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Bentley bremst bei E-Antrieben und stärkt den Verbrenner

02.09.2026 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 23 Kommentare

Bentley-Supersports

Bild: Bentley

Bentley rückt in seiner Zukunftsstrategie den Verbrennungsmotor wieder stärker in den Fokus, berichtet das Portal Elektroauto-News.Net unter Berufung auf Press-Inform. Unter der Führung von CEO Frank-Steffen Walliser setzt Volkswagens britische Luxusauto-Tochter demnach weniger auf eine vollständige Elektrifizierung. Stattdessen betont man künftig Tradition, Sportlichkeit und wirtschaftliche Eigenständigkeit.

Während der Sechszylinder aufgrund fehlender Nachfrage aus dem Programm genommen wird, bleibt der Achtzylinder als Kernstück der Markentradition erhalten. Für alle künftigen Modelle plant Bentley trotz der Einführung von Plug-in-Hybridtechnik weiterhin eine Variante mit reinem Verbrennerantrieb. Niemand komme zu Bentley und frage: „Haben Sie einen Hybrid?“, sagte Walliser im Gespräch mit Press-Inform.

Im Bereich der Elektromobilität wird der bald startende Torcal dem CEO zufolge bis 2030 das einzige rein batterieelektrische Modell bleiben. Ein weiteres Elektroauto soll erst im nächsten Jahrzehnt folgen. Während Bentley bei SUVs die Eignung für Elektroantriebe als gegeben ansieht, erwartet man die Elektrifizierung von Sportwagen und GT-Modellen aufgrund der Anforderungen an Reichweite und Reisekomfort später.

Die Strategie der Marke folgt laut Walliser dem Prinzip „Value over Volume“. Anstatt fester Stückzahlziele steht der Wert pro Fahrzeug im Fokus. Die Neuausrichtung basiert auf den Säulen Produkt, Image und Unternehmen. Der vollelektrische Torcal soll jüngere Kunden ansprechen, während Fahrzeuge wie das limitierte Zweisitzer-Coupé Supersports eine neue Zielgruppe erschließen sollen. Als Reaktion auf die große Nachfrage sollen vergleichbare Projekte folgen.

Die Marke will sich durch Handwerkskunst, Historie und Materialien wie Leder, Holz oder künftig Merinowolle von Wettbewerbern auch aus China absetzen. Die technische Anbindung an den Volkswagen-Konzern sieht Walliser als Vorteil, da sie den Zugriff auf Konzerntechnologien ermöglicht. Die Markenidentität soll verstärkt durch eine klare Ausrichtung auf Sportlichkeit sowie Prestige und Präsenz geschärft werden. Der CEO betont dabei die Bedeutung des emotionalen Fahrerlebnisses gegenüber reinen Leistungsdaten wie Beschleunigungswerten oder der PS-Zahl.

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Via: Elektroauto-News.Net
Unternehmen: Bentley
Antrieb: Elektroauto, Hybridfahrzeuge

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. EVrules meint

    02.09.2026 um 17:42

    Bentley – die Marke die für teuer Geld auf VW Allgmeintechnik aufbaut.

    Antworten
    • David meint

      02.09.2026 um 19:15

      So funktioniert Premium und Luxus. Bisher verkaufen sie die SUV-Technik aus dem VW auch im Audi, im Porsche, im Bentley und im Lamborghini. Im Lamborghini ist dann der vierfache Preis erreicht. Es ist ja auch nicht so, dass man das abstreiten würde. Aber bis jetzt hat sich noch kein Kunde beschwert.

      Deshalb wollen ja jetzt auch alle Asiaten Premium und Luxus sein. Man kann das aber nicht beschließen. Es handelt sich um eine Marketing Kompetenz. Das haben sie nicht im Ansatz verstanden, sondern liefern 6000 PS und Alcantara in den Radhäusern und wundern sich, dass keiner kauft. Die Wahrheit ist zu profan, man muss erst mal 20 Jahre lang schlau und gezielt reinbuttern, um die Marke aufzubauen. Diesen Atem hat da niemand.

      Antworten
      • Future meint

        03.09.2026 um 16:21

        Exakt, Premium ist nichts weiter als Marketing. Die Frage ist halt, wann die Zielgruppe das verstanden hat und eben woanders einkauft. Seit dem Wechsel zur Elektromobilität wird darüber ja in Beraterkreisen viel diskutiert.

