Laut Berichten will Audi den Kleinwagen A2 (Artikelbild) neu beleben. Das Einstiegsmodell soll in der Neuauflage ein Elektroauto sein und könnte noch vor Jahresende vorgestellt werden. Fotos im Netz sollen ein noch ausgiebig getarntes Vorserienauto zeigen.
Tatsächlich zeigen die Bilder eine Fahrzeugform, die an den Ur-A2 erinnert. Der Prototyp wirkt dabei insgesamt etwas größer und voluminöser als sein Vorgänger mit Verbrennungsmotor. Vorn scheint die Designsprache von Audis aktuellen Elektroautos mit weitgehend geschlossenem, stilisiertem Grill durchzudringen. Hinten ist die größte Ähnlichkeit mit dem ersten A2 zu erkennen, wo ein markanter „Bürzel“ das Heckfenster teilt und wie ein integrierter kleiner Spoiler wirkt.
Die Wiederauflage des A2 ist laut Berichten schon weit fortgeschritten. Die Markteinführung soll 2027 geplant sein. Die Baureihe gilt als Ersatz für die ab diesem Jahr nicht mehr angebotenen Kleinwagen A1 und Q2. Als Preis werden umgerechnet um die 35.000 Euro erwartet. Aktuell kostet das erschwinglichste Elektroauto von Audi mit dem SUV Q4 e-tron mindestens 46.150 Euro.
The 2027 Audi A2 e-tron has been spied testing in a winter wonderland with a very polarizing design philosophy. In addition, the liftback will sit on top of the automaker’s scalable MEB platform and offer up to around 322 hp and over 350 miles of electric range. #Audi #A2etron pic.twitter.com/CpXXIGCYhC
— GearheadCole ⚙️ (@cole_marzen) February 12, 2026
Der kommende A2 sollte auf der 800-Volt-SSP-Plattform des Volkswagen-Konzerns basieren. Doch aufgrund langwieriger Verzögerungen bei dieser Elektroauto-Architektur wird der Insidern zufolge stattdessen auf dem bewährten E-Auto-Baukasten MEB des Konzerns fahren.
Bestätigt ist bislang nur, dass Audi einen vollelektrischen Kompaktwagen anbieten wird. Das Modell als Batterie-Pendant zum bisherigen A3 gilt bislang als Nachfolger von A1 und Q2 als neues Einstiegsmodell der Ingolstädter. Den neuen Erlkönigfotos zufolge wird es aber ein noch kompakteres E-Auto geben, das als A2 e-tron um Kunden werben soll.

South meint
Das wird spannend… wer kauft sich einen gut bepreisten kleinen Audi auf einer alten MEB Plattform, weil der Konzern SSP nicht auf die Reihe bringt…. was soll da schon schiefgehen…?
EVrules meint
Oh jee – wenn man diese Lichtsignatur sieht, scheinen die Designer und das Management kaum noch Sinn oder Verstand für elegante Formen und Linien zu finden.
In der Front scheint dem Q4 E-Tron ähnlich, die Rückleuchten irgendwas zwischen Porsche und Mercedes (Anleihen vom CLA).
Die Basis kommt vom ID.3, der Heckdeckel scheint praktischer geschnitten zu sein, wenn auch ungewöhnlich und dem Ur-Ioniq quasi gleich oder Prius 4 ähnlich.
VW kann um Andreas Mindt mehr als froh sein, bei Audi vermisst man so eine Person schwerlichst.
Future meint
Ich erinnere mich, dass die Nachbarn damals auch nicht verstanden haben, warum ich mir so einen hässl ichen A2 gekauft hatte. Ein paar Jahrzehnte später waren die Reaktionen bei meinem i3 dann wieder so ähnlich.
EVrules meint
Wobei ich weder den A2 noch den i3 als hässlich wahrnehme, natürlich sind sie keine „Prollautos“, wie es Audis oder BMWs sein können, aber es sind konzeptionell sehr durchdachte und pfiffige PKW, die durchaus auch Spaß machen können.
Aber der Ur-i3 und Ur-A2, wie auch das A2-Concept aus 2011 waren allesamt kohärent und eigenständig in ihrem Design – der ID.3-A2 scheint das zu vermissen.
Future meint
Beide Fahrzeige waren ikonisch für ihre Zeit und haben entsprechende Designpreise bekommen. Die meisten Autokäufer erwarten allerdings wohl Entwürfe, die so aussehne, als würde das neue Auto bereits seit 10 Jahren gebaut. Deshalb waren doch Golf oder Corolla jahrelang so erfolgreich.
Tinto meint
Sind immer noch sehr erfolgreich, und das nach der langen Bauzeit. Da machen die beiden Hersteller sicherlich vieles richtig.
Davon abgesehen hast du eindeutig die falschen Nachbarn.
Future meint
Meine Nachbarn sich total nett, aber sie haben keinen guten Geschmack. Einige haben sogar ihre Verbrenner abgeschafft. Allerdings haben sie sich trotzdem nicht getraut, ein Elektroautos anzuschaffen – weil keine Lademöglichkeit vor dem Haus usw. Aber sie sind auf Carsharing umgestiegen und leihen sich da hin und wieder ein Elektroauto.
LOL meint
diese komische wellige Plastikfläche vorne, die nicht getarnt ist, was soll das darstellen?
Das ist ein Elektroauto, was soll dieses antiquierte Designelement?
M. meint
Bist du sicher, dass das so kommt, nur weil es „nicht getarnt“ ist?
Mäx meint
„[…] Designelement“
Herzlichen Glückwunsch, du hast dir die Antwort in der Frage selbst gegeben.
Solange es den Windwiderstand nicht erhöht ist doch völlig egal wie das vorne aussieht.
