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BMW fährt iX3-Produktion in Debrecen auf 24-Stunden-Betrieb hoch

18.09.2026 in Autoindustrie, Neues zu Modellen von Thomas Langenbucher

BMW-iX3-Produktion-Debrecen-Ungarn

Bild: BMW

BMW hat die Serienproduktion des iX3 im ungarischen Werk Debrecen auf einen 24-Stunden-Betrieb ausgeweitet. Ab September 2026 arbeitet der Standort nach Angaben des Konzerns mit einer dritten Schicht. BMW begründet den beschleunigten Hochlauf mit der Kundennachfrage: Innerhalb eines Jahres nach der Weltpremiere seien europaweit mehr als 100.000 Bestellungen für den rein elektrischen iX3 eingegangen.

Der Produktionshochlauf erfolgt vergleichsweise kurz nach dem Serienstart Anfang des Jahres. Laut BMW benötigte das Werk rund acht Monate, um vom Beginn der Serienfertigung zum Drei-Schicht-Betrieb überzugehen. Wenige Wochen vor der Umstellung lief dort bereits der 50.000. iX3 vom Band. Mehr als 5000 Beschäftigte arbeiten am Standort, in dessen Aufbau BMW nach eigenen Angaben mehr als zwei Milliarden Euro investiert hat. Debrecen fertigt ausschließlich batterieelektrische Fahrzeuge.

Der iX3 ist das erste Serienmodell auf der Elektroauto-Plattform „Neue Klasse“ und damit zugleich der erste Großserieneinsatz von BMWs sechster E-Antriebs-Generation. Beim zuerst eingeführten iX3 50 xDrive betont der Hersteller eine nutzbare Batteriekapazität von 108,7 kWh, bis zu 805 Kilometer WLTP-Reichweite und maximal 400 kW Gleichstrom-Ladeleistung (DC). Das 800-Volt-System des 345 kW (469 PS) starken Allradlers soll unter idealen Bedingungen innerhalb von zehn Minuten Energie für bis zu 372 Kilometer WLTP-Reichweite aufnehmen können.

Seit Sommer 2026 ergänzt der iX3 40 mit Hinterradantrieb das Angebot. Diese Version verfügt über eine nutzbare Batteriekapazität von 82,6 kWh, 235 kW (320 PS) Antriebsleistung, bis zu 637 Kilometer WLTP-Reichweite und maximal 300 kW DC-Ladeleistung. Für den deutschen Markt nennt BMW beim iX3 40 aktuell einen Einstiegspreis von 63.400 und beim iX3 50 xDrive von 70.900 Euro.

Für BMW ist Debrecen zugleich der Ausgangspunkt für die Industrialisierung der neuen Elektroarchitektur. Die Gen6-Technik mit Rundzellen, strukturell integrierter Hochvoltbatterie und 800-Volt-System soll schrittweise in weitere vollelektrische Baureihen einziehen. Der Wechsel auf Drei-Schicht-Betrieb erhöht damit zunächst die verfügbare iX3-Produktion, eine konkrete Jahreskapazität für den Standort nennt BMW in der Mitteilung zum 24-Stunden-Betrieb nicht. Die Produktion des zweiten, komplett neuen Modells der Neuen Klasse soll im Herbst dieses Jahres ebenfalls im Werk Debrecen starten.

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Via: BMW
Tags: BMW iX3, BMW X3, ProduktionUnternehmen: BMW
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Steffen meint

    18.09.2026 um 17:09

    Warum dauert das so viele Monate vom Einschichtbetrieb in den Dreischichtbetrieb zu kommen? Mitarbeiterschulungen? Technische Restriktionen fallen mir jetzt gerade nicht ein – was 8 Stunden läuft, kann im Normalfall doch auch 24 Stunden laufen? Oder sind nach 8 Stunden hinter der Fertigungsstraße die Parkplätze voll (gewesen)? Oder können nur genug Teile für 8 Stunden in „Bandnähe“ gelagert werden?

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    • M. meint

      18.09.2026 um 19:22

      Mach doch mal ein Praktikum in der Automobilproduktion, am besten mit einem Serienanlauf.
      Das ist hier eher nicht vermittelbar.

