Der expandierende chinesische Elektroautobauer Nio hat vor wenigen Wochen mit Firefly seine nach Onvo zweite Submarke vorgestellt, mit der er den Massenmarkt erschließen will. Nun gibt es mehr Details zum ersten Firefly-Modell.
Der Fünfsitzer Firefly EV ist laut dem Zulassungsantrag in China 4,0 Meter lang, 1,78 Meter breit und 1,56 Meter hoch. Der Radstand wird mit 2,62 Metern angegeben. Damit handelt es sich nach europäischer Definition um einen Kleinwagen, Nio selbst bezeichnet das Erstlingswerk von Firefly als Kompaktmodell.
Aus dem Zulassungsantrag geht weiter hervor, dass der Elektromotor 105 kW/143 PS leistet. Damit soll eine Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h möglich sein. Das Leergewicht wird mit 1.492 Kilogramm angegeben.
Der Firefly EV nutzt eine Batterie mit LFP-Zellen (Lithium-Eisenphosphat). Deren Energiegehalt ist wie die Reichweite und Ladezeit noch nicht bekannt. Das Firefly-Modell soll wie Nio und Onvo den schnellen Batteriewechsel an dafür in mehreren Märkten aufgebauten Stationen unterstützen. Es werden ein eigenes Wechselsystem und damit auch eigenständige Tauschstationen erwartet. Details hierzu sind bisher nicht bekannt.
Der Fokus von Firefly („Glühwürmchen“) liegt auf urbaner Mobilität mit „intelligenten, intuitiven und geräumigen Autos“. Das Markenlogo sei vom Charakter des Glühwürmchens inspiriert, das vor Energie sprühe und die Freiheit der Bewegung repräsentiere, heißt es. Der Firefly EV hebe die Sicherheit von kompakten Wagen auf ein neues Niveau, verspricht der Hersteller. Das erste Auto sei so konzipiert und konstruiert, dass es unter anderem die neuesten Sicherheitsanforderungen in Europa erfülle.
„Wir bauen das Firefly-Auto so, dass es intelligenter ist als Mini und mehr Mini als Smart Cars“, warb Nio-CEO William Li bei der Vorstellung der neuen Marke. Kunden könnten über die Firefly-App Bestellungen einreichen. Die Autos sollen im April offiziell auf den Markt kommen. Wann in Europa gestartet wird, ist noch offen. Laut chinesischen Medien könnte die Einführung hierzulande wenige Monate nach dem Start in der Volksrepublik erfolgen.


M. meint
Die Reihenfolge geht so:
Firefly-App (ist fertig) -> Auto (kommt demnächst) -> Wechselstati…. naja, das hat noch Zeit. Erst mal eine in jedem Bundesland mit mehr als 10 Mio. Einwohnern. Wir wollen es ja nicht übertreiben.
Celsi meint
Hat sich der Designer wohl gedacht: der sieht zu bodenständig, fast chic aus, da ist die Nachfrage sicher hoch und das artet für uns in Arbeit aus. Lieber mal mit hässlichen 80er-Jahre-Roboter-Augen die Nachfrage halbieren.
Future meint
Wenn Preis und Leistung stimmen, dann werden sich die Kunden schnelle daran gewöhnen. Das passende iPhone hat ja auch diese 3 Augen auf der Rückseite.
Kaiser meint
Das Ding wird, wie so vieles kuriose auch aus China, ein Flop.
Future meint
Jaja, den Satz hat der großartige Steve Ballmer auch schon mal so ähnlich gebracht.
ID.alist meint
Honda e mit merkwürdige Scheinwerfer.
Future meint
Der Honda sieht gut aus – ich freue mich immer, wenn wieder einer gegenüber parkt. Vermutlich wird der Nio aber etwas mehr Reichweite bekommen als der Honda.
ID.alist meint
Mit LFP und nur 1,5t, vielleicht, aber wenn dann nur knapp.
Merkwürdig, dass NIO nicht mal die CLTC-Werte veröffentlichen will.
Mäx meint
Das sind alles Daten aus den chinesischen Zulassungsbehörde.
Und da muss zunächst die Batteriekapazität nicht gemeldet werden, nur Hersteller und Typ (LFP, NMC, Solid State etc.).
Es wurden die letzten Tage noch ein paar weitere Fahrzeuge gesichtet.
Der Xiaomi XU7, XPeng G7, BYD HanL, Tang L, Zeekr 007GT und auch das Model Y.
Mike meint
Die merkwürdigen Scheinwerfer zusammen mit einem sicher konkurrenzlos hohen Preis werden für überragende Verkaufszahlen in Europa sorgen. Zumindest hat das bisher immer gut mit Modellen chinesischer Hersteller funktioniert.
Thorsten G. meint
Ja, genau. Weil es ja die chinesischen Hersteller sind, die bisher durch erhöhte Preise auffallen, nicht etwa die deutschen. 🤡