• Zum Inhalt springen
  • Zur Seitenspalte springen
ecomento-de-Logo-383×79

ecomento.de

Elektroauto: Alle Modelle & News

  • Aktuelles
    • Autoindustrie
    • Neues zu Modellen
    • Elektrotransporter
    • Aufladen & Tanken
    • Studien & Umfragen
    • Politik
    • Technik & Innovation
    • Umwelt
    • Mehr
      • Hybridfahrzeuge
      • Wasserstofffahrzeuge
      • Service
      • Modern Mobility
      • Autonomes Fahren
      • Bilder
      • Videos
  • Elektroauto
    • Elektroauto-Übersicht
    • Elektroauto-Kaufprämie
    • Neue Elektroautos
    • Elektroautos in Planung
    • Elektroauto laden
    • Über Elektroautos
  • Newsletter
  • Suche
  • Über
    • Über ecomento.de
    • Impressum
    • Newsletter
    • X (früher Twitter)
    • LinkedIn
    • Facebook
    • Werben
    • Datenschutz

Studie: E-Auto-Umstieg belastet Haushalte mit geringem Einkommen stärker

02.10.2026 in Politik, Studien & Umfragen von Thomas Langenbucher | 5 Kommentare

Skoda-Epiq

Bild: Skoda (Symbolbild)

Eine Studie des Öko-Instituts im Auftrag der Stiftung Klimaneutralität soll zeigen, wie sich Emissionen und Investitionen im Pkw-Verkehr auf unterschiedliche Haushaltsgruppen zukünftig verteilen.

Heute verursachen demnach Haushalte mit Dienstwagen die höchsten Emissionen. Sie elektrifizieren ihre Fahrzeuge aber am schnellsten. Ab Mitte der 2030er-Jahre verteilen sich die verbleibenden Emissionen sehr viel stärker auf Haushalte mit geringem Einkommen und hoher Pkw-Fahrleistung, so die Studie. Gleichzeitig tragen Haushalte mit geringem Einkommen zu allen betrachteten Zeitpunkten die höchste relative Investitionslast.

Eine ergänzende Befragung der Stiftung Klimaneutralität zeigt, wo die Hürden liegen: Demnach ist der private Ladezugang die zentrale Voraussetzung für die Kaufbereitschaft. Hohe Anschaffungskosten und wenige erschwingliche Modelle bremsen den Umstieg von Haushalten mit geringem Einkommen. Die Stiftung Klimaneutralität empfiehlt deshalb, die Kaufförderung für Haushalte mit geringem Einkommen über 2028 hinaus fortzuführen und das Laden in Mietwohnquartieren gezielt zu verbessern.

Thomas Losse-Müller, Direktor der Stiftung Klimaneutralität: „Die Antriebswende kommt voran. Aber die Haushalte schaffen sie zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Wer heute mit dem Dienstwagen die höchsten Emissionen verursacht, fährt schon 2030 in jedem zweiten Fall elektrisch. Ab Mitte der 2030er steigen die Kosten für die Haushalte, die wenig verdienen und trotzdem viel fahren müssen. Ihnen fehlt das Geld für den Umstieg auf ein E-Auto und oft der Stellplatz zum Laden. Wer nicht umsteigen kann, zahlt mit jedem Jahr mehr für Benzin und Diesel.“

Die Studie überträgt das Szenario „Klimaneutrales Deutschland“ der Agora-Denkfabriken auf die Haushaltsdaten der Erhebung „Mobilität in Deutschland“. Die Haushalte werden nach Nettoeinkommen, Pkw-Jahresfahrleistung und Anbindung an den öffentlichen Verkehr in acht Gruppen eingeteilt. Haushalte mit Dienstwagen bilden eine neunte Gruppe. Die Investitionen werden aus dem jährlichen Wertverlust neuer und gebrauchter Pkw ermittelt und auf die Gruppen verteilt. Die Stiftung Klimaneutralität ergänzt die Modellierung um eine Befragung von 3000 potentiellen Käufern von E-Autos.

Emissionsprofil verschiebt sich bis Mitte der 2030er-Jahre

Die Analyse zeigt, dass Haushalte mit Dienstwagen viel fahren und eher stark motorisierte Fahrzeuge nutzen. Diese Fahrzeuge werden besonders schnell erneuert. Im Szenario sind 2030 bereits 50 Prozent ihrer Pkw batterieelektrisch. Haushalte mit hohem Einkommen und hoher Fahrleistung folgen mit knapp über 30 Prozent. Am niedrigsten liegt der Anteil bei Haushalten mit geringem Einkommen und geringer Fahrleistung. Sie fahren ihre Fahrzeuge besonders lange und wohnen seltener im Eigentum.

Bis 2035 verschiebt sich das Bild innerhalb der Gesellschaft bei den THG-Emissionen im Verkehr deutlich: Die höchsten Emissionen je Haushalt verursachen dann Haushalte mit geringem Einkommen und hoher Pkw-Fahrleistung. Sie stellen 9,3 Prozent der Haushalte. Ihr E-Auto-Anteil liegt 2035 bei 40 bis 45 Prozent, bei Dienstwagen sind es 76 Prozent. Steigende Kosten für fossile Kraftstoffe treffen vor allem diese Haushalte, da sie am spätesten umsteigen.