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    • brainDotExe meint

      18.09.2026 um 20:36

      Viele Monate? 8 Monate sind sehr schnell, das wird nicht nur ein Rekord für BMW sein, sondern auch ein Spitzenwert für europäische Werke.
      Es werden bei einem komplett neuen Werk immer unvorhersehbare Probleme auftreten, die man noch angehen kann, solange man nicht 24/7 arbeitet.

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    • MK meint

      19.09.2026 um 10:46

      @Steffen:
      Es handelt sich ja um ein komplett neues Werk mit einem neuen Modell auf einer neuen Plattform. Da müssen die Mitarbeiter erstmal eingestellt werden, die Logistikketten aufgebaut werden, Zulieferer ihre Produktion auf die Stückzahl bringen usw.
      Stellen Sie sich doch mall vor: Sie müssen an einem einzigen Ort 5.000 Leute finden, die bereit sind, an einer Montage im Schichtdienst zu arbeiten, die zuverlässig sind und auch langfristig bleiben wollen…und ja, einarbeiten müssen Sie die dann auch noch. Das in wenigen Monaten zu schaffen, ist schon eine enorme Leistung…Debrecen ist ja keine darbende Metropolregion, sondern eine florierende 200.000 Einwohner-Stadt. Außerdem dürfte es auch in Ungarn eine Sommerferienzeit geben, wo die von Beginn an dort arbeitenden Mitarbeiter auch mal Urlaub machen wollten.

      Außerdem gab es zuletzt ganz banal Probleme mit derEenergieversorgung: Orban hat Ungarn zwar (wahrscheinlich versehentlich) zu einem der weltweit führenden Ländern beim Solarstromanteil gemacht, so dass es jetzt im Sommer tagsüber zwar mehr als genug Strom gab, nachts ist man aber weiter von einem Atomkraftwerk abhängig…und das musste diesen Sommer wegen der Trockenheit und fehlenden Kühlwassers runtergefahren werden. Deswegen hat der Staat Industriebetriebe aufgefordert, nachts nicht zu produzieren und angekündigt, sollten diese das nicht freiwillig tun, Zwangsschließungen anzuordnen. Mittlerweile dürfte es aber wieder genug Wasser geben und das AKW wieder laufen, so dass BMW auch die Nachtschicht starten kann…zumindest bis zum nächsten Frühsommer, wenn das AKW wieder runtergefahren werden muss.

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    • Uli meint

      20.09.2026 um 11:34

      Bei einem hochkomplexen und individuellen Produkt wie einem Fahrzeug muss sich die Lieferkette, die Mitarbeiter…. erst einschwingen. Lieferanten kämpfen noch mit Qualitätsthemen und damit Ausschuss, die können gar nicht so viele Teile von Anfang an liefern. Das ist ein neues Werk, ich glaube zu wissen, dass es sogar extem schnell auf hohe Stückzahlen kommt. Dann kommt hinzu, ob die Planung richtig war. Als Beispiel BMW in dem Fall hätte geschätzt 25% der Kunden wollen eine Anhängerkupplung und 75% bestellen eine. Dann hängt der Hochlauf an dem einen Lieferanten.

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      • M. meint

        21.09.2026 um 14:56

        In dem Fall würde man die „überschüssigen 50%“ hinten anstellen und die 25% mit, und die 25% ohne AHK bauen. Das ist zwar eine Herausforderung für die Produktionsplanung, aber machbar.

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    • simon meint

      20.09.2026 um 23:01

      Ich würde mal vermuten das auch die Zulieferer auch hochfahren müssen.

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  2. eBikerin meint

    18.09.2026 um 12:16

    Die Produktion des zweiten, komplett neuen Modells der Neuen Klasse soll im Herbst dieses Jahres ebenfalls im Werk Debrecen starten.
    Laut BMW wird der i3 in München produziert – und die Produktion ist auch schon angelaufen.

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    • brainDotExe meint

      18.09.2026 um 12:52

      Damit ist vielleicht der iX4 gemeint, auf Debrecen bezogen, wäre der das zweite Modell dort, welches dieses Jahr startet.

      Aber ja, der i3 startet in München.

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    • M. meint

      18.09.2026 um 12:58

      Gemeint war vermutlich der iX4.

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      • eBikerin meint

        18.09.2026 um 13:19

        Ach das würde dann Sinn ergeben – danke euch beiden.

