Die Verbraucherzentralen fordern eine Neugestaltung der staatlichen Kaufanreize für Elektroautos, um die Förderung stärker auf preisgünstigere Modelle auszurichten. Die Chefin des Bundesverbands der Verbraucherzentralen Ramona Pop erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass die Kopplung der Förderung an den Fahrzeugpreis notwendig sei.
Ein Zuschuss sollte laut den Verbraucherzentralen nur bis zu einem festgelegten Listenpreis gewährt werden. Dies würde günstigere sowie effizientere Modelle unterstützen und langfristig die Verfügbarkeit erschwinglicher E-Autos auf dem Gebrauchtwagenmarkt fördern.
Die aktuelle Regelung sieht Grenzen beim Haushaltseinkommen von bis zu 90.000 Euro vor. Pop kritisierte, dass durch diese Grenze auch Haushalte unterstützt würden, die nicht auf staatliche Hilfe angewiesen sind.
Die Elektroauto-Kaufprämie der Bundesregierung ermöglicht Zuschüsse für den Kauf und das Leasing von reinen Stromern sowie bestimmten Plug-in-Hybriden und Range-Extender-Elektrofahrzeugen, sofern eine Neuzulassung seit dem 1. Januar 2026 erfolgt. Die Förderhöhe, die bis zu 6000 Euro betragen kann, richtet sich nach dem Fahrzeug, dem Einkommen und der Familiengröße. Die Einkommensgrenze liegt bei 80.000 Euro zu versteuerndem Haushaltseinkommen, bei größeren Familien bei 90.000 Euro.
Zusätzlich mahnen die Verbraucherzentralen eine Verbesserung der Ladeinfrastruktur an. „Der Ladesäulenausbau schreitet zwar stetig voran, es ist aber noch deutlich Luft nach oben“, sagte Pop. Insbesondere Mieter in Mehrfamilienhäusern ohne eigene Ladestation seien auf eine funktionierende öffentliche Infrastruktur angewiesen. Zudem sei mehr Transparenz nötig.

CaptainPicard meint
Das wurde doch absichtilch so beschlossen damit auch die deutschen Premiumhersteller davon profitieren. Es ist eine Industrieförderung, warum verstehen das so viele nicht?
David meint
Weil ihnen der Neid den Blick verstellt. Wenn das Wort Porsche fällt, geht bei vielen sofort der Adrenalinpegel hoch. Weil ihnen mal wieder klar wird, dass sie beruflich nicht erfolgreich sind. Da ist da nichts mehr mit Industrieförderung. Der Urmensch hat eine zu kleine Keule.
South meint
Quatsch. Es geht halt schlicht am Förderzweck vorbei. Man will ja geringe Einkommen fördern und nicht Staatsgelder in hochpreisige Fahrzeuge quasi wirkungslos versenken. Und CaptainPicard hat völlig Recht. Man hätte das ganz leicht in dem Gesetz unterbringen können, in dem man eine Höchstgrenze für das Fahrzeug integriert hätte, wie es auch in der alten Förderung umgesetzt wurde.
Schwer vorstellbar, dass das „vergessen“ wurde. Trotzdem wird da viel zu viel Luft über ein paar Einzelfälle gemacht.
Den Rest meine ich jetzt echt neutral. Erfolgreiche Menschen kaufen sich ansprechendere Autos mit einem besseren Image als nen Porsche… das Klientel ist eher alt und das Image von Porsche ist heute ein anderes als noch vor vielen Jahren. Porsche müssen zwar immer wie ein typischer Porsche aussehen, aber für die Preisklasse ist das viel zu altbacken und nur mit Leistung holt man die Kunden heute nicht mehr ab. Das können heute viele Wettbewerber, mit besserer Technik und/oder auf alle Fälle günstiger…. Porsche muss sich neu erfinden oder wird mit dem alten Klientel, ja, aussterben…
brainDotExe meint
Ach und geringe Einkommen dürfen sich dann keinen hochpreisigen Wagen kaufen?
Was ist mit niedrigen Einkommen die aber lange dafür gespart haben?
South meint
Oooohhhaaa… oder wenn jemand die Masern hat? Wer’s nicht kennt, Schuh des Manitu für absurde Sonderfälle…. ;-)
Es kommt relativ häufig vor, dass man hohes Vermögen, aber ein relativ geringes monatliches Einkommen hat. Denk mal an Erbschaften, kleine oder Ex-Landwirte, aber auch Rentner oder einfach nur Studenten mit einem gutem Gönner. Kinder von Unternehmer oder wer halt auch immer. Alle haben eines gemeinsam. Wer soviel Geld zur Verfügung hat, gehört definitiv nicht zu einem bedürftigen Förderkreis.
Dein herzerweichendes Beispiel vom eisernen Sparer der sich ein Neues Auto im Hochpreissegment zulegt dürfte wohl sehr weit hergeholt sein. Aber selbst da müsste man sagen, wer soviel Geld für ein Auto ausgeben kann, der ist nicht Förderungswürdig. Dann wird er für die paar tausend Euro weitersparen oder auf ein paar Sonderausstattungen verzichten müssen.
brainDotExe meint
Aha, jetzt muss man schon „Förderungswürdig“ sein. Junge, Junge.
Was ist der Sinn der Förderung? Mehr Elektroautos auf die Straße zu bringen. Wie teuer die Autos sind ist da erst mal komplett irrelevant.
Ja, es wurde eine Klausel eingebaut um Leute mit geringem Einkommen primär zu unterstützen.
Aber auch das können halt Leute sein die sich das Geld zusammen sparen.
