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EU will Elektroauto-Förderung an lokale Wertschöpfung knüpfen

17.02.2026 in Autoindustrie, Politik von Thomas Langenbucher | 11 Kommentare

VW-Produktion

Bild: VW (Symbolbild)

Die Europäische Union plant laut einem Bericht, Hersteller von Elektroautos, die staatliche Unterstützung erhalten, dazu zu verpflichten, dass ein Großteil der Komponenten ihrer Fahrzeuge in der EU hergestellt werden. Damit wolle Brüssel die lokale Industrie vor der starken Konkurrenz aus China zu schützen.

Die EU wolle außerdem vorschreiben, dass mindestens 25 Prozent der aus Aluminium hergestellten Produkte und 30 Prozent der für Fenster und Türen im Bausektor verwendeten Kunststoffe in der EU gefertigt werden müssen, um für staatliche Subventionen infrage zu kommen oder von öffentlichen Aufträgen zu profitieren. Das geht aus einem Gesetzentwurf hervor, der der Financial Times vorliegt.

Das Gesetz zur Förderung der Industrie, das am 25. Februar von der EU-Kommission veröffentlicht werden soll, zielt laut dem Bericht darauf ab, die Industrien der EU zu schützen. Unter anderem, indem bei öffentlichen Ausschreibungen die CO2-Emissionen berücksichtigt werden müssen.

Der Gesetzentwurf sieht laut der Financial Times vor, dass neue Elektro-, Hybrid- und Brennstoffzellenfahrzeuge, die von staatlichen Programmen zur Förderung des Kaufs von Fahrzeugen profitieren oder von öffentlichen Stellen gekauft oder geleast werden, innerhalb der EU montiert sein müssen und mindestens 70 Prozent ihrer Komponenten, gemessen am Preis, in der EU hergestellt sein müssen. Ausgenommen davon ist die Fahrzeugbatterie. Die Gesetzgebung sieht aber vor, dass mehrere Hauptkomponenten der Batterie aus der EU stammen müssen.

Noch handelt es sich nicht um eine finale Gesetzgebung. So könnte der Financial Times zufolge der Schwellenwert von 70 Prozent für Komponenten noch geändert werden.

Europas größte Automobilhersteller, Volkswagen und Stellantis, haben im Februar mehr Unterstützung von der EU für den Bau von Elektroautos gefordert. Volkswagen-Chef Oliver Blume und Stellantis-Manager Antonio Filosa drängen darauf, die heimische Produktion bei den EU-Klimaregeln zu bevorzugen. Sie fordern zudem finanzielle Anreize. „Jedes Elektrofahrzeug ‚Made in Europe‘ sollte einen CO₂-Bonus erhalten“, so die Unternehmen.

Andere Automobilhersteller haben eine „Made in Europe“-Regelung für lokale Inhalte gefordert, die über die EU hinaus auf Produktionszentren wie die Türkei und Großbritannien sowie große Handelspartner wie Japan ausgeweitet wird. BMW warnte dagegen davor, dass solche Vorschriften unnötige Kosten und Bürokratie bringen würden.

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Via: Financial Times (kostenpflichtig)
Tags: EU, ProduktionAntrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Jeff Healey meint

    18.02.2026 um 17:44

    „„Jedes Elektrofahrzeug ‚Made in Europe‘ sollte einen CO₂-Bonus erhalten“, so die Unternehmen.“

    Okay.
    Aber nur, wenn die nachweislich mit grünem Strom produziert werden.

    Antworten
  2. paul meint

    18.02.2026 um 07:22

    Der Plan ist ja gut aber…….. Die Förderung ist für den Kunden kaum Spürbar weil in der EU alles so teuer ist . Und ich glaube mit solchen Gesetzen fördert die Industrie nur Ihren Zuwachs und Gewinnzahlen. ich denke man sollte nicht über andere Meckern mit jeder Staatlichen Förderung greift der Staat in die Marktwirtschaft ein , und dann ist es Planwirtschaft

    Antworten
  3. R2D2 meint

    17.02.2026 um 16:07

    Damit wolle Brüssel die lokale Industrie vor der starken Konkurrenz aus China zu schützen.
    …..

    schlafen die in Brüssel wirklich so tief? Der nette Viktor aus Ungarn hat doch alles schon vorbereitet und lockt jeden, JEDEN Hersteller an. Weil dort die Rahmenbedingungen stimmen. Strom hat der ohne Ende, Wärme, fähige Arbeitskräfte, Platz für Industrie und nette „Steuern“abgaben….

