Opel-Chef Florian Huettl begrüßt die neue staatliche Elektroauto-Kaufprämie und berichtet dem Portal Edison bereits kurz nach der Vorstellung der Subvention von spürbaren Effekten.
Aufgrund gestiegener Nachfrage hat Opel die Produktion in Eisenach und Rüsselsheim hochgefahren, um längere Lieferzeiten zu vermeiden. Parallel stimuliert der Hersteller den Absatz mit niedrigen Leasingraten. Huettl sieht darin einen wichtigen Impuls für den Markt, wünscht sich aber Nachbesserungen bei der Ausgestaltung der Förderung.
In Eisenach, wo der Grandland Electric gefertigt wird, und in Rüsselsheim mit dem vollelektrischen Astra ist die Produktion flexibel auf eine stärkere Nachfrage nach E-Autos vorbereitet. Diese Anpassungsfähigkeit sei Teil der Multi-Energy-Strategie, erklärt Huettl. Der Grandland habe sich im zweiten Halbjahr deutlich in den deutschen Top Ten positioniert, nachdem alle Motorisierungen verfügbar waren. Zugleich betont der Manager, dass weiterhin an der Kostenseite gearbeitet werden müsse.
Die Bundesregierung will mit der Prämie insbesondere Privatkunden ansprechen, die bislang im E-Auto-Markt unterrepräsentiert sind. Huettl verweist auf Erfahrungen aus Frankreich, wo „Social Leasing“ binnen zwei Monaten 40.000 neue Kunden gewann und den Privatmarkt um zehn bis fünfzehn Prozent wachsen ließ. Auch in Deutschland erwartet Opel, dass die Förderung die Nachfrage ankurbelt, zumal viele Autofahrer ihre Fahrzeuge zuletzt länger genutzt hätten und der Fuhrpark altere.
Befürchtungen, die Prämie könne nur ein kurzfristiges Strohfeuer sein, teilt Huettl nicht. In Frankreich sei der Elektroanteil auch nach Auslaufen der Förderung hoch geblieben. Kritisch sieht er jedoch, dass die deutsche Prämie ausschließlich Neuwagen fördert. Eine solche Regelung setze die Restwerte von Gebrauchtwagen unter Druck. Der Opel-CEO spricht sich dafür aus, junge Gebrauchte einzubeziehen, zeigt sich aber insgesamt zuversichtlich und bewertet die Maßnahme als starkes Signal der Politik.
Im Markt registriert Opel bereits deutliches Interesse. „Wir sehen ganz klar Bewegung“, sagt Huettl mit Blick auf hohe Online-Zugriffe, stark frequentierte Händlerbetriebe und rege Nachfrage bei Aktionen wie dem „Opel-Angrillen“. Durch die Prämie als Anzahlung seien Leasingraten von 220 Euro für den Astra und 249 Euro für den Grandland möglich. „Das ist dann schon Elektromobilität für alle – made in Germany.“

R2D2 meint
Und da soll noch einer sagen, es gäbe ein Umverteilung von unten nach oben…
Fakt ist, die Leasingraten sind wirklich interessant. Vergessen wird aber, das man bei Leasing eine Vollkaskoversicherung braucht und dann, wenn die Elektrokiste nach Ablauf zurückgeben wird, hat der Käufende nix in der eigenen Hand. Sprich, seinende Lage hat sich inwieweit verändert? Eben. Ein ganz dolles Gefühl gehabt für 2 oder 3 oder 4 Jahre ein Neuwagen gefahren zu haben. Super.
als ich mal arm war, hab ich mir alte Gurke gekauft, hab die allein mit Hauftpflicht versichert und konnte damit sogar an den Gardesee fahren. Ohne app oder google maps. Nach 2 Jahren Besitz konnte ich die für den selben Preis wieder verkaufen…
Gunnar meint
Jedem das seine. Die einen fahren gerne günstige Gebrauchtwagen, die anderen wollen lieber etwas mehr bezahlen für Neuwagen. Was ist daran das Problem?
Dass du dich über Neuwagenleasingnehmer lustig machst, zeigt eigentlich nur deinen Neid und deine Verbitterung.
T. meint
Gunnar, den Spruch aus deinem ersten Satz kenne ich irgendwoher. Ich vermeide ihn zu benutzen.
Tom meint
Ist bei Wohnung doch genau so Miete ist kleiner als Kaufpreis
brainDotExe meint
Mal ganz abgesehen von der Finanzierung, wer macht den bei einem Neuwagen keine Vollkaskoversicherung?
Selbst für junge Gebrauchte bis 10 Jahre, würde ich je nach Wert auch eine Vollkaskoversicherung abschließen.
Dimi meint
Genau so ist es
Elvenpath meint
Auf jeden Fall. Wenn man sich die Preise ansieht, die auch schon kleine Beschädigungen kosten, wird einem schwindelig.