        Antworten
  2. South meint

    02.09.2026 um 16:09

    Gott, der Xte Artikel über Bentley, Lamborghini, Ferrari oder was die Autowelt halt so in Nischen bietet. Diese Modelle werden in kleinen Stückzahlen gefertigt und fahren meist wenige Jahreskilometer oder sind gar nur Sammlerstücke…. quasi bedeutungslos…

    Antworten
    • David meint

      02.09.2026 um 19:25

      Ich meine, man kann dir einen Blick über den Zaun in allen Themen grundsätzlich nicht vorwerfen. Insofern dürfte dir auch entgangen sein, dass in allen Medien, die sich mit Autos beschäftigen, zu allen Zeiten die Exoten, die Spitzenmodelle, die Besonderheiten überproportional häufig abgebildet und besprochen sind. Warum sollte das ausgerechnet hier anders sein?

      Antworten
  3. cbzac meint

    02.09.2026 um 16:07

    Was ein Nischenhersteller macht ist sehr wohl relevant. Reiche Typen haben ohnehin einen überdurchschnittlichen CO2-Fußabdruck und die Mehrkosten für große Batterien spielen in diesem Segment eigentlich keine Rolle. Es ist ein Unding, was sich eine kleine Gruppe Menschen deutlich überproportional zu Lasten Aller rausnimmt.
    Wer dann davon schwadroniert, dass die E-Mobilität bzgl. Reichweite und Reisekomfort(!!) leider noch nicht so weit sei, outet sich einfach nur als der übliche, europäische, schlechte Automanager ohne Weitblick.
    Aber gut, dann verschwindet die Marke eben im Museum, die passenden Ausstellungsstücke mit historischem Antrieb und extra feinem Holz produziert man ja jetzt dafür.

    Antworten
    • Dunkel-O meint

      02.09.2026 um 19:16

      „Es ist ein Unding, was sich eine kleine Gruppe Menschen deutlich überproportional zu Lasten Aller rausnimmt.“
      Ich stimme vollkommen zu.
      Neulich sagte der CEO doch, dass den Kunden 600 km Reichweite reicht. Für alles darüber nehmen sie den Privatjet.

      Antworten
    • ErichW meint

      02.09.2026 um 22:11

      Das ist vollkommen richtig.
      Ich habe das mal für die weltweiten Neuzulassungen für 2023 ausgerechnet. Der Anteil von derartigen Luxusautos und Sportwagen lag bei unter 0,5%. Auch wenn der Schadstoffausstoß jedes dieser Fahrzeuge zum Teil deutlich höher ist als bei den meisten anderen Fahrzeugen, ist er in seiner Gesamtheit völlig bedeutungslos.

      Antworten
    • ErichW meint

      02.09.2026 um 22:16

      Die vorherige Antwort war für South gedacht.

      Beim Fußabdruck der „Reichen Typen“ hast Du natürlich völlig Recht. Und das Bentley schon jetzt fürs Museum baut könnte auch stimmen. Die nächsten Jahre werden zeigen wie viele etablierte PKW-Hersteller auf der Strecke bleiben, da sie noch im Gestern leben.

      Antworten
    • Paul meint

      02.09.2026 um 22:20

      Die Kundengruppe berappt auch 45% an Steuern. Soll der Staat die doch in Klimaschutz investieren.

      Antworten
  4. Futureman meint

    02.09.2026 um 14:40

    Bei den Stückzahlen von Bentley ist es grundsätzlich erstmal egal, ob die nur Elektro bauen. Auf dem asiatischen Markt gibt es besonders für die Kunden mit Luxusbedarf inzwischen andere Hersteller. Daher wird der Gesamtmarkt für Bentley auf Europa und USA beschränkt bleiben. Ob das zur Auslastung ausreicht?

    Antworten
    • David meint

      02.09.2026 um 14:56

      Ich vermute, du warst nicht z.B. in Singapur in den letzten Jahren. Dann würdest du eine große Überraschung erleben.

