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Lynk & Co: „Die Zielgruppe für Autoabos ist noch zu klein“

25.10.2024 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 12 Kommentare

Lynk-Co-02-2024-1

Bild: Lynk & Co (Symbolbild)

Die zum chinesischen Geely-Konzern gehörende Marke Lynk & Co stellt angesichts schwacher Absatzzahlen ihre Vertriebsstrategie um. Für Wachstum sollen zudem weitere Modelle sorgen. Neben einer neuen Generation des bisher angebotenen teilelektrischen SUV 01 startet bald der erste Vollstromer der Marke hierzulande. Ein zweites angekündigtes E-Auto kommt dagegen nicht hierher.

Der Anbieter geht von Auto-Abos als einziger Vertriebsoption auf Abstand. „Die Zielgruppe für Autoabos ist noch zu klein. Wir bieten deshalb seit Kurzem auch Leasing, Finanzierung und Miete an“, so der neue CEO Nicolas Lopez Appelgre im Gespräch mit car-editors.net. Auch mit dem reinen Online-Vertrieb und dem Verzicht auf physische Standorte mit Ausnahme von europaweit zwölf sogenannten Lynk Clubs ist es vorbei. „Wir bauen ein Vertriebsnetz auf und sind dazu bereits in konkreten Verhandlungen mit Autohändlern.“

Die Partner agieren Lopez Appelgre zufolge im klassischen Händlermodell, verkaufen die Fahrzeuge also auf eigene Rechnung. Parallel dazu verkauft Lynk & Co weiter online im Direktvertrieb an Endkunden. „Wir werden Online nicht in Konkurrenz zu unseren Händlern gehen“, erklärte der Manager. Man wolle vielmehr Partner sein und werde den Handel am Online-Verkauf finanziell beteiligen, etwa über eine Pauschale für die Auslieferung.

Die neue Version des 01, ein Plug-in-Hybrid, soll mit hoher rein elektrischer Reichweite eine gute Alternative zum Elektroauto sein. Es wird das Modell laut dem CEO aber künftig in zwei Ausstattungsvarianten geben. Die höherwertige Ausstattung werde rund 1000 Euro teurer, das Einstiegsmodell rund 3000 Euro günstiger als das jetzige, ab 46.000 Euro kostende Modell. Alles unter dem Blech der zweiten Generation sei quasi neu, der Antrieb, das Infotainmentsystem.

Die Marke hat in diesem Jahr die vollelektrische Limousine Z10 vorgestellt. Nach Europa wird sie laut Lopez Appelgre nicht kommen. Man habe keine Pläne dafür, der Markt für eine über fünf Meter lange Sportlimousine sei zu klein. Der kürzlich vorgestellte Crossover 02 auf Basis des EX30 der Konzernschwester Volvo ist dagegen für Europa vorgesehen.

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Via: car-editors.net
Unternehmen: Lynk & Co
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Sonja meint

    17.02.2025 um 14:24

    Ich war auch sehr skeptisch eine Zeit lang und hab mich gefragt, wer das nutzen soll, aber mittlerweile bin ich doch überzeugt davon, dass es Situationen gibt, in denen ein Auto Abo praktisch ist. Meine Schwester und ihre Familie hat für genau 6 Monate ein zweites Auto gebraucht, weil ihr Partner beruflich mehr mit dem Auto unterwegs war. Die wohnen zu weit außerhalb einer Stadt, um Carsharing oder die Öffis gut nutzen zu können und da hat sich das dann schon super angeboten. Man. muss halt schauen, dass im Angebot dann auch wirklich alles enthalten ist, dann muss man sich eigentlich um nichts mehr kümmern. Sie hat sich für Kia Flex entschieden, weil deren Erstauto auch ein Kia ist. Die sind super zufrieden, ist aber auch eine sehr spezielle Situation, für die sich das halt gut eignet.

  2. Tadeky meint

    26.10.2024 um 07:50

    Autoabo hat nicht das Risiko des Leasingfahrzeugs. Leasing hat Wartungskosten, Restwert, Nachzahlung bei Kratzern oder übermäßiger Abnutzung.

    Das Autoabo ist mit Versicherung, Wartung etc. das kostet entsprechend.

    Kleinwagen im Abo sind so teuer wie Mittelklassewagen im Leasing

    • Yoshi meint

      28.10.2024 um 08:10

      Ich nehme an beim Autoabo must du auch nachzahlen, wenn du Kratzer reinmachst.
      Restwert ist beim Kilometerleasing auch kein Thema, deshalb ist es ja so beliebt.
      600€ im Monat für einen lynk ist halt ein Wort, wenn man für die Hälfte auch einen Tiguan leasen kann. Da zeigt sich wieder, dass die Chinesen den deutschen Markt wirklich nicht verstehen.

  3. Dagobert meint

    25.10.2024 um 13:45

    Alles eine Frage des Preises: Wir sind jetzt ein Jahr lang eine GWM Ora 03 für 289 € im Monat im Abo gefahren und waren sehr zufrieden.

