Die Kommerzialisierung von Festkörperbatterien steht offenbar weiter vor großen Herausforderungen. Wie der südkoreanische Batteriehersteller LG Energy Solution (LGES) laut InsideEVs während eines Medienrundgesprächs mit Reportern mitteilte, bleibt die Großserienproduktion eine zentrale Hürde.
Robert Lee, Präsident für Nordamerika bei LGES, erklärte demnach, dass die Massenfertigung derzeit ein Problem darstelle. Während die hohe Energiedichte bei kleinen Formfaktoren realisierbar sei, hätten die meisten Unternehmen Schwierigkeiten bei der Herstellung sehr großer Formate.
Aufgrund dieser Schwierigkeiten wird erwartet, dass Feststoffbatterien zunächst in Anwendungen außerhalb des Automobilsektors kommerziell genutzt werden. Laut Lee könnten Smartphones diese Technologie voraussichtlich ein Jahrzehnt vor E-Fahrzeugen verwenden. Vor einer breiten Anwendung in Elektroautos oder Energiespeichersystemen (ESS) seien zunächst spezialisierte Einsatzbereiche zu erwarten.
Parallel dazu setzt LGES auf die Weiterentwicklung aktueller Lithium-Ionen-Akkus, um die Reichweite und Ladeleistung von Elektrofahrzeugen kontinuierlich zu verbessern. Das Unternehmen arbeitet zudem an weiteren Technologien der nächsten Generation, darunter fortschrittliche Lithium-Ionen-Batterien sowie Natrium-Ionen-Zellen.
Devon Wilson, Vizepräsident für Vertrieb und Marketing bei LGES Vertech, betonte dem Bericht zufolge die Bedeutung verschiedener chemischer Optionen. Er hob hervor, dass insbesondere die Natrium-Chemie ein wichtiger Fokus sei.

Ihre Meinung