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  3. South meint

    18.09.2026 um 11:00

    Herzlichen Glückwunsch. BMW hat tatsächlich alles richtig gemacht und das geliefert, was die Kunden in Umfragen schon lange gefordert haben und das wir nun honoriert. Wenn das Produkt stimmt, dann kommen die Kunden. Mir persönlich wäre der Preis zu sportlich, aber hey, wenn’s läuft dann läufts…

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  4. Future meint

    18.09.2026 um 10:55

    Super, dass BMW es schafft, 24 Stunden lang Elektroautos zu bauen.
    Und hey, warum kriegt sowas Volkswagen nicht hin, damit die Lieferzeiten endlich kürzer werden? Meine Vermutung: VW muss so viele giftige Verbrenner wie möglich in die Märkte pressen, weil man sich mehr Elektroautos nicht leisten kann. Aber die enttäuschten Kunden gehen dann eben woanders hin, zum Beispiel zu BMW, BYD oder Tesla. Saubere Autos wollen nicht so lange warten.

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    • Rob meint

      18.09.2026 um 12:48

      Mmh, was hat BMW jetzt damit genau zu tun?

      Oder geht es wieder nur darum eine bestimmte Marke ins Spiel zu bringen? Bei einigen Vertretern hier könnte man meinen, es gäbe nur Tesla und VW.

      Zum Antworten anmelden
      • M. meint

        18.09.2026 um 13:20

        Das ist nun mal sein Job…

        Zum Antworten anmelden
        • Future meint

          18.09.2026 um 19:01

          Das ist doch der Job der Leute mit »Managementerfahrung«. Deshalb frage ich nach, warum BMW schafft, was VW nicht schafft: Skalierung bei hoher Nachfrage. Natürlich kannst du das nicht beantworten. Aber @brain hat das ja freundlicherweise erledigt.

        • M. meint

          21.09.2026 um 18:27

          Ne, hier geht es nicht um „Managementerfahrung“, sondern um Getrolle, das jeden Aufhänger sucht, um nicht zum Artikel passende Marken in die Diskussion einzubringen.

      • eBikerin meint

        18.09.2026 um 13:20

        Ja und das lustige ist, dass die die sich immer über das Getrolle eines bekannten Users gegen Tesla aufregen, machen genau das selbe bei VW.
        Irgendwie hat man bei diesen Usern oft das Gefühlt, dass da der eine dem anderen das Schäufelchen weggenommen hat.

        Zum Antworten anmelden
        • Future meint

          18.09.2026 um 18:54

          Warum kann BMW bei hoher Nachfrage einfach skalieren?
          Warum kann VW das nicht?
          Es geht doch darum, viele Eleltroautos auf die Straße zu bringen. Oder geht es um etwas anderes.

        • Karl von Rosen meint

          22.09.2026 um 09:45

          VW skaliert kräftig! Akuell gibt es hier sogar einen Artikel dazu. Die Verbrennerproduktion wird zugunsten der BEV Produktion heruntergefahren.
          Deshalb, lieber Future, immer fleissig ecomento lesen, dann verpasst du nichts und musst nicht immer wieder die gleichen Fragen stellen.
          Oder geht es um etwas anderes?

        • Future meint

          22.09.2026 um 21:19

          @Karl, vor 3 Tagen wollte VW offiziell noch nichts skalieren. Aber vielleicht dämmert es langsam im Markenhochhaus, dass man sich ein paar mehr als 1 Mio Elektroautos leisten kann. Die Marge ist ja bisher noch knapp positiv. Je weniger Verbrenner, desto besser. Es muss jetzt endlich schneller gehen, weil die Nachfrage steigt. Mir sind 9 Mio Verbrenner beim VW einfach zu viele. Gut finde ich allerdings, dass sich alles so schnell ändert in dieser dreckigen Branche – sogar im Markenhochhaus.

    • brainDotExe meint

      18.09.2026 um 12:56

      BMW hat beim iX3 Margenparität zum Verbrenner erreicht, die können also in die vollen gehen.
      VW hat noch keine Margenparität, vollkommen verständlich dass man eher Verbrenner verkaufen will, würde jeder genau so machen.

