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CATL und BYD planen Testproduktion von Festkörperakkus ab 2027

26.08.2026 in News & Trends von Thomas Langenbucher | 12 Kommentare

Bild: CATL (Symbolbild)

Der Wettbewerb um Festkörperbatterien in China intensiviert sich durch die angekündigten Pläne führender Batteriehersteller. CATL beabsichtigt laut Car News China, 2027 mit einer kleinskaligen Testproduktion von Feststoffbatteriezellen zu beginnen.

Damit orientiert sich das zu den führenden Akkuherstellern gehörende Unternehmen an den Zeitplänen von BYD, das ebenfalls eine Testphase für diese Technologie für 2027 anstrebt. BYD hat als Batteriehersteller angefangen, baut weiter fortschrittliche Akkus sowie dazugehörige Systeme und gilt heute als führender Hersteller von E-Fahrzeugen.

Automobil- und Batterieproduzenten investieren erhebliche Ressourcen in die Weiterentwicklung der Feststoffbatterie-Technologie. Diese verspricht eine höhere Kapazität sowie ein geringeres Gewicht der Akkus, außerdem mehr Sicherheit.

In einer Fragerunde mit Investoren betonten Vertreter von CATL dem Bericht zufolge das Engagement für die laufende Forschung. Der Fortschritt bei der Entwicklung sei branchenführend. Die Produktion auf Pilotlinien soll laut Unternehmensangaben im kommenden Jahr starten.

Trotz der Ambitionen mahnt die Führungsebene von CATL zur Vorsicht bezüglich einer schnellen Markteinführung. Der Vorstandsvorsitzende Robin Zeng hat erklärt, dass eine Massenmarktadaption von Feststoffbatterien noch Jahre entfernt sei. Er wies zudem darauf hin, dass technische Einschränkungen die ersten kommerziellen Chargen auf Premium-Plattformen für elektrische Fahrzeuge beschränken würden.

Der Chefwissenschaftler von CATL, Wu Kai, verfolgt dennoch das Ziel, bis 2027 einen höheren technologischen Reifegrad zu erreichen. Dies soll die Pilotproduktion sowie eine Validierung unter realen Bedingungen ermöglichen. Die großflächige Produktion wird erst ab einer Schwelle von einer Million Fahrzeugen angestrebt, was vor 2030 nicht zu erwarten ist. Fahrzeuge mit Feststoffbatterien für Endverbraucher dürften weiterhin erst in einigen Jahren verfügbar sein.

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Via: Car News China
Tags: Batterie, China, ProduktionUnternehmen: BYD, CATL
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. MainTower meint

    27.08.2026 um 16:03

    Es sind Tests geplant …
    Ja, die Chinesen haben es halt drauf.

    Antworten
  2. brainDotExe meint

    26.08.2026 um 12:20

    Sehr schön, es geht in die richtige Richtung.
    Wir müssen wohl leider noch bis nach 2030 warten bis das in den üblichen Serienfahrzeugen zu haben ist und Energiedichten über 500 Wh/kg auf Packebene erreicht werden.
    Naja NMC ist in dieser Hinsicht ja übergangsweise gut genug.

    Antworten
  3. Futureman meint

    26.08.2026 um 11:40

    Gut, dass es wenigstens in China noch einen Wettbewerb zwischen den Akku-Herstellern gibt. Bei einer Produktion in Deutschland mit einer solchen weltweiten Marktmacht würde man alles tun, aber kein Geld in die Weiterentwicklung stecken.
    Auch wenn die Technik im Grunde gar nicht benötigt wird (die heutigen Batterien reichen für 95% der Anwendungsfälle aus), hilft jede Entwicklung die Kosten weiter zu senken und damit den Markt noch weiter zu vergrößern.

    Antworten
  4. David meint

    26.08.2026 um 11:11

    Ja, das zieht sich. Toyota wartet ja seit den neunziger Jahren auf Solid State.

    Antworten
    • Gernot meint

      26.08.2026 um 12:08

      Ich kann mich noch gut erinnern, wie Toyota so etwa 2010 Elektroautos mit Festkörperbatterien zu den Olympischen Spielen 2020 in Japan angekündigt hat. Ich hielt das damals für glaubhaft, weil Toyota ein etablierter, seriöser Player am Markt war und keines dieser unzähligen Batterie-Startups, die immer Unmengen heiße Luft rauspusten, wenn die nächste Finanzierungsrunde ansteht. Wie wir nun wissen, lag Toyota (und ich auch) falsch.

      Selbst wenn die Produktion von Festkörperzellen bald erfolgt, sind die Energiedichten noch weit von dem entfernt, was einst anvisiert wurde und diese Batterien sind bisher nicht sehr zyklenfest und taugen anders als LFP nicht für V2X.

