Lotus hat vor einem Jahr mit dem Theory 1 die Studie eines Elektro-Supersportwagens vorgestellt. Der dreisitzige Bolide mit potentem Allradantrieb wurde damals eine Vision künftiger intelligenter Hochleistungsfahrzeuge genannt. Ein Topmanager verriet nun, dass das Fahrzeug nahe an einem möglichen Serienmodell ist.
Ben Payne, Vizepräsident für Design bei der Lotus Group, sagte im Gespräch mit Autocar, das Konzept sei „bewusst“ als realistischer Designvorschlag konzipiert worden und seine wichtigsten Merkmale und Details lägen „durchaus im Bereich des Möglichen“. Payne nannte den Theory 1 einen „skalierbaren Innovationszeitplan”, der kaum Elemente enthalte, die ihn für die Produktion unbrauchbar machen.
„Es gibt Dinge an diesem Auto, die wir jetzt umsetzen können“, so der Manager. „Das Auto in seiner Gesamtheit tatsächlich in Produktion zu bringen, ist zwar etwas unrealistisch, aber es gibt einen Ausblick auf die Zukunft.“ Payne wies darauf hin, dass die Dimensionen des Theory 1 nahe an denen des 2024 eingeführten elektrischen Supersportlers Evija liegen und damit im Rahmen eines Serienfahrzeugs. Und viele seiner Technologien seien neue Interpretationen oder Weiterentwicklungen von Systemen, die bereits in der Serie vorhanden sind.
Es hänge nur von der Kundennachfrage ab und davon, ob die Leute daran interessiert sind, erklärte Payne. Auf die Frage, ob der Theory 1 mit Blick auf die Praxistauglichkeit entwickelt wurde, antwortete er: „Ganz bewusst. Das Rad- und Reifenpaket stammt direkt vom Evija, daher ist die Kombination keineswegs ausgefallen. Es handelt sich um ein Bremssystem der nächsten Generation, aber die Reifen- und Radgröße entspricht genau der des Evija. Also nichts Verrücktes.“
Es gibt laut Payne nur wenige kleine Hindernisse, die Lotus daran hindern, den Theory 1 zu homologieren. „Um ganz offen und ehrlich zu sein, besteht die größte Herausforderung darin, dass das Auto kein Scheibenwischersystem hat. Daher müsste der Motorraum neu konfiguriert, die Scheibe etwas nach hinten versetzt und ein Scheibenwischer für den legalen Einsatz eingebaut werden.“
Lotus hat derzeit offiziell keine Pläne, eine Serienversion des Theory 1 zu realisieren. „Derzeit ist es ein Schaufenster für die Zukunft“, so Payne. Aktuell sei der Fokus, die Verkäufe der „Lifestlye“-Elektroautos Eletre und Emeya anzukurbeln und das Unternehmen wirtschaftlich solide aufzustellen. Für mehr Absatz und ein finanziell nachhaltiges Geschäft sei ein Modell wie der Theory 1 nicht gerade gut geeignet.

Tinto meint
Theorie? Hat sich den Namen nicht schon längst Tesla reserviert?
Matthias meint
Scheibenwischer oder Motorraum? „Es kann nur einen geben“.
Die Chinesen bauen die irrwitzigsten E-Autos, mit 3000PS auf 496 km/h, und der Rest der Welt kommuniziert die irrwitzigsten Dinge über und mit E-Autos die gar nicht gebaut werden weil das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Jaguar-Wokemobil, und ein Lotus-Scheibenkleister der auch noch „Theory“ genannt wird. Wenn ACBC das wüsste.
M. meint
Es gibt/gab diverse Patente zum Thema „Scheibe mit Luft trockenpusten“
Ich bin zwar auch nicht sicher, dass das funktioniert, aber das könnte man doch mal testen.
E.Korsar meint
Zur Not vielleicht, aber Reinigung der Windschutzscheibe mittels gepulster Laserstrahlen ist viel cooler. Oder wir nutzen den Leidenfrost-Effekt aus. Spielt Geld eine Rolle?
M. meint
Vermutlich. Also, vielleicht nicht 5 oder 10k, aber irgendwann schon. Und zu viel Reichweite sollte es nicht kosten!
Vielleicht ginge auch der Lotos-Effekt (fast hätte es gepasst). Natürlich braucht das eine gewisse Geschwindigkeit, aber mit einem solchen Lotus will man doch gar nicht langsam fahren.
Wie funktioniert das mit den Laserstrahlen?
E.Korsar meint
Kannst du dich nicht mehr erinnern?
„Tesla erhält Patent für Laser-„Scheibenwischer“
Tesla könnte in Zukunft Fahrzeugscheiben und Photovoltaik-Oberflächen per Laser reinigen. Das amerikanische Patentamt hat am 7.9.2021 ein entsprechendes Patent unter der Nummer 11.110.896 B erteilt.“
Sollte doch in 1000000 Robotaxis Ende 2021 eingebaut werden. Wo fahren die eigentlich?
M. meint
Du, sorry….
Wenn ich mir alles merken müsste, was Tesla und der Mastermind jemals auf die Straßen bringen wollten, aber nicht auf die Straße brachten… dann bräuchte ich einen SD-Kartenslot. ;-)
Den bräuchten die Aktionäre an sich auch – gut, dass den keiner hat…
Die Robotaxis sind in Austin, soweit ich weiß.
Sind halt eher Taxis, und ein wenig verzählt hat man sich auch.
Dass du auch immer alles so wörtlich nehmen musst!