      Du unterschätzt die Markentreue, die meisten Kunden warten dann etwas länger.
      Ich habe auch 16 Monate auf meinem i4 gewartet.

      Zum Antworten anmelden
      • MichaelEV meint

        18.09.2026 um 13:43

        Erst ab Kostenparität kann man uneingeschränkt in die Vollen gehen!

        Die Margen der BEVs und Verbrenner werden im Rahmen der CO2-Flottenziele durch Strafen beim Verbrenner und Bonus beim BEV beeinflusst. In diesem Kontext wird „in die Vollen gehen“ natürlich vollkommen absurd…

        Und ganz allgemein bedeutet Margenparität ohne Kostenparität, dass die Margenparität durch höhere Preise erzielt wird. Mengenausweitung geht mit geringeren Preisen einher – dementsprechend wird natürlich gezielt gesteuert und nicht in die Vollen gegangen.

        Zum Antworten anmelden
        • M. meint

          18.09.2026 um 14:25

          „Es wird nicht in die Vollen gegangen“

          Tja.
          Wenn 24 von 24 möglichen Stunden (und das 8 Monate nach Werkseröffnung mit neuem Produkt und neuer Belegschaft) noch nicht “ in die Vollen“ bedeutet, wird BMW den Arbeitstag scheinbar auf 3x 10-Stunden-Schichten ausweiten müssen.

        • MichaelEV meint

          19.09.2026 um 00:20

          Voll ist also einfach halb leer. Die Kapazitäten wurden auf Basis der CO2-Flottenziele geplant und der Plan geht bei BMW auf. Spricht weniger für BMW als gegen andere.

        • MK meint

          19.09.2026 um 10:52

          @M.:
          Sie wissen doch: Der Tag hat 24 Stunden und dann kommt noch die Nacht dazu ;)

        • M. meint

          21.09.2026 um 15:17

          MichaelEV meint […]

          Es geht also genau so schräg weiter…
          BMW muss für das CO2 Budget nichts mehr machen, die liegen schon längst im grünen Bereich. Trotzdem wird weiter investiert, und mehr NK-Modelle kommen. Termine gibt es im Internet…

          Neue Werke bauen kostet Geld, im Falle Debrecen 2 Mrd. Euro. Die Kapazitäten, die man insgesamt hat, sind für den geplanten GESAMT-Absatz ausreichend, wenn auch gut ausgelastet. BMW wird den iX3 in weiteren Werken bauen, und baut für dieses und andere Modelle nach und nach mehr Werke um – konnte man hier auch nachlesen. Man muss vielleicht auch mal dran denken, dass es dort viele Modelle und nicht so ein Klumpenrisiko gibt wie bei Anbietern mit weniger Modellen. Sobald der iX5, der iX1 und der i3 da sind, wird sich das beim iX3 entspannen. Aber für einen solchen Peak baut man nicht einfach mal noch eine Fabrik für 2 Mrd., die man später nicht mehr auslasten kann.
          Wenn es nacch den üblichen Trollen hier gegangen wäre, hätte BMW noch kein einziges Exemplar verkauft. Viel zu teuer, oder? Da fragt man sich doch, mit welchem Gottvertrauen die überhaupt ein neues Werk gebaut haben…

      • Future meint

        18.09.2026 um 18:58

        @brain: Das wird vermutlich der Grund sein. VW kann es sich einfach nicht leisten, mehr Elektroautos zu bauen. Allerdings haben weder BMW noch VW dazu Zahlen veröffentlicht, wie die Margen der BEV gegenüber den Verbrennern tatsächlich sind.
        Bei BMW wird es Fans wie dich geben, die auch 16 Monate auf ihr Auto warten wollen. Aber beim VW Polo beispielsweise kann ich mir das nicht so gut vorstellen, dass da jeder Polo Fan so lange wird warten wollen.

        Zum Antworten anmelden
        • brainDotExe meint

          21.09.2026 um 12:27

          VW hat genau so Markentreue Käufer wie BMW.
          Bevor ich Kompromisse beim Auto eingehe, warte ich doch lieber etwas länger.

          Zahlen braucht man auch nicht zu veröffentlichen, das sind Interna.
          BMW hat allerdings gesagt, dass die mit dem iX3 Margenparität erreicht haben.