Frisch nach der Ausbildung, Single, man wohnt noch bei den Eltern, zahlt keine Miete und spart sich 5 Jahre lang einen schönen Betrag zusammen. Das ist doch nicht so unwahrscheinlich.
South meint
Überraschung, eine Förderung soll zielgerichtet sein, eben förderungswürdig, welche Förderung ist das nicht? … und wie teuer das Auto ist, ist absolut relevant. Wie kommst du darauf, dass das nicht relevant ist? Das war auch sinnvollerweise in der letzten Förderung so.
Und ja, der Grund für die Einkommensklausel ist eben genau nicht einfach nur mehr eAutos auf die Strasse zu bringen, sondern eben finanziell Schwächeren es zu ermöglich, sich ein eAuto zu kaufen. Finanziell schwach ermisst sich aber nicht nur nach geringem Einkommen, sondern eben auch nach geringem Vermögen. Und man ist nicht finanziell schwach, wenn man sich ein Auto im Premiumbereich kaufen kann.
Wer nen Benz für 80T kaufen kann, der braucht keine Unterstützung, egal wie er sich den Kauf, das Vermögen dazu ermöglicht hat….
Mäx meint
Jaja alle nur neidisch klar klar.
David meint
Ich weiss doch selbst, das ein Porsche heute kein Symbol des persönlichen Erfolges ist.
Alles nur eine Frage der Höhe der Leasing-Rate.
David meint
Der zweite David kam wieder heraus. Das zeigt, hier ist man wieder seitens der Tesla-Fans komplett in einem gefühlten Defizit. Wie immer öfter…
Er hat aber „vergessen“, eine hohe Leasingrate wäre etwas, was ein entsprechend hohes Einkommen erfordert. Und du darfst gerne mal nachschauen, die Leasingraten sind ziemlich hoch und die Anforderungen an die Bonität auch. Da dürfte es kaum Dödel geben, die sich einen neuen Porsche geleast vor die Tür stellen können. Man möchte nicht die falsche Klientel anziehen und hat offenbar genug wohlhabende Kunden, die diese Raten hinblättern.
Trotzdem oder auch vielleicht deswegen, scheint ein Porsche ein Fahrzeug zu sein, das nicht erfolgreichen Mitmenschen gleich das Adrenalin in den Körper treibt. Wie man hier wieder sehr gut sieht. Dabei war die Ursprungsmeldung eigentlich nur, dass 36 Porsche über die Förderung angeschafft wurden. Das ist nur ein winziger Anteil, aber die Aufregung war gleich wieder groß. Da schrumpfte bei so einigen etwas…
Haubentaucher meint
Ach, Porsche gibt´s noch?
brainDotExe meint
Und warum sollten die Premiumhersteller nicht davon profitieren dürfen?
Warum sollte sich jemand mit unter 80.000€ zu versteuernden Einkommen kein Premiumfahrzeug kaufen dürfen?
South meint
Hihihi, du kannst ja gerne einem Bedürftigem persönlich 6T€ Spenden, der sich einen Porsche für 100T€ zulegen kann. Der Staat sollte sowas auf keine Fall tun…
brainDotExe meint
Hihihi, warum sollte ich das tun?
Auch jemand mit geringem Einkommen kann 100.000€ angespart haben und sich davon seinen Traumwagen kaufen.
Mike meint
Dann stell halt nicht solche abstrusen marginalen Möglichkeiten in den Raum. Wenn jemand so sparsam ist, dass er mit kleinem Einkommen 100k ansparen kann, dann verbietet niemand ihm den Kauf des „Traumwagens“. Aber der Steuerzahlen muss so eine Verschwendung nicht finanzieren.
Ich würde die Grenze bei 30k Kaufpreis (!) ziehen. Und selbst das ist bereits für viele hochgegriffen.
South meint
Ja, das war provokant, aber genau darauf wollte ich hinaus. Warum solltest du sowas törichtes tun, einen Reichen mit noch mehr Geld zuschütten? Macht doch keiner mit Verstand. Es ist absurd, selber Geld und Einschränkungen in Kauf zu nehmen, wenn der andere noch mehr hat! Wenn der Staat zahlt, hast du offenbar diese Skrupel nicht, der soll für Reiche blechen! Aber das ist im Grunde das Gleiche…
Und du widersprichst dich doch laufend selbst, es steckt doch sogar in deinem eigenen gebrauchten Wort Traumwagen drin. Ein Traumwagen ist Luxus und für Träume / Wünsche / Luxus ist der Staat nicht zuständig. Punkt.
Auch die Annahme „Vermögen ist automatisch Sparen aus kleinem Einkommen“ ist grottenfalsch. Wenn der Unternehmersprössling in seiner Bude studiert und die Eltern ihm nen Benz spendieren muss das doch nicht die Allgemeinheit zahlen. Vermögen kann man eben auch durch Schenkung, Erbschaft etc. bekommen.
Natürlich gibt es Leute, die aus geringen Einkommen hart Sparen und ich kenne auch noch die Zeiten, als ich jeden Euro umdrehen musste, aber genau solche Leute haben normalerweise auch die Disziplin und den Verstand, nicht das auf Jahre eisern gesparte Geld für sowas wie ein Auto zu Zack, auf einen Schlag zu verschwenden. Wie immer, unmöglich ist sowas natürlich nicht, aber eine absolute Ausnahme…
Rob meint
Ich glaube es gibt dringendere Probleme als über ganze 36! Porsche bei insgesamt knapp 27.000 bewilligten Förderungsanträgen zu diskutieren. Das macht schliesslich immerhin 0,13% aus, ein ganz grosses Thema!