test zeigt einfach nur eines, wer oft und/oder komfortabel Langstrecken fahren will, sollte nachdenken… ganz einfach, was man eben fährt und dann kaufen, was man braucht oder eben bewusst will….
    Wer also oft und/oder komfortabel Langsrstrecke fährt, sollte…
    – ein effizientes Modell/-variante wählen und vermeide SUV, Allrad… das frisst Reichweite.
    – welchen Accu? Wer oft lange Strecken fährt, im Winter, lange Strecken sehr schnell fahren will, der sollte 80kWh Plus wählen.
    – gute Ladezeiten, spätestens ab Mittelklasse ist 800V aber sowas von ratsam.
    – sinnvolle Ausstattungen wie Wärmepumpe, Sitzheizungen…
    Aus eigener Erfahrung. Mit nem 80er Accu ist man bei Reichweiten zwischen 300-450km. Nur mit optimalen Bedingungen wie neuer Accu, bestes Wetter, langsam fahren, kommt man da vielleicht mal drüber. Als man kann selbstverständlich etwas ausbalancieren. Ich persönlich finde ein schneller Laden cleverer, also ein langsam ladendes Auto mit größerem schwereren und meist auch teurerem Accu. Aber da man halt kucken, was man möchte…
    Ich für meinen Teil würde sagen, ein Erstwagen wird als Standard eher über kurz als Lang, nen 80er Accu Plus x, einen 800V Lader und eine Wärmepumpe haben. Natürlich kann man auch mit anderen Fahrzeugen weit fahren, aber das wird die Mehrheit nicht als komfortabel oder Verbrennerersatz empfinden und für viele Kunden ohne eigenen Lader ist das eher Pflicht als komfortabel.
    Es gibt hier auch nicht unbedingt richtig oder falsch. Ich hab schon mal nen deutschen eCorsafahrer in Mittelitalien mit nem 50er Accu an nem AC Lader getroffen. Nicht unmöglich, aber es geht darum was die Mehrheit der Kunden brauchen zum Wechseln vom Verbrenner und nicht was, womit einer mal persönlich über die Runden kommt…

    Antworten
  3. Powerwall Thorsten meint

    17.07.2026 um 13:55

    Ja, man kann ein Testfesign, wie wir in der Vergangenheit schon oft gesehen haben, immer so konstruieren, dass das gewünschte Fahrzeug eben am besten abschneidet.

    Wie wäre das wohl ausgegangen, wenn der Urlaubsort nur 400 km weg ist, zum Beispiel von München an den Gardasee?
    Oder noch kürzer von Berlin an die Ostsee – gewinnt dann der Dacia Spring mit großem Akku?

    Was passiert, wenn man eine nicht funktionierende Ladesäule anfährt – oder wenn man erst sieben Apps konsultieren muss, um – beispielsweise nach 4 Minuten – herauszufinden, welche der fünf Ladekarten gerade den günstigsten (Urlaubs)Tarif liefert?

    Gibt es dann bei Urlaubsreisen innerhalb der jeweiligen 100% Kapazität dann nur noch Testsieger, oder gewinnt dann künftig das Fahrzeug, welches den Fahrer mit guten teilautonomen Funktionen maximal entlastet?
    Fragen über Fragen

    Antworten
    • eBikerin meint

      17.07.2026 um 16:20

      Ohje – schon wieder beeidigt weil dein Hersteller nicht genannt wurde?
      Ehrlich gesagt – bisschen schwach von dir.

      Antworten
    • Gunnar meint

      17.07.2026 um 17:26

      Entfernt. Bitte verfassen Sie konstruktive Kommentare. Danke, die Redaktion.

      Antworten
    • eBikerin meint

      17.07.2026 um 18:45

      Ach vergessen dir zu deiner VT noch nen Tipp zu geben: wenn alle Fahrzeuge innerhalb ihrer Reichweite fahren, dann gewinnt auch nicht das Auto mit denn tollsten Autonomen Systemen – sondern das Auto welches am Wenigsten verbraucht.

      Antworten
      • Powerwall Thorsten meint

        20.07.2026 um 11:34

        Du weißt schon, dass beim Thema Effizienz auch Dinge wie die Größe des Akkus, das Gewicht des Fahrzeugs, der Stauraum und die theoretisch beförderbaren Personen verglichen werden müssen? – man also Äpfel mit Äpfeln vergleichen muss.
        Vom Preis-Leistungs-Verhältnis wollen wir erst gar nicht anfangen
        Aber das hat die Bürogemeinschaft ja in den letzten Jahren ja auch nie geschafft.
        Viel Spaß bei deinen Vergleichen.

        Antworten
    • Adrian meint

      20.07.2026 um 22:32

      Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion.

      Antworten
    • M. meint

      21.07.2026 um 11:11

      Eigentlich ist es ja umgekehrt.
      Du konstruierst immer alles so, dass es in deinem Fall funktioniert.
      Ein Test für alle Fahrzeuge hingegen schaut sich nicht erst die Fahrzeuge an und überlegt, wie man eines rauspicken könnte, der Test ist einfach da.
      Übrigens auch der andere von denen, bei dem in Zukunft wieder „Knöpfe“ gefragt sind, um die volle Punktzahl zu erreichen.
      Was die (von dir ja sehr geschätzte) chin. Regierung mit ihrer Gesetzgebung unterstützt.
      Ab 01.07.27.
      Und Türgriffe.
      Ab 01.01.2027.

