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Daimler Truck setzt weiter auf Wasserstoff und plant Millioneninvestitionen

18.09.2026 in Transport von Thomas Langenbucher | 4 Kommentare

Mercedes-Benz-NextGenH2-Truck

Bild: Daimler Truck

Daimler Truck plant, bis zum Ende des Jahrzehnts einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag in die Entwicklung von Wasserstoff-Lkw zu investieren. Das sagte Karin Rådström, Chefin des in Leinfelden-Echterdingen ansässigen DAX-Konzerns, der Deutschen Presse-Agentur. „Wir haben viel in batterieelektrische Fahrzeuge investiert, aber jetzt nehmen wir im nächsten Schritt sehr viel Geld in die Hand, um Wasserstoff zum Erfolg zu verhelfen“, wird die Managerin vom Manager Magazin zitiert.

Der Hersteller von Lkw und Bussen verfolgt bei der Dekarbonisierung des Transports eine Doppelstrategie aus rein batterieelektrischen und wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen. Viele Automobilhersteller hätten beim Wasserstoff einen Rückzieher gemacht, erklärt Rådström. Daimler Truck sei es daher wichtig, die Botschaft zu setzen, „dass wir Wasserstoff im Lkw-Verkehr definitiv als Teil der Lösung für die Dekarbonisierung Europas betrachten“.

Für bestimmte Kunden böten wasserstoffbetriebene Lkw Vorteile bei der Reichweite und Nutzlast sowie eine schnellere Betankung im Vergleich zum Aufladen von Batterien. Zudem werde es Grenzen beim Ausbau der Strominfrastruktur geben. „Es gibt eindeutige Anwendungsfälle, in denen unsere Kunden wirklich die Nutzlast und die Reichweite brauchen“, so die Daimler-Truck-Managerin. Das sei allerdings ein eher geringer Prozentsatz.

Die Entscheidung zwischen den Technologien hängt Rådström zufolge oft von länderspezifischen Preisen für Wasserstoff und Strom sowie der verfügbaren Infrastruktur ab. „Wir wollen nicht denselben Fehler machen, der im Bereich der Elektromobilität begangen wurde“, unterstrich sie. „Deshalb versuchen wir, schon sehr früh Partnerschaften aufzubauen und sicherzustellen, dass sich das gesamte Ökosystem entwickelt.“

Kürzlich hat Daimler Truck verkündet, mit Konzernen aus den Bereichen Transport, Energie und Industrie an einem Ökosystem für Wasserstoff zu arbeiten. Während rein batterieelektrische Lastwagen bereits im Angebot des Unternehmens sind, aber nur einen geringen Anteil am Absatz ausmachen, plant Daimler Truck den Einsatz einer Kleinserie von 100 Wasserstoff-Fahrzeugen ab Ende dieses Jahres.

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Via: Manager Magazin (kostenpflichtig)
Tags: LkwUnternehmen: Daimler Truck
Antrieb: Wasserstofffahrzeuge

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Futureman meint

    18.09.2026 um 13:54

    Wer sind denn diese „bestimmte Kunden“, die unbedingt Wasserstoff wollen?
    Könnte Daimler die paar nicht einfach einladen, einen E-LKW schenken und gratis laden dazu? Die gesparten Millionen bräuchten sie ja für zukünftige Krisen im Betrieb.

    Antworten
  2. Optimist meint

    18.09.2026 um 13:40

    Denen ist nicht mehr zu helfen!
    Siehe der andere Bericht „BYD Sattelzug in 20min geladen“.

    Antworten
  3. South meint

    18.09.2026 um 13:27

    „Das sei allerdings ein eher geringer Prozentsatz.“… so isch es, damit gewinnt man keine Blumentorf mehr. Und sogar für diese Nische wird es eher eFuels als H, denn dafür lohnt doch kein vollständiges Wasserstoffnetz mehr… bei der Grundlagenforschung darf der Staat großzügig sein, aber in dem Stadium von H ist die Machbarkeit schon lange bewiesen, es fehlt die Wirtschaftlichkeit…
    Übrigens auch schwer vollstellbar, dass H LKW ein Exportschlager werden, weil man ja eben ein H Netz braucht. Wie auch immer, allerspätestens jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, dass der Staat keinen Cent mehr nach H Autos pumpt und für alle anderen Fälle muss die Industrie die Kosten und das Risiko tragen. Denn wer wirklich dafür bezahlt, ist auch wirklich technologieoffen…. ;-)

    Antworten
  4. Jörg2 meint

    18.09.2026 um 13:14

    Warum soetwas? Sie sind der aktuelle Marktführer in der EU im Bereich eLkw. Sie müssten nur schneller skalieren.
    Weiß Daimler schon heute, dass das mit dem Skalieren nichts wird? Vorkette zu teuer? Zu hohe Stückkosten vs. chinesischer/amerikanischer Mitbewerber? Kein „Zubrot“ durch eigenen Ladestromhandel?

    Antworten

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