Die Fraunhofer-Allianz Batterien und südkoreanische Partner wollen ihre Zusammenarbeit in der Batterieforschung ausbauen. Bei einem Delegationsbesuch an der Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle (FFB) in Münster unterzeichneten die Beteiligten zwei Absichtserklärungen.
Zu den Partnern gehören die Korea Environment Corporation (K-eco), die Pohang University of Science and Technology (POSTECH) und die Stadt Pohang. Im Mittelpunkt stehen die gemeinsame Entwicklung neuer Batterietechnologien, Produktionsverfahren und Recyclinglösungen.
Die Vereinbarungen umfassen Forschungsaktivitäten entlang der Batterie-Wertschöpfungskette. Mit POSTECH und der Stadt Pohang sollen mögliche Projekte zu Materialien für Lithium-Ionen-Batterien und Batterien der nächsten Generation sowie zu Zelltechnologien, Produktionsverfahren, Recycling und Kreislaufwirtschaft untersucht werden. Die Stadt Pohang will entsprechende Aktivitäten mit lokalen Unternehmen und internationale Forschungskooperationen administrativ und förderpolitisch unterstützen.
Die Zusammenarbeit mit K-eco konzentriert sich auf das Recycling von Altbatterien sowie auf Zertifizierungs- und Qualitätssicherungsverfahren für zurückgewonnene Batteriematerialien. Darüber hinaus sollen Forschungsansätze zur Unterstützung der Einhaltung der EU-Batterieverordnung (EU) 2023/1542 untersucht werden.
„Die Entwicklung neuer Batterietechnologien und der Aufbau einer nachhaltigen Batterie-Wertschöpfungskette erfordern eine enge Zusammenarbeit von Forschung und Industrie über Ländergrenzen hinweg“, sagt Jens Tübke, Institutsleiter der Fraunhofer FFB und Sprecher der Fraunhofer-Allianz Batterien. „Mit unseren südkoreanischen Partnern wollen wir wissenschaftliche Kompetenzen bündeln und gemeinsam Lösungen für die Batteriezellfertigung und das Recycling entwickeln. Die beiden Vereinbarungen bieten eine wichtige Grundlage, um den fachlichen Austausch zu vertiefen und gemeinsame Forschungsaktivitäten auf den Weg zu bringen.“
Im Rahmen des Besuchs besichtigte die südkoreanische Delegation die Forschungsinfrastruktur „FFB PreFab“ in Münster-Amelsbüren. Dort können neue Batteriezellkonzepte und Produktionstechnologien mit europäischer Anlagentechnik unter industrienahen Bedingungen erprobt werden. Die Einrichtung ermöglicht es außerdem, die industrielle Skalierbarkeit innovativer Ansätze frühzeitig zu bewerten und ihre Überführung in die Großserienfertigung vorzubereiten.

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