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Nio will 2024 günstigere Elektroauto-Marke einführen

18.12.2023 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 7 Kommentare

NIO-ET7-Front

Bild: Nio (Symbolbild)

Das chinesische Elektroauto-Start-up Nio wird demnächst mit zwei weiteren Marken Fahrzeuge verkaufen. Mit den darüber angebotenen neuen Modellen möchte das Unternehmen seine Expansion vorantreiben.

Nio bietet mit der Kernmarke bereits mehrere Baureihen an: SUV, Crossover, Limousinen und einen Kombi. In Europa sind mittlerweile fünf Modelle verfügbar. Unter der Marke „Alps“ sollen 2024 weitere elektrische Pkw auf die Straßen kommen. Das Angebot ist laut Unternehmenschef William Li auf Familien als Zielgruppe ausgerichtet. Das soll die neue Marke von Nio unterscheiden, das ein „High-End“-Anbieter sei und entsprechend „emotionale“ Elemente bieten müsse.

Nio vertreibt in Deutschland seit Ende 2022 Elektroautos. Nach der Premiumlimousine ET7 liefert die Marke in Deutschland die mittelgroße Limousine ET5 und deren Kombiversion, die SUV EL6 und EL7 an Kunden aus – vorzugsweise via Abo, auf Wunsch der Interessenten aber auch als Kauffahrzeuge.

Li verriet laut Autocar, dass Alps in der Anfangsphase drei Modelle auf den Markt bringen werde, die online im Direktvertrieb verkauft werden. Mit Blick auf die Abgrenzung zu Nio sagte er, dass die Kernmarke kein Modell günstiger als die hierzulande ab 47.500 Euro plus Batteriemiete kostende Mittelklasselimousine ET5 anbieten werde. Alps dürfte demnach erschwinglichere Elektroautos bauen.

Die Marken Nio und Alps werden dem Bericht zufolge von einer dritten Marke unterstützt, die unter dem Codenamen Firefly bekannt ist. Diese solle noch günstiger als Alps elektrische Fahrzeuge verkaufen, die speziell für die europäischen Märkte entwickelt wurden und mit Konkurrenten wie VW, Renault und Ford konkurrieren sollen.

Neben den Plänen für den Massenmarkt teilte Li weiter mit, dass Nio an einem „High-End-Modell“ arbeite, mit dem sich das knapp zehn Jahre alte chinesische Unternehmen als Konkurrent von Audi, BMW, Mercedes-Benz und Porsche etablieren wolle.

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Via: Autocar
Tags: China, Europa, Start-upUnternehmen: Nio
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. derSchnabler meint

    19.12.2023 um 07:37

    Nio bietet jetzt im ET7 einen 150kWh Feststoffakku an der Achtung genauso groß und schwer ist wie der 75kWh Akku!
    Da werden wohl einige ganz komisch aus der Wäsche schauen :)
    Wer hat mehr daten zum diesem FESTSTOFFAKKU in Bezug auf Brennbarkeit, Haltbarkeit?

  2. Schlumpf7 meint

    18.12.2023 um 14:10

    NIO wird in absehbarer Zeit nicht so schnell der Atem ausgehen.

    https://de.marketscreener.com/boerse-nachrichten/nachrichten/Nio-erhalt-2-2-Milliarden-Dollar-vom-Investor-CYVN-aus-Abu-Dhabi-45588395/

    • ShullBit meint

      18.12.2023 um 16:01

      Diese Deutung ist ziemlich strange. Nio hat im 2. Quarter 835 Mio. USD verbrannt, im dritten Quartal 625 Mio. USD. Jetzt soll es neue Marken und neue Modelle geben. Man muss weiter viel Geld in den Ausbau der schwachsinnigen Wechselstationen investieren. Die 2,2 Milliarden hat Nio in 6-9 Monaten verbrannt.

      Umgekehrt wird ein Schuh draus: Nio muss noch auf Jahre laufend ein paar Milliarden an neuen Geldmitteln auftreiben können, um zu überleben. Das wird immer schwieriger, weil Nio rund 85% seines einstigen Börsenwertes verloren hat. Aber noch gelingt es.

      Wie ich schon schrieb: Nio ist noch nicht todgeweiht, aber es ist auch nicht sicher, dass Nio überleben wird.

  3. bs meint

    18.12.2023 um 13:15

    Keine Ahnung warum eine Marke ohne nennenswerte Markenimago noch ein 2tes ohne nennenswerte Image daneben stellen möchte.
    Ich denke noch immer ein der Übernahme von Mannesmann D2 durch Vodafon. Man hat gleich die Name geändert. Viele meinte das man diese tolle D2 Name nicht einfach wegschmeißen sollte. Aber sie haben es gemacht und könnten danach mit einer Marke weltweit Marketing durchführen. Es war die einzige richtige Entscheidung.
    Jetzt will NIO nochmal mehr Geld verschwenden durch 2 Werbekampagne mit ähnlichen nichtssagenden Floskeln wie Individuel, Karakter, Sportlich, Emotion, Individuell, etc durch Europa zu marschieren. Bei VW verbringen die mehr Zeit mit der Abgrenzung zwischen Audi, Porsche (und Phaeton damals) als mit guten eAutos zu bauen. Die kaufen die jetzt in China ein sowie die SW.
    Erfolgreiche Firmen stehen meisten immer mit einer Name im Markt. Manchmal noch einer dazu um B2C und B2B abzugrenzen und das wars denn. Z.B. Amazon, Apple, Tesla, Intel, Cisco, Dell, Samsung, BYD, etc etc.

  4. ShullBit meint

    18.12.2023 um 11:58

    Zu NIO gibt es seit Jahren andauernd Berichterstattung und das erweckt bei vielen den Eindruck, dass NIO bereits eine etablierte Größe bei BEVs sei. Letztes Jahr hat NIO weltweit 122.000 Autos abgesetzt. Das ist immer noch viel zu wenig, um überleben zu können. Gleichzeitig hat NIO eine hohe Cash-Burn-Rate und NIO hat aus Arroganz und Ignoranz der Europa-Einstieg maximal versemmelt. Das man jetzt billige Marken nachschiebt, die man erst noch kreieren muss, ist nicht weniger als das Eingeständnis totalen Scheiterns. Man hat bei NIO irrtümlich geglaubt, hier das Premium-Segment aufmischen zu können. Die Batteriewechsel-Technologie halte ich auch für eine Totgeburt. Es behindert Innovationen und der Aufbau eines Netzwerks an Wechselstationen ist kapitalintensiv.

    Ein Scheitern von NIO ist alles andere als zwingend vorgzeichnet, aber es ist auch alles andere als gesichert, dass NIO in 3 Jahren noch existiert.

  5. Futureman meint

    18.12.2023 um 11:01

    Immer neue Ankündigungen und gleichzeitig bleibt der Verlust pro verkauften Auto hoch. Das gab es bei anderen (nicht mehr existierenden) Herstellern auch.

    • Bernhard meint

      18.12.2023 um 16:01

      Das gab es bei einem anderen noch existierenden Hersteller aus Kalifornien auch.

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