        • Karl von Rosen meint

          21.09.2026 um 15:55

          Finanzvorstand Arno Antlitz machte bei den Quartalszahlen im Mai zu den Gewinnmargen der E Automodelle deutliche Angaben.
          Die Zusammenfassung kann jeder leicht mit der KI seiner Wahl nachlesen. Erstaunlich , dass jemand der Future im Namen trägt nicht dazu in der Lage ist und immer wieder die gleiche Frage stellt.
          Oder geht es um etwas anderes?

        • Future meint

          22.09.2026 um 21:28

          Auch Antlitz nennt keine konkreten Zahlen über die E-Auto-Rendite, auch nicht im Mai. Wenn er das dürfte, dann wäre das die Topmeldung. Also bleiben die Zahlen weiter ein Geheimnis der bekannten Berater mit »Managementerfahrung«. Aber gut, dass du Antlitz weiter beobachtest. Vielleicht rutscht ihm doch mal eine Zahl raus.

        • M. meint

          24.09.2026 um 12:57

          Die Zahlen sind konkret genug, damit Menschen mit Erfahrung in den Grundrechnungsarten sich das selbst zusammenbasteln können.
          Allerdings nicht auf den Cent: es sollte klar sein, dass bei Autos, die man sogar noch halbwegs konfigurieren kann, nicht jedes Auto den exakt gleichen Deckungsbeitrag liefert.
          Na gut – vielleicht ist das aber auch nicht klar.

      • MK meint

        19.09.2026 um 11:15

        @brainDotExe:
        Und diese Geschäftsgeheimnisse zu den Margen nach Modellen von gleich zwei verschiendenen Autokonzernen kennen Sie genau woher? Und von welchem Datum stammen diese Erkenntnisse?
        Es ist doch so: Durch die aktuelle Spripreisentwicklung und die neue BEV-Förderung dürften die Rabatte auf BEV-Modelle zuletzt deutlich runter, die auf Verbrenner deutlich hoch gegangen sein. Alleine das verschiebt die Margen deutlich zu Gunsten der BEV.
        Hinzu kommt noch etwas anderes: Ein großer Teil des Fahrzeugpreises sind Fixkosten wie z.B. die Entwicklung, aber auch Herstellung von Maschinenteilen wie z.B. den Pressformen für Karosserieteilen. Welche Marge z.B. der ID.3 (jetzt mit Facelift als „ID.3 neo“) bei VW gebracht hat, kann man also erst dann berechnen, wenn er ausgelaufen ist und man weiß, mit wie viel Stück man welchen Umsatz insgesamt gemacht hat. Bis dahin sind es nur Prognosen…und die ändern sich aktuell nahezu täglich: Im Februar dürfte man auch bei VW einen BEV-Anteil an den Neuzulassungen von über 32% nur ein halbes Jahr später für eine absurde Vorstellung gehalten haben und dementsprechend mit weniger verkauften BEV und mit mehr abgesetzten Verbrennern gerechnet haben.
        Damit haben wir jetzt schon zwei große Hebel, die die Marge maßgeblich beeinflussen: Stückzahl und gewährte Rabatte…und beide haben sich in den letzten Monaten so deutlich verschoben, dass alle Aussagen die älter als ein paar Wochen sind, komplett für die Tonne sind.

        Ein anderes Beispiel: Sagen wir mal, der Golf (Verbrenner) verkauft sich jetzt weniger als noch vor 6 Monaten geplant: VW muss Mitarbeiter in Wolfsburg vielleicht in Kurzarbeit schicken, wobei laut Tarif das Kurzarbeitergeld von VW aufgestockt wird. Andere erhalten vielleicht sogar eine Abfindung dafür, dass sie das Unternehmen verlassen: Werden Abfindungen und Aufstockungen fürs Kurzarbeitergeld jetzt auf die verkauften Golf umgelegt bei der Berechnung der Marge, weil der ja die Ziele verfehlt hat? Oder werden diese Kosten auf alle Modelle inkl. BEV umgelegt? Wie ist das generell mit den Fixkosten eines nicht ausgelasteteten Werkes? Rechnet VW, dass die jeder Golf mehr kostet, seit der Touran aus dem gleichen Werk ohne Nachfolger ausgelaufen ist, weil Grundsteuer, Pförtner, Werkfeuerwehr usw. weiter die gleichen Kosten bei weniger Fahrzeugen verursachen? Oder wird auch das über einen allgemeinen Schlüssel auf alle umgelegt, wenn man ein Montageband hat, das gar nichts produziert?