Dagobert meint
Leasingraten mit 5000 € Anzahlung waren schon immer interessant – blöd nur, dass ich über die Förderung vom Staat genau 0 € davon zurückbekomme…
Gernot meint
Stellantis hat einen riesigen strategischen Fehler gemacht: Sie haben konsequent auf Mischplattformen gesetzt, damit sie dasselbe Modell als Verbrenner, Hybrid und Elektroauto anbieten können. Sie bauen zumindest bei den größeren Modellen kein einziges reinrassiges Elektroauto. Alle Elektroautos basieren da auf Mischplattformen. Aber Mischplattformen bedeuten Kompromisse. Der 4 Jahre ältere Hyundai Ioniq 5 ist mit 4,65m exakt genau so lang wie der neue Opel Grandland. Er bietet aber 22 cm mehr Radstand, d.h. deutlich mehr Platz im Innenraum. Er lädt doppelt so schnell. Er ist deutlich leichter. Er verbraucht auf 100 km 2 kWh weniger als der Opel. Er bietet einen Frunk und der Opel nicht. usw.
Alles Nachteile, die man sich mit Mischplattformen fängt. Technisch sind die Stellantis-BEV völlig unterlegen und Opel muss über den Preis verkaufen, was gegen Chinesen und Koreaner eine Strategie ist, die kaum aufgehen wird.
Mal abgesehen davon, dass ich eigentlich kein SUV-Käufer bin, finde ich den Opel Grandland im Kleid des Jeep Compass optisch durchaus gelungen. Aber es braucht große Rabatte um den so attraktiv zu machen, dass die Nachteile in den Hintergrund treten.
T. meint
Liege ich falsch, oder hat es mit Mischplattformen bei anderen Herstellern, z.b. BMW, funktioniert?
Christian meint
Es hat funktioniert ist richtig, weil es die Vergangenheit beschreibt, für eine Übergangszeit. Inzwischen haben auch Mercedes und BMW reine BEV Plattformen. Das ist die Zukunft.
brainDotExe meint
Es funktioniert auch weiterhin.
Sowohl Mercedes als auch BMW haben, inzwischen neben reinen Elektroplattformen, auch weiterhin Fahrzeuge auf Basis einer Mischplatform im Angebot, auch ganz aktuelle Modelle wie der CLA.
Es kommen in den nächsten Jahren sogar neue Modellgenerationen als BEV auf Basis dieser Mischplatformen.
banquo meint
Du liegst richtig und BMW hatte damit dennoch Erfolg. Ich würde aber Interessenten an EV-Fahrzeugen aus den von Gernot genannten Gründen eher zur reinen EV-Plattform raten.
Micha meint
Mischplattformen können gut sein. Siehe zB die aktuellen BMWs oder auch sogar den technisch beeindruckenden neuen CLA, der ja noch mit Verbrenner nachgereicht wird. Das Problem von Stellantis ist eher, dass sie schlechte (E-)Autos bauen. Unzuverlässig, technisch von vorgestern und dafür noch zu teuer.
Gernot meint
Vielleicht nimmst Du zur Kenntnis, dass der CLA in ausnahmslos jedem Test für die Platzverhältnisse auf der Rückbank zerrissen wird.
Vielleicht nimmst Du zur Kenntnis, dass Mercedes selbst indirekt eingestanden hat, dass es ein Fehler war, den CLA auf eine Mischplattform zu bauen. Kurz nach der Vorstellung den CLA hat Mercedes mitgeteilt, dass man auch zukünftig vorhat, Modellreihen als Verbrenner/Hybrid und Elektroauto anzubieten, diese aber auf unterschiedlichen Plattformen basieren werden. Der CLA war das letzte komplett neue Modell auf Basis einer Mischplattform. Drei mal darfst Du raten, warum Mercedes zu der Erkenntnis gekommen ist.
Micha meint
Streite ich gar nicht ab. Aber trotz Verbesserungspotential ist es ein tolles Auto und meilenweit besser als die Stellantis-Kübel.
brainDotExe meint
„Vielleicht nimmst Du zur Kenntnis, dass der CLA in ausnahmslos jedem Test für die Platzverhältnisse auf der Rückbank zerrissen wird.“
Wen interessiert es?
Vielleicht nimmst du zur Kenntnis, dass das ein CLA ist, da erwartet niemand viel Platz auf der Rückbank. Im Durchschnitt fahren weniger als 2 Personen mit einem Auto.
„Der CLA war das letzte komplett neue Modell auf Basis einer Mischplattform. Drei mal darfst Du raten, warum Mercedes zu der Erkenntnis gekommen ist.“
Ist schlicht und einfach falsch.
Der GLB und der kommende GLA basieren ebenfalls auf der Mischplatform MMA.