      Antworten
      • Paule meint

        02.09.2026 um 15:54

        Mir ist unklar, mit welchem fachlichen Background Du Dich zum Thema Bentley meldest. In anderen BEV-Foren wie evw oder goingelectric und sprichst Du i.d.R. über deinen e-Up „Schlumpf“ , teils Fotos von ihm und pflegst Dein Lieblingsthema „Heimtierhaltung ist Sklavenhaltung“.

        Nun aber Bentley, na, ich weiß nicht. Mach den Leuten hier nichts vor, was nicht da ist.

        Antworten
        • Future meint

          02.09.2026 um 17:04

          Hier hat der geschätze Posterboy der Wolfsburger Autofabriken noch nie seinen eUp erwähnt, sondern von seinem Tacan und dem hübschen Buzz geschwärmt.

        • David meint

          02.09.2026 um 18:38

          Nanu, bin ich nicht der Berlin-Ost? Jetzt bin ich wieder ein Anderer. Du scheinst dir ja da sehr viel Mühe zu geben. Nur, Mühe allein ist es nicht.

      • Futureman meint

        02.09.2026 um 16:28

        Was hat die Marktführerschaft von BYD in Singapur mit Bentley zu tun? (Tesla übrigens aus Platz 3 vor Mercedes und BMW)
        Darüber hinaus ist der Markt dort nun nicht unbedingt wichtig für den Weltmarkt.

        Antworten
        • brainDotExe meint

          02.09.2026 um 17:26

          Seit wann bedient BYD oder Tesla die Luxusklasse, um die es hier geht?

      • South meint

        02.09.2026 um 16:39

        Naja, ich war schön öfters in Singapure und ich würde mal sagen, wenn es eine Stadt gibt, die in Asien nicht typisch asisatisch ist, wäre das Singapore. Ich meine das übrigens nicht negativ, ich finde Singapore Klasse, aber ist halt nicht typisch Asien. Ich kann jedem einen Trip zu den vielen kleinen Läden am Hafen am Abend empfehlen. Aber vorsicht. Spicy ist da schon wirklich scharf…
        Gut, ich habe jetzt nicht darauf geachtet, aber mir wären jetzt da nicht übermäßig Bentleys aufgefallen… und ja, die Luxusfahrzeuge werden sehr oft genau in Metropolen von sehr großen Hotels eingesetzt. Aber eben auch da in überschaubaren Stückzahlen und sehr überschaubaren Jahrekilometerfahrleitstungen. Ich würde mal darauf tippen, dass der typische Luxuswagenfahrer eher keine lange Strecken mit dem Auto fährt, sondern lieber ein Flugzeug oder nen Privatjet bemüht… aber hey… das ist jetzt ne Vermutung…

        Antworten
        • David meint

          02.09.2026 um 19:35

          Im Bankenviertel in den Tiefgaragen stehen eigentlich nur Maybach, Rolls Royce, Bentley. Klar, S-Klasse oder 7er gibts auch. Ende. Sonst gar nichts, keine SUV, kaum Vans, kein Lexus, kein Chinese. Chinesische Fahrzeuge gibt es halt im Straßenbild – Personal und kleine Angestellte. Irgendwie muss ja alles in Shape und Funktion bleiben. Aber wer dort relevant ist, fährt Limousinen deutscher Konzerne.

    • Pau meint

      02.09.2026 um 22:20

      Fang bitte nicht mit den Denza-Rappelkisten und ähnlichem an🙈

      Antworten
  5. Daniel S meint

    02.09.2026 um 14:37

    Was ein Nischenhersteller macht ist relativ bedeutungslos.

    Antworten
  6. David meint

    02.09.2026 um 12:54

    Keine Angst, liebe Kunden! Das kommende Elektroauto wird auch wirklich das einzige bleiben! Ein einmaliger Fehler! Wird wirklich nie mehr passieren! Tja, so eine Kundschaft hat man heute, wenn man Luxusautos verkauft. Aber deren Geld stinkt nicht. Man muss seine Kunden nicht lieben, das ist ein Geschäft. Man verkauft ihnen Träume für teuer Geld.

    Antworten
    • Future meint

      04.09.2026 um 09:53

      Einen linguistischen Fingerabdruck kann man nicht so leicht kopieren. Vielleicht solltest du es mal mit KI probieren, falscher »David«, gell?

      Antworten

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