Der aktuelle „Digital Automaker Index 2026“ der Unternehmensberatung Gartner zeigt eine zunehmende Kluft zwischen etablierten Automobilherstellern und digitalen Vorreitern. Trotz massiver Investitionen in neue Technologien verlieren traditionelle Hersteller gegenüber Tesla, Rivian und chinesischen Konkurrenten an Boden. Die Forschungsfirma bezeichnet die Ergebnisse als einen Weckruf für die Branche, berichtet Automotive News.
Die Bewertungsmethodik wurde für das Jahr 2026 verschärft. Gartner führte eine neue Kategorie für Künstliche Intelligenz (KI) ein und ersetzte einfache Ja-Nein-Fragen durch strengere Messgrößen zur flächendeckenden Anwendung neuer Technologien. Diese Anpassung führte bei vielen Herstellern zu niedrigeren Punktzahlen, während digitale Vorreiter wie Tesla und Rivian aus den USA sowie führende chinesische Unternehmen ihre Spitzenpositionen behaupteten.
An der Spitze des Rankings bleiben die Positionen der ersten sechs Plätze unverändert: Tesla führt, es folgen Nio, Xiaomi, XPeng, Li Auto und Rivian. Die Distanz zwischen den digitalen Pionieren und den etablierten Herstellern ist in allen neun untersuchten Kategorien wie Konnektivität oder Fahrzeugarchitektur deutlich ausgeprägt. Kein traditioneller Automobilhersteller erreichte einen der vordersten drei Plätze.
Pedro Pacheco, Vizepräsident für Forschung bei Gartner, sagte Automotive News Europe, dass viele Hersteller noch nicht ausreichend auf den Umgang mit KI vorbereitet seien. Er fügte hinzu, dass europäische und japanische Unternehmen Schwierigkeiten hätten, den Rückstand zu ihren US-amerikanischen und chinesischen Mitbewerbern aufzuholen.
Innerhalb Europas erzielt Mercedes-Benz mit dem elften Platz die beste Bewertung unter den traditionellen Herstellern. Als weitere deutsche Autobauer werden BMW auf Platz 14 und VW auf Platz 16 geführt. Am unteren Ende der Liste rangiert der japanische Hersteller Nissan auf dem vorletzten Platz, während Mazda als weiterer Hersteller aus Japan mit 22,1 Prozent das Schlusslicht bildet.
Die Herausforderung für etablierte Unternehmen liegt laut Pacheco nicht in einem Stillstand, sondern in einer zu geringen Geschwindigkeit. Er beschrieb eine Art Teufelskreis, bei dem die interne Organisationsstruktur eine schnelle Technologieadaption verhindere. Dies erschwere es wiederum, Talente und Investitionen anzuziehen.
Besonders im Bereich der Künstlichen Intelligenz belohnt der Index die Eigenentwicklung von Technologien. Tesla und XPeng hätten hier einen Wettbewerbsvorteil, so Pacheco. Indem sie beispielsweise Grundmodelle für Fahrerassistenzsysteme (ADAS) selbst entwickelten, bauten sie bereits ein hohes Maß an internen Kompetenzen und Fähigkeiten auf. Dies könnten sie auch in anderen Bereichen nutzen.

David meint
Ein Unsinn sondergleichen, der nur zeigt, dass diese Unternehmensberatung überhaupt keine Ahnung von ihrem Geschäft hat, sondern auf Schaumschlägerei hereinfällt. Tesla hat gar nichts. Sie kommen nicht einmal mit ihrem läppischen Level 2 System in Europa durch. Während Mercedes eine Genehmigung ab 1/27 hat. Und autonom fahren tun die anderen: Tesla guckt hilflos von der Seitenlinie zu, wie Waymo und Zoox ausrollen. VW macht mehr Gewinn pro Auto und hat übrigens im zweiten Jahr eine KI im Auto, namens ChatGPT, mit der man auch das Fahrzeug bedienen kann.
Future meint
Das ist schon bemerkenswert, was Gartner hier publiziert: »Trotz massiver Investitionen in neue Technologien verlieren traditionelle Hersteller gegenüber Tesla, Rivian und chinesischen Konkurrenten an Boden.« Vermutlich wird man in Deutschland versuchen, die Expertise von Gartner anzuzweifeln, so wie man das bei dem Thema seit vielen Jahren versucht. Vielleicht sollte man das Thema einfach ganz aufgeben und es den anderen überlassen. Das hat bei anderen Technologien doch auch schon gut funktioniert. Jeder macht dann einfach, was er am besten kann.