      Ich bin gespannt, ob wir dann auch wieder einen „alle gegen Tesla“-Kommentar lesen, oder einen, der die toll gemachten Knöpfe im Y hervorhebt. Sowas wie „präzisionsgefertigte Blinkerhebel“. 😑
      Oder was zu Türgriffen, das wird auch noch lustig.

      Antworten
  4. Norman meint

    17.07.2026 um 09:55

    Den Dreisatz zwischen Batteriekapazität, Reichweite und Verbrauch lass ich nir gerne erklären. Selbst mit Ladeverlusten passt das hinten und vorne nicht.

    Antworten
    • Paule meint

      17.07.2026 um 13:07

      „geschätzte Reichweite“ ist das Zauberwort.
      Spritmonitor: 21,28 kWh/100km (jaja ich weiß, diese Werte werden regelmäßig angezweifelt).

      Antworten
      • Stef meint

        17.07.2026 um 17:10

        Und Spritmonitor bildet nen Roadtrip ab? Aha.

        Antworten
    • M. meint

      17.07.2026 um 13:08

      Dann lass uns doch an deiner Rechnung teilhaben.

      Antworten
    • David meint

      17.07.2026 um 14:27

      Das liegt halt daran, weil die Redaktion das falsch zusammengefasst hat und auch die Orga Green NCAP nicht wirklich professionell ihre publizierten Daten prüft.

      Der CLA schafft mit einer Akkuladung 605 km unter den Kriterien des Green NCAP. Das ist das eine Thema. Das andere Thema ist die simulierte 800 km Strecke. Dort war er mit 16,5 kWh auf 100 km unterwegs. Er hat also 132 kWh verbraucht. Somit waren 47 kWh zusätzlich erforderlich.

      Dafür brauchte man 14 Minuten, wenn man den Ladevorgang mit 10% SoC beginnt. Das passt schon. Allerdings scheinen die Herausgeber des Tests die durchschnittliche mit der maximalen Ladeleistung verwechselt zu haben. Ich halte auch nichts von dieser Orga und diesen simulierten Tests.

      Es ändert aber nichts daran, liebe Tesla Fans, dass der CLA euch auf einer 800 km Strecke um die Ohren fährt. Denn er braucht extrem wenig, hat einen großen Akku und lädt auch noch schnell.

      Antworten
      • Adrian meint

        20.07.2026 um 22:33

        Schön erklärt.

        Antworten
    • South meint

      17.07.2026 um 14:43

      Ne, da hat Norman schon recht. Ich bin zwar das Modell nicht persönlich gefahren, aber das ist ein neuer Accu unter Perfekten Bedingungen. Und er meint vermutlich 85kWh / 16,5kW Verbrauch, was ja 515km sein würden. Und da würde ich mal sagen, so um die 500km Reichweite dürften auch eher realistischer sein…

      Antworten
      • eBikerin meint

        17.07.2026 um 18:43

        Verbrauch aus dem Akku – nur rechnen die die Ladeverluste mit ein

        Antworten
      • Andre meint

        18.07.2026 um 05:16

        Theoretiker diskutieren um einen theoretische Modelrechnung. Und in der Praxis: Defekte Ladesäulen, Stau an den 2-4 eines Anbieters von Ladepunkten an einem Standort, Ladetarif-Chaos, Ladestartprobleme, etc.
        Was nützten mir 2 Minuten schnelleres laden wenn ich 4 Minuten zum Start vergäude und auf der Strecke 20min vorher mit dir richtige Ladesäule, App, Standort zurechtlegen muss? Das ist doch der Klotz am Bein!

        Antworten
        • South meint

          19.07.2026 um 20:17

          Naja, da macht wohl gerade einer echter Theoretiker ein Drama auf, oder?
          Ich fahre normalerweise 300km runter und fahre mit den restlichen 70km halt den nächsten passenden Standort an. Was soll denn an der Ladesäulensuche bitte 20 Minuten dauern? Das schafft man unter ne Minute, mal davon abgesehen fährt man normalerweise bei Fernstraßen anhand der Hauptrouten wie z.B. den Brenner, da kann ich dir vorher schon auswendig sagen, wo ich laden werde. Und man kann ja sehen, ob der Lader defekt ist, oder ob alle belegt sind, dann fährt man halt nen anderen Lader an, im Normalfall keine 10km weg und ihn Zielrichtung.. Im ärgsten Notfall ist auch mal das Laden bei der Konkurrenz zu nem 5er mehr ja auch kein Problem. Kannst ja mal schildern, warum das bei dir so per se nicht klappen sollte…. also da muss man schon sehr schusselig sein…
          Die 605km des CLA sind vermutlich unter den besten Bedingungen und niedrigen Geschwindigkeiten und vorausschauendem Fahren mit einem nagelneuen Accu drin gewesen, vermutlich garniert mit Profifahrer und ohne Gepäck. Rechnen sollte man mit sowas nicht….

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