        Wie werden spätere Verkäufe (egal ob Ersatzteile oder auch Softwarepakete wie man sich z.B. später bei den BEV gegen Aufpreis weitere Farben in der Ambientebeleuchtung freischalten lassen kann) eingerechnet?

        Wenn der ID.7 in Emden und der Passat in der Slowakei zu deutlich geringeren Löhnen produziert wird: Ist das dann das „Pech“ des ID.7, dass die Zuordnung nicht umgekehrt ist? Wie wird eigentlich die Sanierung des Werks Zwickau auf den ID.3 umgelegt, nachdem das Werk vorher Jahrzehnte auf Verschleiß ohne Sanierung verschiedenste Modelle produziert hat? Ist es einfach „Pech“ für den ID.3, dass der die Abschreibungen neuer Anlagen tragen muss, während die Vorgänger-Verbrenner in Zwickau bereits abgeschriebene Anlagen „kostenlos“ nutzen konnten?

        Wenn VW den VFL Wolfsburg sponsort: Wie wird das auf die Fahrzeuge umgelegt? Nach Stückzahl? Nach erzieltem Umsatz? wenn auf der Bandenwerbung oder teils sogar auf dem Trikot auch mal ein konkretes Modell beworben wird: Wird das Sponsoring dann plötzlich nur noch diesem Modell zugeordnet?

        Sie merken: Die Marge pro Modell kann ein Konzern letztlich so hinrechnen, wie es grade ins eigene Weltbild passt. Eine wirklich objektive Auswertung kann es hier gar nicht geben und alles, was Konzernvorstände dazu öffentlich sagen, dient nur einer unternehmenspolitischen Agenda.

        Zum Antworten anmelden
        • Peter meint

          21.09.2026 um 11:35

          Dennoch bleibt auffällig, das BMW die Produktion für den iX3 ins maximal mögliche (24h) ausweitet, während VW dies z.B. beim ID.3(neo) in Zwickau nicht macht (es werden nicht alle Schichten gefahren und sogar über Schließung diskutiert), obwohl die Kunden da sind und mindestens seit 2024 mehrere Monate auf das bestellte Fahrzeug warten müssen.

        • brainDotExe meint

          21.09.2026 um 12:28

          BMW hat angekündigt dass sie mit dem iX3 Margenparität erreicht haben.
          Genaue Zahlen dazu haben sie nicht veröffentlicht, brauchen sie auch nicht.

        • Besser-BEV-Wisser meint

          22.09.2026 um 09:06

          Deshalb gibt es eine Deckungsbeitragsrechnung.
          In der Regel sogar mehrstufig. Damit kannst du solche Fragestellungen kaufmännisch korrekt beantworten.

        • MK meint

          22.09.2026 um 14:41

          @Peter:
          Stimmt. Das ist auffällig und zeigt aus meiner Sicht klares Managementversagen bei VW: Ich selber habe vor 1,5 Jahren einen Skoda Elroq auf der VW MEB-Plattform bestellt. Ergebnis war nicht einfach nur eine lange Lieferzeit, sondern auch ein Sonderrabatt nach Vertragsunterschrift dafür, dass ich einen anderen (gleich großen) Akku akzeptiere als den eigentlich von mir bestellten.
          Mir sagt das: Man hat zwar immer in der Öffentlichkeit davon geredet, dass man viel mehr BEV bauen wolle und auch in den eigenen Werken die Kapazitäten reserviert (hatte man ja sowieso übrig, weil die Verbrenner nicht mehr laufen…), bei den externen Zulieferern aber die Teile gar nicht bestellt. Das wiederum hat dazu geführt, dass bekanntermaßen viele Pläne zur Akkuzellfertigung (z.B. Northvolt in SH, SVolt im Saarland etc) gescheitert und viele Werke gar nicht erst gebaut worden sind. Jetzt fehlen wichtige Komponenten wie Akkus und der Aufbau der Feritgungskapazitäten dauert Jahre.
          BMW scheint sich hier wiederum früher entsprechende Mengen gesichert zu haben.

