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Citroën bietet Ami in Version insbesondere für Rollstuhlfahrer an

05.08.2026 in Neues zu Modellen von Thomas Langenbucher | 10 Kommentare

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Bilder: Citroën

Citroën erweitert sein Mobilitätsangebot in Deutschland um den „ami[for]all“. Die speziell entwickelte Version des Kleinst-Elektroautos Ami richtet sich an Menschen mit Einschränkungen der unteren Gliedmaßen, insbesondere an Rollstuhlfahrer. Ihnen soll das Modell bei kurzen Wegen mehr Selbstständigkeit ermöglichen, ohne dass sie auf Begleitpersonen oder öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind.

Die Fahrertür lässt sich bis zu einem Winkel von 90 Grad öffnen und erleichtert damit den seitlichen Transfer vom Rollstuhl. Ein ausklappbares Transferbrett überbrückt den Abstand zum Fahrersitz, während eine Halteschlaufe am Türrahmen zusätzliche Unterstützung bietet. Ein Lenkraddrehknauf erleichtert zudem das Rangieren.

Gas und Bremse werden über einen mechanischen Handhebel bedient. Da die serienmäßigen Pedale weiterhin nutzbar bleiben, kann das Fahrzeug auch von Menschen ohne Einschränkung gefahren werden. Der Rollstuhl lässt sich entweder auf dem Beifahrersitz oder bei Mitfahrt einer zweiten Person auf einem Aluminium-Heckträger transportieren.

Der ami[for]all fährt rein elektrisch, erreicht bis zu 45 km/h und bietet nach WMTC-Norm eine Reichweite von bis zu 75 Kilometern. Seine 5,5-kWh-Batterie lässt sich an einer 230-Volt-Haushaltssteckdose in weniger als vier Stunden vollständig laden. Der Zweisitzer darf bereits ab 15 Jahren mit der Führerscheinklasse AM gefahren werden.

Mit einer Länge von 2,41 Metern und einem Wendekreis von 7,20 Metern ist der Ami für den urbanen Alltag, Kurzstrecken und kurze Pendelwege ausgelegt. Der neue TÜV-geprüfte Umbausatz ist mit allen konfigurierbaren Versionen der Baureihe kompatibel und wird vom Mobilcenter Zawatzky eingebaut. Nach der Markteinführung in Frankreich im Jahr 2023 ist der ami[for]all inzwischen auch in Italien und Deutschland erhältlich und nun bestellbar.

Thomas Goldboom, Geschäftsführer von Citroën Deutschland, bezeichnet das Modell als „eine praktische, zugängliche Mobilitätslösung für alle“. Die Umrüstung umfasse mechanische Anpassungen, ohne die einfache Bedienung des Fahrzeugs zu verändern. Entstanden ist der ami[for]all im Stellantis-Intrapreneurship-Programm Star*Up, das innovative Ideen von Mitarbeitern fördert.

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Via: Citroën
Tags: Citroën AmiUnternehmen: Citroën
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. eBikerin meint

    05.08.2026 um 11:29

    Nachtrag: auch bei dem Transport auf dem Beifahrersitz verstehe ich nicht so ganz wir das eine Person alleine machen soll.

    Antworten
    • Future meint

      05.08.2026 um 18:25

      In Frankreich gibt es das Ami-Paket für Rollstuhlfahrer wohl schon länger. Es gibt ein 3 Jahre altes Video auf Youtube, was die Funktionsweise vorführt: »Citroën Ami for All: Affordable Electric Mobility for Disabled People.«

      Ich finde das großartig, was Citroen da anbietet. Es bietet Teilhabe im urbanen Raum mit Rollstuhl. Klug, praktisch, elektrisch.

      Antworten
      • eBikerin meint

        05.08.2026 um 20:27

        Praktisch ist das nicht – zeigt mir das du in deinem Bekanntenkreis keine Rollstuhlfahrer hast .

        Antworten
      • eBikerin meint

        06.08.2026 um 09:02

        Wenn man es genau nimmt, bietet Citroen hier gar nichts an. Als Kunde muss man sich selbst ein Angebot bei der Firma einholen die dann den Umbau macht – und nun nicht erschrecken: es ist eine deutsche Firma.

        Antworten
      • Referendar meint

        06.08.2026 um 09:10

        Du kennst dich ja gut aus, Future. Hast du dir vorsorglich schon mal einen reserviert? Man weiss ja nie in diesen unsicheren Zeiten was das Leben noch für Überraschungen bereithält ..

        Antworten
      • Future meint

        06.08.2026 um 18:15

        Warum wird alles immer so zerredet in Deutschland? Ich verstehe das nicht. Aber woher kommt nur diese Haltung, dass diese günstige Lösung zur Teilhabe beim Ami ganz sicher überhaupt nicht funktionieren kann? Es ist doch großartig, dass es hier ein Angebot gibt, dass vielleicht nicht für jeden passt, aber ganz bestimmt passt es eben für andere. Wenn alle Akteure dieser eigenwilligen Branche so kartoffelig und negativ eingestellt sind, dann kann das wohl nichts mehr werden mit wirklichen Innovationen und Veränderungen im Land.

        Antworten
  2. eBikerin meint

    05.08.2026 um 11:27

    Also ich weiss ja nicht. Ich habe in meinem Freundeskreis eine Rollstuhlfahrerin die selbst Auto fährt. Die hat extra so ne Art Hebebühne für den Rollstuhl. Auf den Fahrersitz kommt sie dann mit nennen wir es etwas Muskelschmalz in den Armen.
    Wie die aber den Rollstuhl an dem Ami befestigen soll, entgeht mir komplett.
    Mehr als zwei Arme hat die ja auch nicht.

    Antworten
    • Paule meint

      05.08.2026 um 11:38

      Vielleicht haben wir den Text falsch verstanden, der Ami IST diese Mobilitätshilfe, da wird nichts zusätzlich benötigt.

      Antworten
      • eBikerin meint

        05.08.2026 um 13:13

        Hm ich glaube du könntest recht haben ;-)

        Antworten
      • F. K. Fast meint

        05.08.2026 um 16:29

        Ein modernes Simson Duo?

        Antworten

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