  4. Franz Mueller meint

    25.10.2024 um 12:54

    Lynk und Co ist halt keine Marke, sondern ein Verwerter der Fahrzeuge aus dem Geely Konzern. Man bekommt halt einen Zeeker mit einem anderen Logo.

    Die Marketing Strategie von Geely versteht eh keiner. Statt eine Marke aufzubauen und bekannt zu machen, bringt man lieber x-Marken raus und hält diese in Konkurrenz zueinander.

  5. Franky meint

    25.10.2024 um 12:37

    So lange ein Abo im Monat ~doppelt so viel wie Leasing kostet, bleibt die Zielgruppe auch klein. Das ist dann wirklich nur was für Leute, die ein Auto nur ein paar Wochen oder Monate benötigen.

  6. LOL meint

    25.10.2024 um 12:13

    Was ich nicht verstehe, wenn es ein reines Abo-Konzept ist, warum baut man dann Autos, die gebaut wurden um verkauft zu werden?
    Ein reines Abo-Auto könnte deutlich anders und damit günstiger gebaut werden, weil man bei einem Auto, das nur gemietet wird, Kompromisse eingehen würde, die man beim Kauf-Auto nicht eingeht. Siehe Cybercab, das ist ein sehr günstiges Auto, man hat alles weggelassen, sogar die zweite Sitzreihe, das würde so als klassisches Auto (mit Lenkrad) kaum jemand kaufen, aber das muss ich ja auch nicht. Allerdings, und das ist wahrscheinlich der Grund, man könnte das Auto dann nicht nach drei Jahren als Gebrauchtwagen so einfach verkaufen.

  7. David meint

    25.10.2024 um 12:03

    Auto Abos sind ja gar nicht so uninteressant. Im Geschäftsleben als Dienstwagen, wenn man gar nicht sicher sein kann, ob der Mitarbeiter länger im Unternehmen bleibt. Oder dann, wenn man keinen Leasingvertrag mehr bekommt, wie Rentner eines bestimmten Alters. Oder um eine begrenzte Zeit zu überbrücken. Sixt bietet so etwas seit Jahrzehnten an. Selbst als Unlimited Luxury ist das gar nicht so wenig gebucht. Hier passt halt einfach das Angebot nicht. Insofern sehe ich auch nicht, dass das im Verkauf anders sein könnte.

    • BEV meint

      25.10.2024 um 12:44

      verstehe auch nicht warum man die Kisten nicht einfach als Volvo vermarktet .. wozu eine Marke die hier keiner kennt

    • Tesla-Fan meint

      25.10.2024 um 13:29

      Ein Schäfer steht mutterseelenallein auf seiner Wiese und hütet seine Schafe. Plötzlich tauchte in einer großen Staubwolke ein nagelneuer Cherokee Jeep auf und hält direkt neben ihm. Der Fahrer des Jeep, ein junger Mann in Brioni Anzug, Cerrutti Schuhen, RayBan Sonnenbrille und einer YSL Krawatte, steigt aus und fragt ihn: „Wenn ich errate, wie viele Schafe Sie haben, bekomme ich dann eines?“

      Der Schäfer schaut den jungen Mann an, dann seine friedlich grasenden Schafe und sagt ruhig: „Einverstanden.“

      Der junge Mann parkt den Jeep, verbindet sein Notebook mit dem SatellitenHandy, geht im Internet auf eine NASASeite, scannt die Gegend mit Hilfe seines GPS Satelliten- Navigationssystems, öffnet eine Datenbank und 60 Excel-Tabellen mit einer Unmenge Formeln. Schließlich druckt er einen 150-seitigen Bericht auf einem HighTech-Minidrucker aus, dreht sich zu dem Schäfer um und sagt: „Sie haben exakt 1586 Schafe.“

      Der Schäfer sagt: „ Das ist richtig, suchen Sie sich ein Schaf aus.“
      Der junge Mann nimmt ein Tier und lädt es in den Jeep.

      Der Schäfer schaut ihm zu und sagt: „Wenn ich Ihren Beruf errate, geben Sie mir das Tier dann zurück?“
      Der junge Mann antwortet: „Klar, warum nicht.“

      Der Schäfer sagt: „Sie sind Unternehmensberater.“

      „Das ist richtig, woher wissen Sie das?“, will der junge Mann wissen.

      „Sehr einfach“, sagt der Schäfer, „Erstens kommen Sie hierher, obwohl Sie niemand gerufen hat, zweitens wollen Sie ein Schaf als Bezahlung haben dafür, dass Sie mir etwas sagen, was ich ohnehin schon weiß, und drittens haben Sie nicht die geringste Ahnung von dem, was ich hier mache!

      So, und jetzt hätte ich gerne meinen Schäferhund zurück.“

      • vector3d meint

        27.10.2024 um 22:11

        😀

  8. LOL meint

    25.10.2024 um 11:21

    oder: das Auto-Abo ist zu teuer

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