    Aber wir quartschen lieber über Passierschein 38 und DIN ISO 0815/7411

    Antworten
    • Future meint

      17.02.2026 um 21:03

      Vielleicht hat Orban ja bei Habeck nachgefragt, wie man sowas umsetzt mit viel grüner Zukunftsindustrie und dem Ausbau vom Erneuerbaren Energien. Das schafft Arbeitsplätze und Wohlstand in Ungarn. Wer hätte das gedacht bei Orban.

      Antworten
      • brainDotExe meint

        17.02.2026 um 22:07

        Glaubst du Orban interessiert ob die Industrien „grün“ sind?
        Im Gegenteil, der holt auch Verbrenner Werke ins Land.

        Antworten
      • atamani meint

        18.02.2026 um 08:21

        @Future
        Satire bitte kennzeichnen…
        Habeck und die grüne Zukunftsindustrie? Meyer Burger ist Pleite gegangen.
        Und Intel, Northvolt, Wolfspeed, ACC sind erst gar nicht gekommen…trotz Mrd Förderung. Dtld hat mit die höchsten Strom und Energiekosten der Welt. Trotz fast 60% EE Anteil. Aber immer noch über 360g CO2 bei Strom, während unser Nachbarland Frankreich seit fast 40 Jahren bei 40-60g rumdümpelt..;)

        Aber zum Strom un Ungarn. Der AKW Anteil beträgt 35%und mit dem begonnenen BAu von Paks 2 wird man den Anteil auf über 50% bringen!
        Ach und ja, Siemens Energy ist beim AKW Neubau Paks 2 ja scheinbar auch rausgeflogen…schlecht für die deutsche Wirtschaft.

        Antworten
      • M. meint

        18.02.2026 um 11:09

        Oben stellst du eine These auf, um dann gleich so zu tun, als wäre es so gewesen, und überraschend.
        Ist dir das selbst wenigstens aufgefallen?

        Antworten
      • Future meint

        18.02.2026 um 12:10

        Die grüne Wirtschaft sei ein Markt, der jährlich um 30 Prozent wachse und Hunderttausenden von Familien direkt und Millionen von Familien indirekt eine Lebensgrundlage und gut bezahlte Arbeitsplätze für die nächsten Jahrzehnte biete – das hat nicht Habeck gesagt, sondern László György von der ungarischen Regierung in 2024.

        Der Anteil von Solarstrom im ungarischen Strommix erreichte 2025 29 Prozent. Damit belegte Ungarn den ersten Platz in Europa. (MDR, 16.02.2026)

        Viele moderne grüne Zukunftsindustrien aus dem Bereich der Elektromobilität und Batterietechnik, siedeln sich aus einer Kombination strategischer, wirtschaftlicher und politischer Gründe in Ungarn an. Die Ansiedlungen sind Teil einer gezielten Regierungsstrategie zur Transformation der Wirtschaft. (Augsburger Alkgemeine, 30.07.2024)

        Es ist wohl nicht die ganz schlechteste Strategie für Ungarn, die sich Orban da ausgedacht hat.

        Antworten
        • M. meint

          18.02.2026 um 17:32

          Vielleicht war das gar nicht Orban, sondern László György.
          Aber BTT, ok?

  4. F. K. Fast meint

    17.02.2026 um 14:52

    Wird nicht passieren, solange hiesige Hersteller auch Fahrzeuge im Ausland billig herstellen aber hier teuer verkaufen wollen.

    Antworten
    • M. meint

      17.02.2026 um 17:25

      Und das machen alle?
      Besonders, wenn die Förderung so kommt?

      Antworten

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