Die Projektionsfläche ist eh da, es muss nur der Widerstandswert passen.
Siehe z.B. iX von BMW, der trotz der riesigen Nieren vorne einen recht guten cw Wert von 0,25 hat, also relativ gut (Model X z.B. 0,24).
Tinto meint
Eine nicht getarnte Tarnung ist das.
MrBlueEyes meint
Ein elektrischer A4 e-tron (Sportback + Avant) wäre sinnvoller als nächstes Modell… aber der soll ja erst 2028 oder so kommen…
Bis dahin nimmt BMW mit dem i3 Audi in dem Segment die Butter vom Brot…
Ich hatte mal einen A4 Quattro, schönes Auto… aber mittlerweile ist die Firma BEV-technisch etwas abgehängt und völlig uninteressant…
CaptainPicard meint
Geht halt nicht mit MEB oder PPE, dafür braucht es die niedrigere Bauweise der künftigen SSP-Plattform und die verzögert sich. Eigentlich sollte sie ja dieses Jahr mit Trinity starten aber das hat Blume ja als erstes gekillt.
Besser-BEV-Wisser meint
Blume hat gesehen das Dietz Planungen nicht machbar war und es zeitlich neu planen lassen.
Und da der Engpass die Softwareentwicklung, hat er das JV mit Rivian eingeleitet. Ob das allerdings der richtige Schluss war wird sich weisen…
Simon meint
Ein riesiger Fehler von Audi keinen A4 auf der PPE Plattform zu realisieren. Mercedes hat den CLA und bald die C Klasse und BMW den i4 und bald den i3.
CaptainPicard meint
Ich nehme mal an er wird auf dem MEB+ Baukasten basieren der auch im ID.3 und ID.4 Refresh verwendet wird und somit mit der neuen Cell-to-Pack Batterie (und LFP-Option) und dem APP350 Motor kommen.
Geht man vom identischen Radstand aus scheint er hinten ein paar wenige cm länger als der ID.3 zu sein, also vielleicht 4,30 Meter. Was halt fast einen halben Meter länger als der originale A2 mit 3,83 Meter ist. Und deutlich breiter wird er auch, das ist ja durch den Baukasten ebenfalls vorgegeben.
Envision meint
Hoffentlich mit einiges über 400l Kofferraum, die 385l in den bisherigen ID3 und Derivate sind für viele wie unsere kleine Familie einfach zu wenig und will möglichst keinen SUV. paar Zentimeter hinten mehr zum ID3 würden reichen, leider auf den Bildern nur bedingt erkennbar.
hu.ms meint
Die „kleine familie“ = max. 3 Pers. kann doch locker hinten 2/3 umklappen und den kofferraum vergrössern. Ist bei mir dauerzustand.
LarsDK meint
Bein einer kräftigen Bremsung fliegen einem dann die Sachen aus dem Kofferraum um die Ohren, tolle Lösung! Unser Kind sitzt nicht gerne alleine hinten und darum ist es bei uns mehr der Beifahrersitz der nicht besetzt ist, da kann man dann auch keine Rücksitze umklappen.
CaptainPicard meint
Ich denke er ist hinten um die 3-4 cm länger als der ID.3 und das Heck ist deutlich weniger schräg als beim ID.3, womit das Volumen steigen sollte aber vor alle dürfte man auch sperrigere Dinge besser reinbringen.
Future meint
Der alte A2 hatte einen enorm großen Kofferraum durch die hohe Heckklappe. Das konnte man ja bis oben hin volladen.
Steffen meint
Selbst getarnt sieht das neue Modell schon deutlich besser aus als das alte. ;-)
Ich interessiere mich nicht wirklich für Audi, aber gut, dass sie auch was in der weniger teuren Kategorie anbieten wollen. Da schafft der eine oder die andere vielleicht früher den Absprung zur E-Mobilität.
ID.4 statt Golf meint
Irgendwie bleibt bei VW die große Frage im Raum was Audi denn nun sein soll. Sportlicher als Cupra? Weniger Sportlich Luxuriös als Porsche? Und doch keine eigene Technik sonder einmal hier und einmal da, sportlich aber doch komfortabel für den Chef einer kleinen bis mittleren Firma, aber zu teuer für den normalen Außendienstler? Dann noch mal schnell Formel 1… Naja, vor 20 Jahren konnte ich mir als Teenager den A2 noch vorstellen als erstes oder zweites Auto… 10 Jahre später war ich dann aber mehr als glücklich statt einem A3 doch den VW Golf gewählt zu haben. War einfach in jeder hinsicht besser und günstiger als der Audi… nur optisch vielleicht etwas biederer.
LMdeB meint
Riecht nach REdesigntem ID4.
Mäx meint
ID.3
ID.4 = Q4
ID.alist meint
Und deswegen glaube ich nicht, dass dieses Auto A2 heißen wird.
CaptainPicard meint
Wie soll es sonst heißen? Von der Länge wäre es etwas kürzer als ein A3 Sportback aber nie im Leben wird Audi ein so hohes MPV A3 nennen. Der richtige elektrische A3 kommt dann mit der SSP-Plattform zusammen mit dem Golf und Octavia.
Bliebe theoretisch noch der Q2 aber das Ding ist optisch nicht als SUV konzipiert. Bis zum Heck ist es praktisch identisch mit dem ID.3 was Dimensionen und Linienführung betrifft. SUVs würde man ganz anders designen, siehe Elroq.
Mäx meint
Völlig richtig, das sehe ich auch so.
Es ist weder ein A3 Sportback, noch ein Q2 oder Q3.
Da man die Bezeichnung A2 von früher noch kennt und daraus eine Art Geschichte machen kann ist der Name einfach naheliegend.
Selbst die Form ähnelt sich ja sehr.