        • MK meint

          22.09.2026 um 14:43

          @brainDotExe:
          Und Sie glauben alles, was jemand behauptet ohne Infos dazu vorzulegen, wie er auf das Ergebnis gekommen ist? Auch haben Sie nicht beantwortet, von wann und aus welchem Zusammenhang Ihre Aussage zu VW stammt.
          Und wie gesagt: Ich glaube sogar, dass sowohl BMW als auch VW Berechnungen vorlegen können, die Ihre Aussagen belegen. Nur sind die halt alleine schon deshalb Humbug, weil sie auf Stückzahlprognosen basieren und nicht auf zum Ende des Lebenszyklus tatsächlich erreichten Stückzahlen.

        • MK meint

          22.09.2026 um 14:50

          @Besser-BEV-Wisser:
          Stimmt. Die gibt es. Aber halt nicht öffentlich für jedermann zugänglich in der Granularität um die Fragen, die ich in meinem Kommentar aufgeworfen habe zu beantworten.
          Wie gesagt: Es dürfte problemlos sein, mit komplett fehlerfreien Rechnungen 10% Marge für den VW Golf und -5% für den ID.3 zu „belegen“. Mit genauso fehlerfreien Rechnungen kann man aber auch ganz sicher das Gegenteil belegen…einfach, weil vieles auf Prognosen beruht (und die Prognosen zur Vergangenheit zu Wachstum der BEV und Absinken der Verbrennerzahlen waren ALLE komplett falsch) und weil es viele Kosten gibt, die man rechtlich korrekt unterschiedlich verteilen kann.
          Mal ein konkretes Beispiel: ich bin Marburger. Vor gut 10 Jahren wurde hier ein Impfstoffwerk von Novartis an GSK verkauft. Da sich gewinnbringende Unternehmen teurer verkaufen, änderte Novartis kurz vor dem Verkauf (im legalen Rahmen) die Bilanz; Ergebnis: Die ausgewiesenen Gewinne stiegen so stark, das Novartis 40 Mio. € Gewerbesteuer auf einen Schlag nur an die Stadt Marburg zahlen musste. GSK kaufte das Werk dann, prüfte die Bilanzen erneut…und erhielt die 40 Mio. € von der Stadt Marburg zurück. Eine Klage auf einen geringeren Kaufpreis oder wegen Steuerbetrugs gegen Novartis gab es nicht. Es war ja alles legal…man hat nur Spielräume ausgenutzt.

        • brainDotExe meint

          22.09.2026 um 17:08

          @MK:
          Wie gesagt, das sind Interna, welche man verständlicherweise nicht veröffentlicht.

          Man muss also einfach den Worten des Vorstandes glauben. Ist in der Regel auch kein Problem, bis auf wenige Ausnahmen werden die Investoren bei Aktienkonzernen nicht belogen.

  5. Futureman meint

    18.09.2026 um 10:47

    Es zeigt sich immer mehr, sobald passende E-Autos verfügbar sind steigt die Nachfrage massiv. Und es muss anscheinend nicht unbedingt preisgünstig sein. Denn auch vor dem E-Auto lag der Durchschnittspreis für Neuwagen in Deutschland bei über 40000€.

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    • eBikerin meint

      18.09.2026 um 12:37

      Denn auch vor dem E-Auto lag der Durchschnittspreis für Neuwagen in Deutschland bei über 40000€.
      Echt vor 2022 gabs gar keine eAutos?

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      • MK meint

        18.09.2026 um 14:12

        @eBikerin:
        Ich glaube, Futureman hat sich ungenau ausgedrückt, will aber damit sagen: Durch die Umstellung auf BEV geben die Leute nicht mehr Geld fürs Auto aus…zumal sich der Durchschnitt beim Verkaufspreis ja nicht an Hand der Anzahl der angebotenen Modelle, sondern auf Basis der Anzahl der verkauften Fahrzeuge ermittelt…und demnach war halt noch vor wenigen Jahren der Einfluss von BEVs auf den Durchschnittspreis kaum messbar.

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        • eBikerin meint

          18.09.2026 um 16:22

          Nein Futureman ist für sein Fakenews bez. sein gigantisches Nichtwissen bekannt.

