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Chinesischer Elektroautobauer BYD: Absatz bricht zum Jahresauftakt ein

02.02.2026 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 9 Kommentare

BYD-Han-EV

Bild: BYD

Der chinesische Hersteller von reinen Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeugen BYD war im letzten Jahr erstmals der führende Verkäufer von nur mit Batterie betriebenen Pkw. Doch gleich im ersten Monat des neuen Jahres muss das Unternehmen schlechte Zahlen melden: Im Januar wurden fast ein Drittel weniger Fahrzeuge verkauft als noch ein Jahr zuvor. Es ist schon der fünfte schwächelnde Monat nacheinander.

Die Verkäufe sanken im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 30,1 Prozent auf 210.051 Fahrzeuge, wie der chinesische Stromer-Hersteller in einer Börsenmitteilung erklärt. Einen Grund für den Rückgang nannte das Unternehmen aus China nicht. BYD kämpft aber mit externen Unsicherheiten und einem harten Preiskampf auf dem Heimatmarkt. Vor diesem Hintergrund wurde auch die Produktion gedrosselt und ging um 29,1 Prozent zurück.

Lichtblick blieb das Auslandsgeschäft mit 100.482 exportierten Autos im Januar. Für das Gesamtjahr peilt BYD im Export ein Ziel von 1,3 Millionen Fahrzeugen an. Dies entspräche einem Plus von 24 Prozent gegenüber 2025, liegt allerdings unter den ursprünglich in Aussicht gestellten bis zu 1,6 Millionen.

Um die globale Präsenz zu stärken, soll in diesem Jahr unter anderem ein neues Werk in Ungarn in Betrieb gehen. Im vergangenen Jahr hatte BYD vor allem auch dank starker Auslandsverkäufe Tesla als weltweit größten Anbieter von Elektroautos abgelöst.

BYD verkauft Pkw unter der Kernmarke sowie über die Premiummarke Denza und die Luxusmarke Yangwang. Das Unternehmen bietet zudem elektrische Nutzfahrzeuge wie Lkw und Busse an.

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Via: Ntv
Tags: China, VerkaufszahlenUnternehmen: BYD
Antrieb: Elektroauto, Hybridfahrzeuge

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Mary Schmitt meint

    02.02.2026 um 14:36

    Das war ja das neue Schwert der Tesla-Fans gegen die deutschen Hersteller seit ihre Lieblingsmarke selbst von Fans nicht mehr ernsthaft ins Rennen gebracht werden konnte. Aber auch da wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Gab ja letztes Jahr schon Ärger mit Scheinzulassungen.

    Antworten
    • T. meint

      02.02.2026 um 19:58

      Du meinst also, die große Party, BYD hat Tesla überholt, ist vorbei? Ich habe da sowieso nicht an eine Beständigkeit dieses Erfolges geglaubt. Nun scheinst auch du dem Recht zu geben.

      Vielleicht liegt es auch daran, dass Tesla mit die solidesten Finanzen hat, auch wenn für die Zukunft schon länger anderes orakelt wird.

      Antworten
      • M. meint

        05.02.2026 um 11:33

        Ich glaube nicht, dass BYD so tief fällt.
        Tesla verdient aktuell noch Geld mit den Autos, das stimmt – aber das meiste Geld verdienen die mit den Autos der anderen Hersteller (Stichwort CO2). Das waren 2025 grob 60% des Gewinns – oder etwas mehr.
        Die Sache ist: diese Quelle versiegt.
        Die Autos, die keine wesentlichen Updates bekommen, verkaufen sich immer schlechter:
        S: eingestellt
        X: eingestellt
        CT: wieder halbiert vs. Vorjahr (Werksauslastung < 10%)
        3/Y -10% (ungefähr)
        Semi: nicht da
        Roadster: nicht da
        Cybercab: nicht da
        (und der Roboter auch nicht, nur der Vollständigkeit halber, auch wenn's kein Auto ist)
        Das Portfolio nähert sich einer Null-Linie, was die Profitabilität angeht.

        Antworten
  2. Gernot meint

    02.02.2026 um 10:34

    Der Markt in China wächst zwar, aber er wächst nicht unendlich. Leapmotor, Geely, Xiaomi und Xpeng haben stark zugelegt, lagen über den eigenen Erwartungen für 2025 und dann muss es auch ein paar Verlierer geben. BYD, GWM, Nio und Li Auto haben 2025 zwar teils Wachstum erzielt, aber die eigenen Absatz-Ziele für 2025 krachend verfehlt.

    Für den chinesischen Markt kann ich das nicht beurteilen, aber in bezug auf den europäischen Markt hat BYD meines Erachtens ein großes Designproblem. Kein einziges Modell ist top designed und es gibt null Markenidentität. „Billig“ funktioniert aufgrund der Zölle nicht.

    Antworten
    • M. meint

      02.02.2026 um 15:53

      Das meiste. Den Seal finde ich optisch an sich ganz nett.
      Da scheitert es einfach an anderen Dingen.

      Antworten
    • MK meint

      02.02.2026 um 16:52

      Trotzdem steht in diesem Artikel quasi zwischen den Zeilen etwas ganz spannendes: BYD hat erstmals in einem Monat fast genau so viele Autos ins Ausland verkauft wie in China selber. Damit etabliert man sich dann doch als Weltkonzern und ist keine chinesische Firma mehr, die aus Prestigegründen (man erzählt chinesischen Kunden „sogar Deutsche kaufen lieber unsere Fahrzeuge als VW/Audi/Mercedes/BMW“) ein paar Fahrzeuge ins Ausland verscherbelt.

      Antworten
      • M. meint

        02.02.2026 um 16:57

        „man erzählt chinesischen Kunden „sogar Deutsche kaufen lieber unsere Fahrzeuge als VW/Audi/Mercedes/BMW““
        Echt? Das erzählen die?
        Die belügen also ihre Kaufinteressenten, weil von denen eh niemand lesen und sich selbst informieren kann?
        Ok… dumme Kunden kann jede Firma brauchen.

        Antworten
        • T. meint

          02.02.2026 um 20:00

          Du musst den letzten Satz einfach noch mal lesen. Er enthält eine Negierung, vielleicht für dich ein wenig versteckt. Ich habe sie gefunden und helfe dir gerne weiter, wenn Du möchtest.

        • MK meint

          03.02.2026 um 09:29

          Noch vor 10 Jahren galten auch in China deutsche Autos als technologisch führend und in Deutschland Fahrzeuge zu verkaufen war in China wirklich ein Werbeargument. Das ist aber mittlerweile vorbei. Gleichzeitig zeigt sich eben auch bei BYD immer mehr: Wer bei chinesischen Kunden punkten kann, kann es überall auf der Welt.

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