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Ram streicht vollelektrischen Pick-up, nur noch Range-Extender-Version geplant

15.09.2025 in Neues zu Modellen von Thomas Langenbucher | 13 Kommentare

Ramcharger

Bild: Ram

Stellantis hat die vollelektrische Variante des Pick-up-Trucks Ram 1500 gestrichen. Die Entwicklung war bereits gestartet, die US-Marke des europäischen Stellantis-Konzerns sieht dafür wegen der schwächelnden Nachfrage nach E-Autos aber keinen Markt mehr.

Die Entscheidung folgt auf mehrere Verzögerungen für den Truck, den Ram 2023 vorgestellt hatte und der ursprünglich 2024 auf den Markt kommen sollte. Zuletzt hatte das Unternehmen laut Automotive News seinen Zulieferern mitgeteilt, dass die Produktion im Sommer 2027 beginnen würde.

Ram plant weiter, einen elektrischen Pick-up mit Verbrennungsmotor als Stromgenerator an Bord auf den Markt zu bringen. Dieses Modell, das ursprünglich Ramcharger hieß, soll nächstes Jahr in den Verkauf kommen und den Namen des eingestellten E-Trucks übernehmen – 1500 REV.

„Da die Nachfrage nach vollwertigen batterieelektrischen Trucks in Nordamerika zurückgeht, überprüft Stellantis seine Produktstrategie und wird die Entwicklung eines vollwertigen Batterie-Elektro-Pick-ups einstellen“, so der Konzern in einer Stellungnahme.

Die Marke hatte geplant, den rein elektrischen Ram mit zwei verschiedenen Batteriegrößen anzubieten, aber im Januar die Langstreckenversion gestrichen. Zuvor war im Dezember 2024 bekannt geworden, dass die Markteinführung auf 2026 verschoben werden und stattdessen zuerst der Ramcharger auf den Markt kommen soll. Nun wurde die exklusiv mit Strom fahrende Version ganz gestrichen.

Der Pick-up mit Verbrenner-Stromgenerator für mehr Reichweite, der nun 1500 REV heißen soll, werde „einen neuen Maßstab im Halbtonnen-Segment setzen“ und eine „außergewöhnliche Reichweite, Anhängelast und Nutzlastleistung“ bieten, so der Hersteller. Ram-CEO Tim Kuniskis sagte im Februar, dass das Modell eine Vielzahl von Käufern ansprechen sollte, da es die Schwachstellen eines reinen E-Autos beseitigt, indem es die Reichweitenangst nimmt und gleichzeitig ein angenehmes Fahrgefühl und sofortiges Drehmoment bietet.

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Via: Automotive News
Tags: Ram 1500 RamchargerUnternehmen: RAM Truck
Antrieb: Elektroauto, Hybridfahrzeuge

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Mary Schmitt meint

    15.09.2025 um 20:05

    In vierzehn Tagen sind Steuergutschrift und CO2-Ablasszettel im Trumpeltier-Reich Geschichte. Dann werden die nächsten Monate quasi keine Elektroautos mehr abgesetzt. Und die Prognose ist nicht gut.

    • Yoshi meint

      16.09.2025 um 06:56

      Warum nicht? BEVs sind do h in jeder Hinsicht überlegen, günstiger, und man muss nur 2 Sekunden einstöpseln statt sich minutenlang in giftige Dämpfe zu stellen? Warum ist so eine tolle Technik plötzlich tot, sobald sie nicht mehr massiv subventioniert und die konkurrierende Technik verteuert wird?
      Bestimmt stecken auch in den USA der ADAC und die Bild dahinter. Wer von euch hatte hier neulich noch mal behauptet, dass sich die bessere Technik automatisch durchsetzt?

      • M. meint

        16.09.2025 um 17:51

        Die andere Technik wird doch auch massiv subventioniert.

        Und, wie an anderer Stelle schon gesagt, ist klar, dass du das gleich wieder vergisst und erneut daran erinner werden musst.
        Ist aber kein Problem.

        auf der ganzen Welt werden fossile Energieträger massiv subventioniert, etwa 7 BILLIONEN Dollar waren es im Jahr 2022.
        Wenn man die nicht mehr hat, braucht man die Subvention dafür nicht mehr.
        Das leuchtet ein, oder?
        Und das bezahlt es dann auch.

