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Geschäftsklima in der Autoindustrie hellt sich weiter auf

05.08.2026 in Autoindustrie, Studien & Umfragen von Thomas Langenbucher | 7 Kommentare

VW-ID.3-Neo

Bild: VW (Symbolbild)

Der Geschäftsklimaindex in der Automobilindustrie ist deutlich gestiegen: Der Saldo lag im Juli bei -15,6 Punkten, nach -21,6 Punkten im Juni, berichtet das Münchner Ifo-Institut.

Die Unternehmen bewerteten ihre Geschäftslage demnach zwar weiterhin so schlecht wie im Vormonat und planen, weitere Stellen abzubauen. Bei den Geschäftserwartungen ging es aber weiter steil nach oben: Nach einem Tief von -30,7 Punkten im April stiegen sie im Juli auf -0,1 Punkte.

„Die Auftragsbücher füllen sich wieder etwas und die Exporterwartungen sind gestiegen“, sagt ifo-Fachexpertin Anita Wölfl.

Für eine deutliche Verbesserung sprechen auch die offiziellen Daten zu den Auftragseingängen der Automobilindustrie, die bis Mai 2026 vorliegen. Dort zeigt sich ein positiver Trend für die Aufträge aus dem Inland und vor allem aus dem Euroraum. Eine wichtige Rolle spielen hier die Hersteller von Karosserien und Aufbauten einerseits und elektronischen Ausrüstungen andererseits. Diese stellen Geräte und Komponenten her, die auch außerhalb der Automobilindustrie, etwa in der Verteidigung, verwendet werden könne

Die leichte Stimmungsaufhellung trifft auf eine Branche, die sich weiterhin in einem tiefgreifenden Strukturwandel befindet. Die deutschen Hersteller und Zulieferer stehen zugleich unter dem Druck hoher Standortkosten, einer verhaltenen Nachfrage, zunehmender Konkurrenz vor allem aus China sowie milliardenschwerer Investitionen in Elektromobilität und Fahrzeugsoftware.

Besonders bei den Zulieferern führt die Umstellung vom Verbrennungs- auf den Elektroantrieb zu erheblichen Anpassungen, da zahlreiche bislang benötigte Komponenten entfallen. Entsprechend angespannt bleibt die Beschäftigungslage. Die besseren Erwartungen deuten daher zunächst auf eine Stabilisierung hin, noch nicht auf eine grundlegende Überwindung der strukturellen Probleme.

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Via: Ifo Institut

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Future meint

    05.08.2026 um 18:17

    Man hat den Eindruck, die Industrien jammern andauernd, damit sie endlich deutsche Werke schließen können und Tausende Stellen in Billiglohnländer verlagern können.
    Offenbar funktioniert diese Strategie bestens und das hebt dann die Laune in den Markenhochhäusern und es ist mal wieder Party.

    Antworten
    • MK meint

      06.08.2026 um 08:38

      @Future:
      Vor Allem meckern die aus meiner Sicht, um Regularien (Stichwort CO2-Flottengrenzwerte) aufzuweichen und trotz des langsameren Wandels Fördergelder abzugreifen.

      Antworten
    • Peter meint

      06.08.2026 um 09:16

      Mit der Industrie ist es wie mit den Bauern, wenn sie nicht jammern, kommunizieren sie nicht geschäftsdienlich.
      Dazu kommen noch die Niederschreiber und Schlechtredner, die in der Volksrepublik China und deren Kommunistischer Partei die alleinseeligmachende Lösung sehen, wie überhaupt alles, was aus China kommt. Heiko Strohmann hat in der Rubrik Zeitzeug:innen auf der Webseite des Bremer Bündnis für deutsch-tschechische Zusammenarbeit einen Einblick gegeben, wie toll so ein System ist. Google findet das und es ist sehr lesenswert.

      Antworten
      • Future meint

        06.08.2026 um 18:33

        @Peter, die deutsche Autoindustrie lobt dieses chinesische System ja regelmäßig und mittlerweile sogar sehr öffentlichkeitswirksam. Zuletzt hat das Blume in seinem Interview vom 23.03.2026 getan, das in allen großen Medien thematisiert wurde, auch hier im Blog. »Hohe Disziplin und Leistungsbereitschaft – VW-Chef lobt chinesische Planwirtschaft», so lautete die Head in der Welt dazu. Die Vorstände loben also das chinesische System, weil dieses System möglicherweise so ähnlich funktioniert wie es Unternehmen tun. »Demokratie« spielt schließlich keine Rolle im Unternehmen. Das macht mich auch deshalb nachdenklich, weil sich die umfragenstärkste Partei im Land gegen die liberale Demokratie positioniert. Mal sehen, wohin das so führt.

        Antworten
  2. David meint

    05.08.2026 um 14:00

    Kann ich mir gar nicht vorstellen. Führende Verschwörungstheoretiker hier mit solider Hauptschulausbildung erklären doch pausenlos, die deutsche Automobilindustrie sei am Ende. Was natürlich ausschließlich daran liegt, dass sie zu heimischer Wertschöpfung im Laufe ihres Arbeitslebens noch relativ wenig beigetragen haben. Nur trifft eben der Kostgängerstatus nicht auf Jeden im arbeitsfähigem Alter zu. Zudem sollten Neuigkeiten aus der Technikwelt wie der Motorenbau-Vorsprung der deutschen Hersteller auch schon wieder beim Elektromotorenbau aufhorchen lassen.

    Antworten
  3. Powerwall Thorsten meint

    05.08.2026 um 13:23

    Lustig,
    manche Kommentare verschwinden beim Senden einfach im Nirvana.
    Vielleicht liegt das ja an den chinesischen Bauteilen in meinem iPhone?
    Dann werde ich wohl doch wieder erst kopieren und speichern müssen.
    Im verschwundenen Kommentar hatte ich David gefragt, wo denn jetzt genau der Vorteil der viel beschworen Mercedes Batteriezellen liegt?
    Gilt, gilt das erst ab Zellen mit Produktionsdaten 2026 – dann besteht ja noch Hoffnung, dass es besser wird.
    Offensichtlich kocht man in deutschen OEMs auch nur mit Wasser, aber das Tesla mit Wasser offensichtlich besser umgehen kann, als der Rest der Industrie, sieht man ja in Grünheide.

    Antworten
    • MK meint

      05.08.2026 um 16:08

      @Powerwall Thorsten:
      Wobei ich hier auch keinen Kommentar von David finde, in dem er so etwas behauptet…Haben Sie sich vielleicht im Artikel vertan und diese Diskussion zwischen David und Ihnen findet woanders statt? Zumal es hier gar nicht um Mercedes geht…

      Antworten

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