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Mehr Privilegien für elektrische Leichtfahrzeuge geplant

18.09.2026 in Autoindustrie, Politik von Thomas Langenbucher | 3 Kommentare

Opel-Rocks

Bild: Opel

Die Bundesregierung hat die geplante Novelle des Elektromobilitätsgesetzes (EmoG) dem Bundestag zugeleitet. Der Entwurf sieht vor, dass elektrische Leichtfahrzeuge der Fahrzeugklasse L6e künftig dieselben kommunalen Privilegien nutzen können wie größere Elektroautos. Von dieser Regelung sind ausschließlich rein batterieelektrische Modelle betroffen. Das berichtet das Portal Electrified unter Berufung auf die Nachrichtenagentur SP-X.

Bei L6e-Fahrzeugen handelt es sich um leichte vierrädrige Kraftfahrzeuge mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h. Diese „Microcars“ verfügen über maximal zwei Sitzplätze und ein Gewicht von höchstens 425 Kilogramm im fahrbereiten Zustand. Die Leistung ist je nach Unterklasse auf 4 oder 6 kW (5,4/8,2 PS) begrenzt. Beispiele für solche Fahrzeuge sind der Opel Rocks oder der Citroën Ami.

Rechtlich nehmen solche Fahrzeuge eine Sonderstellung ein, da sie nicht als Pkw gelten. Sie dürfen bereits mit dem Führerschein der Klasse AM ab einem Alter von 15 Jahren gesteuert werden. Eine reguläre Zulassung ist nicht nötig, stattdessen wird ein Versicherungskennzeichen benötigt.

Durch die Aufnahme in das EmoG können Kommunen diesen Modellen Vorteile beim Parken oder Ausnahmen bei Zufahrtsbeschränkungen gewähren. Da L6e-Fahrzeuge kein E-Kennzeichen tragen, sieht der Gesetzentwurf eine Plakettenlösung vor, die auf dem Versicherungskennzeichen basiert. Voraussetzung für die Privilegien ist eine entsprechende Kennzeichnung.

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Via: Electrified
Tags: FörderungAntrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Michael meint

    18.09.2026 um 23:34

    Fahrzeuge mit der Breite eines Autos aber der Höchstgeschwindigkeit eines Mofas gehören nicht auf die Straße. Das sind heutzutage quasi stehende Objekte und wer mal gesehen hat wie ein einzelner Opel Rocks eine 5 km lange Schlange morgendlichen Berufsverkehr hinter sich herzieht, der möchte so etwas nicht täglich erleben. Erlaubt den Dingern doch wenigstens 60 km/h, da fliegt auch keines aus der Kurve und das ist als Blockade schon schlimm genug.

    Antworten
    • Jörg2 meint

      21.09.2026 um 12:43

      Zumindest „50“ wären wohl ohne technische Anpassungen möglich.

      Die (gefühlt) größte Dichte dieser Fahrzeuge habe ich in Mailand erlebt. Dazu muss man allerdings wissen, im Stadtkern sind generell nur 30km/h erlaubt. Fand ich sehr fein. Auch Benziner/Diesel sind da schon erheblich leiser.

      Antworten
  2. Peet meint

    18.09.2026 um 19:34

    Und L7e Fahrzeuge nicht? Was macht das denn für ein Sinn

    Antworten

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