      Wir in Europa sollten eher schauen, dass wir die gravimetrische Energiedichte von Natriumzellen auf das Level von LFP-Zellen bringen. Dann sind diese Zellen für 80% aller Fahrzeugsegmente geeignet und wir machen uns unabhängig von China und Lieferketten für Lithium, Kobalt, Mangan, Cadmium, … Das ist aktuell eine Chance, aber niemand will zugreifen. entsprechende Forschungsausgaben belasten ja den Cashflow und sind schlecht für die Gewinne. Das geht nicht.

      Antworten
      • brainDotExe meint

        26.08.2026 um 13:17

        Ja was Toyota da rausponsaunt hat stellt sich heute wohl als Luftnummer raus.

        Aber schön das die Technik weiter geht, Feststoffzellen sind wenigstens keine reine Theorie mehr.

        Die Zyklenzahl von LFP oder V2X sind hier auch gar nicht das Ziel.
        Wenn man 1000 Zyklen erreicht ist das schon gut genug. Das sind bei einem großen Akku, wo Feststoffzellen primär verwendet werden, mehr als das Autoleben.

        Merke: Es geht hier nicht um Fahrzeuge für den Massenmarkt.

        Antworten
    • Elvenpath meint

      26.08.2026 um 14:52

      Kommende Wunderakkus, Wundermotoren… was Toyota da alles an Fakenews raus haut, damit die Leute verunsichert werden und keine E-Autos kaufen, ist echt übel.
      Toyota hat vorerst verschi..en bei mir.

      Antworten
  5. Elvenpath meint

    26.08.2026 um 10:30

    Bin gerade am überlegen, ob ich mir die Honda WN7 zulegen soll, oder warten sollte, bis es semi-solid-state, oder solid-state Akkus für Motorräder gibt.
    Aber wenn es noch mehrere Jahre dauert, reichen mit die aktuellen 140 km Norm-Reichweite völlig aus.

    Antworten
    • Anonym meint

      26.08.2026 um 20:07

      Mach und verkauf die WN7 dann in paar Jahren wieder um dir ein E-Motorrad mit Feststoffakku zu holen :)

      Antworten
  6. Gernot meint

    26.08.2026 um 10:23

    Diese Festkörperzellen sind noch weit von gravimetrischen Energiedichten von 500-800 Wh/kg entfernt, die man uns einst für Festkörperzellen versprochen hat. Meist liegen die nur bei 320 Wh/kg, was etwa 20% besser als bei guten NMC-Zellen ist.

    Die Strafe für Mehrgewicht in Form von Mehrverbrauch fällt bei Elektroautos durch Rekuperation gering aus und deshalb bleibt es für die nächsten Jahre dabei, dass USD/kWh und nicht kWh/kg die relevante Metrik für Batterien im Fahrzeugbau ist.

    Für Supersportwagen, bei denen das Leistungsgewicht eine große Rolle spielt, sind diese Festkörperbatterien sicher schon vorteilhaft. Für den Massenmarkt sind sie noch sinnlos.

    Antworten
    • Mäx meint

      26.08.2026 um 12:31

      Ja so ist es.
      $/Wh ist natürlich immer relevant, aber daneben ist für den Massenmarkt Wh/l relevant um auch kleinere Fahrzeuge mit entsprechend Kapazität auszustatten
      > nicht nur 80kWh ab Golf Größe sondern auch im Polo Format (einfach plakativ gesagt).
      Wh/kg reicht ja bei herkömmlicher NMC und oft sogar schon bei LFP aus.

      Solid State wird gerade am Anfang sehr teuer sein und daher eher in hochpreisigen Anwendungen zu finden sein wie die angesprochenen Supersportwagen.
      Da ist es nicht ganz so relevant wenn es etwas teurer ist, dafür aber leicht und wenig Bauraum einnimmt.

      Zu den Werten: Ich meine viele fassen schon noch die 500Wh/kg ins Auge.
      Aber wie festgestellt ist das eben nur teilweise interessant.

      Antworten
      • Marc1 meint

        28.08.2026 um 09:57

        Ja SolidState wird in den nächsten Jahren das Zauberwort der Elektrofzhrzeuge sein aber zunächst stellt sich die Frage ob wir mit SEMI-SolidState Batterietn wie von dem chinesichen Autobauer Dongfeng angekündigt mit 1000 km (und danach wohl 1500 km Reichweite in absehbarer Zeit) rechnen könnten, da die Festspeicherchemie énorme Fortschritte dank neuer Verfahren und Anwendungen auf dieses Gebiet der Polysulfide machen wird, das ist klar. Ausserdem müssen die Herstellungsverfahren dieser spezifischen Chemien noch opytimiert werden… Aber 2030 scheint mir als Chemielaie für dièses Datum ziemlich geeignet eu sein, vorallem im Premium Bereich erscheint mir diesel Logik klar… Für den Consumerbeteich könnte es sich auch noch um ein pazr Jahre verspäten….

        Antworten

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