Investitionslast ist höher bei Haushalten mit niedrigen Einkommen

In absoluten Beträgen investieren einkommensstarke Haushalte mehr in Pkw. Sie besitzen mehr, neuere und größere Fahrzeuge. Gemessen am verfügbaren Nettoeinkommen tragen jedoch Haushalte mit weniger als 2000 Euro im Monat in den Jahren 2030, 2035 und 2045 die höchste finanzielle Belastung. Am geringsten ist sie bei Haushalten mit mehr als 6000 Euro. Bei wohlhabenderen Haushalten sinkt die finanzielle Belastung im Zeitverlauf deutlich, weil sie schneller elektrifizieren und dadurch Betriebskosten sinken.

„Neue E-Autos kommen zuerst dort an, wo Fahrzeuge früh ersetzt werden: in Dienstwagenflotten und bei Haushalten mit hohem Einkommen und hoher Fahrleistung“, erklärt Peter Kasten, Bereichsleiter, Ressourcen & Mobilität beim Öko-Institut. „Haushalte mit geringem Einkommen fahren ältere Autos, wohnen häufiger zur Miete und elektrifizieren deshalb später. Instrumente wie Social Leasing oder andere einkommensorientierte Kaufförderungen, die Haushalten mit geringem Einkommen und hoher Fahrleistung den Umstieg erleichtern, sind deshalb von hoher Bedeutung.“

Ladezugang und Anschaffungskosten entscheiden über Kaufbereitschaft

Die Befragung der Stiftung Klimaneutralität bestätigt die Befunde aus Sicht der Käufer. Die materielle Lebenssituation bestimmt die Kaufneigung für ein E-Auto weit stärker als persönliche Präferenzen. Ohne private Lademöglichkeit wollen 14 Prozent der Befragten ein E-Auto kaufen, mit Lademöglichkeit sind es 51 Prozent.

70 Prozent der Befragten können derzeit weder zu Hause noch am Arbeitsplatz laden. 29 Prozent sind dauerhaft auf öffentliche Ladesäulen angewiesen, weil sich im Wohnumfeld kein Ladepunkt nachrüsten lässt. Für sie ist eine günstige öffentliche Ladeinfrastruktur entscheidend. Die Befragten werden in verschiedene Segmente aufgeteilt. Die Preissensiblen und die Unentschlossenen nennen die Anschaffungskosten als zentrale Barriere. Ein wachsendes Angebot günstiger Gebrauchtwagen ist für sie deshalb entscheidend.

Politikempfehlungen der Stiftung Klimaneutralität

Die Stiftung Klimaneutralität leitet aus den Ergebnissen vier Empfehlungen ab:

  • Erstens sei es richtig gewesen, die 2026 eingeführte Kaufförderung für E-Autos nach Einkommen zu staffeln. Sie solle aber spätestens Ende 2028 auslaufen. Haushalte mit geringem Einkommen bräuchten auch danach eine Förderung. Sie sollte mit engeren Einkommensgrenzen fortgesetzt werden.
  • Zweitens müsse das Laden für Menschen ohne eigenen Stellplatz bezahlbar und transparent werden. Dafür schlägt die Stiftung attraktive Ad-hoc-Preise an allen Ladesäulen, offengelegte Roaming-Entgelte und eine Markttransparenzstelle bei der Bundesnetzagentur vor. Parallel müsse der Ausbau privater und öffentlicher Ladepunkte in Mietwohnquartieren schneller vorankommen.
  • Drittens sollte der Steuervorteil für Verbrenner-Dienstwagen sinken, am einfachsten durch eine Versteuerung mit 1,5 Prozent des Bruttolistenpreises. Die Kfz-Steuer sollte sich stärker an den CO₂-Emissionen ausrichten.
  • Viertens sollte die Entfernungspauschale in ein einkommensunabhängiges Mobilitätsgeld umgewandelt werden. Das entlaste Pendler mit geringem Einkommen gezielter als der heutige Steuerabzug.

Losse-Müller: „Die Kaufförderung staffelt nach Einkommen, das war ein wichtiger Schritt. Aber sie endet, bevor die Haushalte umsteigen, um die es ab Mitte der 2030er Jahre geht. Für sie brauchen wir eine Anschlusslösung, die ohne Vorfinanzierung funktioniert. Genauso wichtig ist das Laden. Wer zu Hause laden kann, spart Geld. Deshalb wollen diese Haushalte auch eher ein E-Auto kaufen. Wer keinen Stellplatz hat, braucht deshalb öffentliche Ladesäulen mit fairen und nachvollziehbaren Preisen. Ohne Ladezugang erreicht die Kaufprämie viele Haushalte nicht.“