        • Futureman meint

          19.09.2026 um 16:05

          MK hat es verstanden, andere nicht und retten sich in Fakenews-Verschwörungen. Leider haben es beim Auto auch noch mehr als die Hälfte nicht verstanden und kaufen ein Fahrzeug mit Auspuff. Das, obwohl es viele (bezahlbare) Alternativen gibt.
          Und wo ist eigentlich David? Mir fehlt die Kritik, in der noch wenigstens ein wenig Abstand enthalten ist.

        • MK meint

          22.09.2026 um 14:52

          @eBikerin:
          Hier geht es um einen ganz konkreten Kommentar und eine ganz konkrete Aussage. Ob jemand woanders falsch gelegen oder von mir aus sogar bewusst die Wahrheit verdreht hat, ändert ja nichts daran.
          Oder anders ausgedrückt: Fakten sind Fakten und Lügen sind Lügen. Das ändert sich nicht dadurch, wer sie ausspricht.

    • Andreas meint

      18.09.2026 um 14:36

      warum ist dann nur jeder zweite X3 ein iX3? Die Hälfte greift noch zum Verbrenner.

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      • Rob meint

        18.09.2026 um 14:59

        Wird dann wohl doch an den Kunden liegen, nicht am immer am bösen Hersteller der Auto gezielt „zurückhält“.

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      • MK meint

        18.09.2026 um 15:19

        @Andreas:
        Er sagt ja nur, dass die Nachfrage steigt…nicht, dass sie dann höher als beim Verbrenner sei.
        Und Sie müssen zugeben, dass noch vor 5 Jahren 50% BEV Anteil bei so einem Modell vollkommen illusorisch gewesen wären

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        • brainDotExe meint

          18.09.2026 um 17:40

          Nicht ganz, beim 4er/i4 war man auch relativ schnell bei 50% BEV, der ist vor 5 Jahren gestartet.

      • eBikerin meint

        18.09.2026 um 16:23

        Weil die einen Verbrenner wollen. So schwer zu verstehen?

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        • Future meint

          18.09.2026 um 19:05

          Und wenn der Verbrenner sofort lieferbar ist, was macht dann der verzweifelte Käufer, der ein Auto haben will und nicht 16 Monate auf das Elektroauto warten kann?

      • Till meint

        18.09.2026 um 17:28

        …weil der 75 jährige Rentner mit Eigenheim aus den 70gern nochmal eine fünfstellige Summe in die Wallbox investieren müsste, überbordenden VDE Vorschriften und Verteilnetzbetreibervorgaben, sei Dank. Da reicht der neue Schaltschrank für 9.000€ und die Wallbox inkl Verlegung für 3.000€ nicht aus. Es wird dann wegen „Neuanlage“ auch noch verlangt diverse Nassräume mit FIs auszustatten. Und wer zuhause noch die klassiche Nullung hat, darf noch eine Kernsanierung mit Leitungserneuerung veranschlagen. Da kann es sogar sechsstellig werden. Leider kein Horrorszenario, sondern bittere Realität.

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        • Futureman meint

          19.09.2026 um 16:09

          Da wird es Zeit, die Regeln Deutschlandweit anzupassen. Bei uns im Norden reicht (im schlimmsten Fall) ein neuer Zählerschrank für rund 2000€. Falls der Hausanschluss zu alt ist, übernimmt das der Netzbetreiber. Und eine gute Wallbox liegt inkl Montage bei 1500€.
          Insgesamt die Summe, die einige auch leicht für nutzlose Sonderausstattung wie Alufelgen ausgeben. Die machen sich wirtschaftlich dagegen nie bezahlt.

      • M. meint

        18.09.2026 um 19:24

        Das ist mehr als der Durchschnitt.
        Scheint ein überzeugendes BEV zu sein…

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      • Uli meint

        20.09.2026 um 11:42

        Bitte die deutsche oder europäische Brille absetzen – weltweit kaufen die Hälfte der Kunden noch einen Verbrenner. In meine Augen schade, aber für den Australienkunden wahrscheinlich nachvollziehbar.
        Wäre spannend zu erfahren wie der deutsche oder europäische Mix bei X3 / IX3 ist inklusive PHEV (ja in meinen Augen auch doof, aber für viele noch der Kompromiss zum Umsteigen wegen Wohnwagen ziehen, Reichweiteangst ….).

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