Renault Trucks stellt eine interaktive Karte bereit, die alle öffentlichen Ladestationen für Elektro-Lkw in Europa zeigt. Das frei zugängliche Tool soll einen transparenten und aktuellen Überblick über das bestehende und geplante Ladenetz bieten.
„Damit wird deutlich: CO₂-armer Straßentransport ist längst Realität. Entlang der zentralen Verkehrsachsen steht bereits heute eine Ladeinfrastruktur bereit, die den effizienten Einsatz von Elektro-Lkw im Fernverkehr ermöglicht“, so der Nutzfahrzeughersteller.
Ein flächendeckendes, leistungsstarkes und einfach zugängliches Ladenetz sei der Schlüssel zur Energiewende im Güterverkehr, betont Renault Trucks. Entlang der wichtigsten europäischen Transportkorridore entstünden immer mehr Ladepunkte für Elektro-Lkw. Dank dieser bestehenden und im Ausbau befindlichen Stationen könnten Transportunternehmen ihre Routen heute schon zuverlässig auch über lange Strecken planen.
Die von Renault Trucks veröffentlichte Karte listet aktuell fast 500 öffentliche Ladestationen in Europa auf (Stand: 30. September 2025): 191 betriebsbereite Lkw-Ladestationen, 157 Lkw-kompatible Tankstellen mit Ladeinfrastruktur und 135 geplante Lkw-Ladestationen.
Diese Standorte ermöglichten es Fahrern, ihre vorgeschriebenen Pausen zum Aufladen zu nutzen – „ohne Produktivitätsverlust oder Verzögerungen“, erklärt der Nutzfahrzeughersteller. Schon heute decke das Netz die wichtigsten europäischen Transportkorridore ab:
- North Sea-Baltic-Korridor (Amsterdam – Warschau, 1.200 km): 13 Lkw-spezifische Ladestationen, davon 7 im Aufbau oder in Planung
- Rhine-Alpine-Korridor (Rotterdam – Genua, 1.240 km): 13 Stationen, darunter 3 im Aufbau
Darüber hinaus seien zahlreiche Ladepunkte verfügbar, die zwar nicht speziell für schwere Nutzfahrzeuge konzipiert, jedoch mit diesen kompatibel sind. In naher Zukunft werde zudem das MCS-Laden (Megawatt Charging System) ein nahezu vollständiges Aufladen innerhalb weniger Minuten ermöglichen.
Ein zügiger Ausbau öffentlicher Lkw-Ladestationen sei Voraussetzung für die breite Nutzung von Elektro-Lkw, unterstreicht Renault Trucks. Die Volvo Group – zu der auch Renault Trucks gehört – treibe diesen Fortschritt mit dem Joint Venture Milence aktiv voran. Ziel sei der Aufbau eines europaweiten Netzes von Hochleistungsladestationen für Lkw und Busse. An Milence beteiligt sind auch Daimler Truck und die Volkswagen-Tochter Traton.

BG meint
Schlechte Karte! Es wird mir 600kW oder sogar 900kW bei Aral Standorten rund um Hamburger geworben! Es handelt sich um 2x oder 3x300kW Ladestationen!
Micha meint
Das wird die Gesamtanschlussleistung sein. Die maximale Ladeleistung ist doch extra angegeben.
Jörg2 meint
Soetwas erwarte ich eigentlich von Seiten der interessierten Politik. „Seht her: auf diesen Strecken geht es schon prima!“
Ossisailor meint
Tobias Wagner alias „Elektrotrucker“ hat schon eine App speziell für E-Trucker bereitgestellt, die ständig aktualisiert wird. Mit der lässt sich für die Fahrer und Disponenten jede Tour durch Deutschland und die Nachbarländer planen. Neuestes Produkt von ihm: ein Trucker-Chip, mit der sich Fahrer nur durch Vorhalten an der Ladesäule identifizieren und den Ladevorgang freischalten können und so nicht nach den diversen Ladekarten suchen müssen.