F. K. Fast meint
Immer wird auf Mischplattformen rumgehackt. Versteh ich nicht – wir haben 3 Mischplattformen in der Familie und sie zählen zu den sparsamsten BEV. Außer TM3 kommt keine reine BEV-Plattform bisher in die Bereiches solch niedrigen Verbrauchs.
ap500 meint
Ich vermute das TM3 hat als einziges ein Siliziumcarbidleistungsekeltronik.
T. meint
https://teslamag.de/news/teslas-reichweiten-geheimnis-elektroauto-branche-siliziumkarbid-chips-40796
Haubentaucher meint
Ich versteh das schon ;-)
Vorteile der BEV-Plattform gegenüber Mischplattformen:
Höhere Reichweite und Effizienz: Durch das optimierte Packaging kann ein größeres Akkupaket im Fahrzeugboden untergebracht werden, ohne den Innenraum zu beeinträchtigen.
Bessere Raumökonomie: Da keine Komponenten für Verbrennungsmotoren (wie Getriebetunnel) eingeplant werden müssen, entsteht ein großzügigeres Platzangebot (flacher Boden, kürzerer Vorderwagen).
Verbesserte Fahrdynamik: Der tiefe Schwerpunkt durch die Platzierung der schweren Batterie im Fahrzeugboden sorgt für stabileres Fahrverhalten.
Gewichtsoptimierung: Obwohl der Akku schwer ist, können BEV-Plattformen leichter konstruiert werden, da sie nicht die strukturellen Anforderungen für Verbrennungsmotoren erfüllen müssen
Ein Frunk ist auch praktisch
F. K. Fast meint
Bisher haben reine BEV-Plattformen noch nicht bewiesen, dass sie sparsamer als Mischplattformen sind, vor allem weil sie meistens durch den untergeschnallten Akku höher sind.
Der Ford Puma beweist, dass auch Mischplatformen gute Frunks haben können.
Bessere Raumökonomie: du meinst, dass man dann hinten wie ein Frosch sitzt und der oft verbaute Heckantrieb keinen besonders großen Kofferraum erlaubt? Da warte ich doch lieber noch auf den kommenden ID.Polo.
Verbesserte Fahrdynamik? Hat doch jedes BEV. Oder kennst du eines, wo der Akku oben ist?
M. meint
Wenn du das nächste mal mit deiner KI redest, frag sie mal, warum Mischplattformen (angeblich) keine Batterie im Fahrzeugboden haben können.
Das wäre doch mal spannend.
Elvenpath meint
Ich denke nicht, dass die Mischplattform für langsameres Laden des Akkus verantwortlich ist.
Gewichtsunterschied mit dem jeweils größten Akku ist ca. 60 Kilo… na ja.
Der Grandland ist bei etwas gleich gutem cw-Wert breiter und deutlich höher. Schon das alleine kann den Verbrauchsunterschied ausmachen.
Der Grandland hat zwar weniger Beinfreiheit im Fond, aber dafür einen größeren Kofferraum. Das ist einfach vom Konzept her anders. Die Fondpassagiere sollen akzeptablen Beinraum haben, aber extra groß braucht er nicht zu sein. Lieber ist mir da ein größerer Kofferraum. Ich denke, das geht vielen so.
Fazit: Die Nachteile durch die Mischplattform sind minimal.
P.S.: Einen großen Vorteil haben die Stellantis Modelle auf jeden Fall von der Konkurrenz aus Asien: Vernünftige Türgriffe.
Gernot meint
Zumindest mit Spiegeln ist die Ioniq 5 breiter. Bei der Variante mit dem größten Akku ist der Grandland 195 kg schwerer. Mit Frunk bietet der Ioniq 5 mehr Stauraum.
Mehr Innenraum, mehr Stauraum, mehr als 10% Verbrauchsvorteil, doppelt so schnelles Laden. Aber klar: Das Fazit ist dann, dass der Grandland gleichwertig ist.
Jochen hat in Mathe, Deutsch, Physik, English überall eine 1 oder 2. Elvenpath hat überall eine 3 bis 4. Aber Elvenpath ist in der Schule eigentlich genau so gut. Er hat halt ein anderes Konzept von Noten.
🤡
Elvenpath meint
Und Gernot hat ein anderes Konzept von Logik.
Die Karosserie des Grandlands ist breiter. Größere Spiegel bringen dir keinen größeren Innenraum. ;-)
Der Frunk bringt dir nicht so viel, wenn du dein Auto mit Koffern bepackst, oder einfach irgend etwas Großes im Kofferraum unterbringen musst.
Mit dem jeweils großen Akku wiegt der Ioniq 2060 Kg und der Grandland 2120 kg. Das sind 60 Kilo Unterschied.
Elvenpath meint
Gernet:
Ach sorry, es ging bei der Breite um Aerodynamik.
Die Karosserie des Grandlands ist breiter und höher. Das macht halt mehr Verbraucht. Ist doch nicht so schwer zu verstehen, oder?