        Ein paar Links:
        https://www.handelsblatt.com/unternehmen/energie/fossile-brennstoffe-subventionsabbau-beikohle-und-oel-fuehrt-zu-mehr-wohlstand/100139110.html
        https://de.statista.com/infografik/31006/volumen-der-weltweiten-subventionen-fuer-fossile-brennstoffe/
        https://www.zew.de/presse/pressearchiv/subventionen-auf-fossile-energienutzung-schaden-wohlstand-fiskus-und-klima
        https://www.geothermie.de/bibliothek/lexikon-der-geothermie/s/subsidenz-geologie-bergbau/subvention-im-energiesektor

      • Yoshi meint

        17.09.2025 um 08:09

        Aber auch mit Subventionen, also zum heutigen Stand, ist das Bev do h die günstigere Lösung, oder nicht? Also warum vermutet der Ausgangskommentar denn dann, dass es sich nicht automatisch durchsetzt?

    • Deine Mudder meint

      16.09.2025 um 07:40

      Ein paar kalifornische Hippster werden trotzdem weiter E-Autos kaufen, vll. gerade zum Trotz.

      • Future meint

        16.09.2025 um 08:25

        Kalifornien soll ja der größte Automarkt sein in Amerika, auch bei den Elektoautos. Und Gouverneur Newsom hat angekündigt, für die ganzen linken Hippster und Wokis eine eigene Kaufhilfe bei den Elektroautos einzuführen. Aber Trump wird ihm dann bestimmt wieder das Militär schicken, um die Sache mit dies n Elektroautos endlich zu beenden. Für Rivian wird es das Ende sein, denn die haben keinen anderen Markt. Tesla ist groß genug. Bei Lucid wird man sehen.

        • M. meint

          16.09.2025 um 16:11

          Dass das alles „linke Hippster und Wokis“ sind, geben die Marktanteile nicht her.
          Da wären aktuell mindestens 38% der Verkäufe, die wohl kaum von Hippstern und Wokis stammen können, weil ja nur Schafe beim Bau der eigenen Schlachtbank mitarbeiten würden. Daher müssen rechte Unterstützer am Werk sein.

  2. M. meint

    15.09.2025 um 13:39

    Mit Nordamerika als Hauptmarkt für Pickups kann man sich schon gut vorstellen, dass sich unter den aktuellen politischen Bedingungen ein E-Pickup nicht keinen Vorteil bringt – außer dem Klima, und das wurde abgewählt, so wie der EE-Ausbau und der Ausbau von Ladeinfrastruktur.
    Unter den Pickup-Fahrern sind viele Menschen, die genau das so wollten, und für die übrigen rechnet sich das inzwischen auch nicht mehr.
    Kaum jemand wird dort noch einen E-Pickup kaufen.

    Traurig zwar, aber folgerichtige Entscheidung bei Stellantis.
    Nur bei dem Rex bin ich mir noch nicht sicher. Sieht für mich eher nach Nische aus. Einen V8 bekommt der ja vermutlich nicht…

  3. Dirk meint

    15.09.2025 um 13:16

    Diese Autos kann man nur in den USA richtig verkaufen – und die kacken gerade ab.

    Es liegt also nicht einfach an der „allgemeinen Nachfrage“, sondern am anvisierten Hauptmarkt – also der trumpschen Politik. Das traut er sich aber nicht sagen.

  4. Couch Kartoffel meint

    15.09.2025 um 12:55

    Chrysler geht in den USA den Bach runter. Stellantis hat es geschafft die 4 US Marken genauso runter zu reiten wie Citroen, Lancia, Maserati und Alfa.

    Dodge verkauft noch paar Transporter und wenige Autos. Chrysler verkauft gar nix mehr und Jeep verkauft inzwischen Geländewagen mit Motörchen des 500er Fiat.

    • bach meint

      16.09.2025 um 08:36

      Lancia, Maserati und Alfa Romeo waren vor der Fusion schon ziemlich runtergewirtschaftet. Vor allem Lancia hatte nur in Italien noch den Ypsilon auf Panda-Basis. Bei Chrysler sah es nicht viel besser aus. Ich will nicht sagen, dass Stellantis mit den US-Marken etwas richtig macht, dafür kenne ich mich mit den US-Marken und im US-Markt nicht zu wenig aus, aber dass Stellantis bzw. vorher PSA vollkommen gesunde Hersteller/Marken übernimmt und dann kaputt macht ist falsch. Opel war auch seit den 90ern am untergehen und Fiat selbst bestand gefühlt nur aus 500er und Panda.

  5. Deine Mudder meint

    15.09.2025 um 12:40

    Beim V8 ist man auch zurückgerudert, außerhalb Nordamerikas ist das Modell eh irrelevant, auch wenn man sie hierzulande immer öfter sieht.

    • Deine Mudder meint

      15.09.2025 um 12:41

      PS:

      https://www.auto-motor-und-sport.de/neuheiten/ram-1500-mit-v8-hemi-ist-wieder-da-grosser-motor-als-symbol-des-protests/

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