Newsletter

Via: Öko-Institut
Tags: Emissionen, FörderungAntrieb: Elektroauto

KIRA+: Neuer Autonomer ÖPNV-Test im Rhein-Main-Gebiet

E-Auto-Ladetarife-Test: Falsche Tarifwahl kostet bis zu 809 Euro mehr im Jahr

Auch interessant

Deutschland und Frankreich wollen offenbar „Verbrenner-Aus“ weiter lockern

BMW-M350-xDrive

1. Oktober: Diese E-Autos profitieren am häufigsten von der Kaufprämie

Tesla-Model-Y

DUH kritisiert: Fast 80 Prozent der Stadtbusse fahren noch mit Diesel

Mercedes-Benz-eCitaro-mit-NMCC4-Batterie

Abstimmung über „Verbrenner-Aus“ im EU-Parlament wird verschoben

Mercedes-G-Klasse

Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Daniel S meint

    02.10.2026 um 11:48

    Sehr gute Vorschläge! Die Elektromobilität ist für bereits für mittlere Einkommensgruppen erschwinglich und der Gebrauchtwagenmarkt wird auch immer attraktiver. Deshalb jetzt verstärkt den Umstieg für geringer Verdienende fördern, gut verdienende benötigen weniger Flrderung und schon in wenigen Jahren gar keine Förderung. Die frühe Bekanntgabe des Förderendes für gut Verdienende führt dann zu vorgezogenem Umstieg auf BEV.

    Antworten
    • EWI meint

      02.10.2026 um 12:35

      Wenn in jedem Haus der Stromverbraucher sich einen Tarif von wem auch immer aussuchen kann, unabhängig vom Stromlieferanten, warum gilt das Gleiche nicht für Ladestationen für E-Autos. Jeder der seinen Strom zu Hause bezahlen kann, der kann dann wohl auch an der Ladestation bezahlen (Wenigverdiener). Da der Stromlieferant im Haus sicher den Strom nicht an den Tarifgeber des Abnehmers verschenkt, sind also im Preis auch die Gebühren des Lieferanten enthalten. Sollten die Ladestationen-Betreiber wegen ihrer Investitionen etwas höhere Gebühren brauchen, ist das sicher OK. Die dürfen aber sicher nicht über 45 ct/kwh betragen, wenn ich meinen Strom noch für 29 ct/kwh kaufe. Hier sollte die Politik mal nachdenken. Allerdings mit unserer tollen Wirtschaftsministerin (heißt sie „Reiche“ ?) wird sowas wohl nichts. Ach wir haben ja auch noch einen tollen Bundeskanzler.

      Antworten
      • MichaelEV meint

        02.10.2026 um 19:39

        Zur absurden Idee gibt es mal eine realistische Preisvorstellung. Nur was sollen 45 Cent/kWh Infrastrukturentgelt + 29 Cent/kWh Strombeschaffung = 74 Cent/kWh bezwecken? Das bewegt sich im Bereich Worst Case, mit Ewe Go kann man überall für 62 Cent/kWh laden und Supercharger für Fremdkunden bewegen sich im Bereich 50-60 Cent/kWh Adhoc (manchmal sogar ~ 40 Cent/kWh).

        Antworten
        • EWI meint

          04.10.2026 um 08:34

          Wohl falsch verstanden ! Wenn man an einer Ladestelle läd muß man wohl kaum noch diesen Strom zu Hause bezahlen ! 45 ct/kwh bleiben 45 ct/kwh !!

        • MichaelEV meint

          05.10.2026 um 15:08

          Der Unsinn ist auch nicht zu verstehen. Hab gesunden Menschverstand unterstellt, wurde aber leider wieder enttäuscht. 45 Cent/kWh wäre eher ein realistischer Preis für das Infrastrukturentgelt, der Rest sind wilde Halluzinationen.

          Du hast zwei Parteien, die bezahlt werden wollen und jeweils eigene Preise anbieten (natürlich je nach Anbieter und Standort unterschiedlich) , den Stromlieferanten und den Betreiber der Ladeinfrastruktur. Mit variablem Preis beim Stromtarif mit einem fixen Gesamtpreis zu argumentieren, mit so einer Fehlleistung hab ich nicht gerechnet.

          Schlage vor, du machst mit einem zünftigen Ladepark (7-stellige Investition) mal einen Proof-of-Concept, dann reden wir weiter.
          Die Millionen muss du aber auf der hohen Kante haben, denn bei einer Bank wirst mit so einer Idee ausgelacht und rausgeschmissen.

Ihre Meinung Antwort abbrechen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht, erforderliche Felder sind markiert *. Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Regeln & -Nutzungsbedingungen.Mit dem Absenden Ihres Kommentars bestätigen Sie, dass Sie unsere Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiert haben.

Seitenspalte

Newsletter

Elektroauto-News - täglich oder wöchentlich:

Kostenlos abonnieren

Suche

Anzeige

Elektroauto-Übersicht · Newsletter · Impressum · Datenschutz · Datenschutzeinstellungen · Werben

Copyright © 2026 ecomento.de