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Tesla startet Startup-Programm für Akkufertigung in Brandenburg

09.07.2026 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 9 Kommentare

Bild: Tesla

Tesla startet mit der „Cell Giga Challenge“ ein Innovationsprogramm für die Batteriezellfertigung am Standort Grünheide in Brandenburg. Startups erhalten durch diese Initiative die Möglichkeit, ihre Technologien direkt in der Akkufertigung der deutschen „Gigafactory“ nahe Berlin zu erproben. Gesucht werden Lösungen, die die Qualität, Effizienz und Skalierbarkeit der Produktion verbessern können.

Die Initiative richtet sich an Startups mit Technologien für die industrielle Batteriezellproduktion. Der Fokus liegt dabei auf Bereichen wie Materialien, Anlagen, Fertigungsprozesse, Automatisierung sowie Künstliche Intelligenz. Bewerber müssen nachweisen, dass ihre Entwicklungen die Zellfertigung bei Qualität, Geschwindigkeit, Kosten, Sicherheit oder Skalierbarkeit messbar verbessern.

Das Programm ist in fünf Phasen gegliedert und beginnt mit einer Online-Bewerbung sowie der Prüfung eingereichter Konzepte. Es folgen technische Fachgespräche und ein Pitch vor Vertretern von Tesla. Die erfolgreichsten Teilnehmer dürfen ihre Technologie im Rahmen eines bezahlten Pilotprojekts gemeinsam mit Teslas Akku-Team unter realen Produktionsbedingungen testen.

Die Bewerbungsfrist endet am 24. Juli, während der Programmstart für August geplant ist. Organisiert wird die „Cell Giga Challenge“ gemeinsam mit der Berliner Startup-Plattform JUNI. Diese wird von der UNITE gGmbH betrieben und erhält unter anderem Förderung über das EXIST-Programm des Bundeswirtschaftsministeriums.

Ziel der Initiative ist es, Innovationen aus der Startup-Szene schneller in die industrielle Batteriezellfertigung zu überführen. Die Challenge steht im Zusammenhang mit dem Aufbau einer Batteriezellproduktion in der Brandenburger Gigafactory von Tesla. Der US-Elektroautopionier hatte im Mai angekündigt, die geplante Jahreskapazität der künftigen Zellfertigung von 8 auf 18 GWh zu erhöhen. Dafür sollen weitere 250 Millionen US-Dollar investiert werden.

Zusammen mit bereits angekündigten Maßnahmen summieren sich die Investitionen in den Aufbau der Zellfertigung laut Tesla und JUNI auf rund 350 Millionen US-Dollar. Mit einer Jahreskapazität von 18 GWh könnte das Werk künftig Batteriezellen für etwa 250.000 bis 350.000 Elektroautos pro Jahr produzieren. Die Fertigungsaufnahme wurde von Tesla zuletzt für die erste Jahreshälfte 2027 in Aussicht gestellt. Bereits konkret angekündigt wurde, dass die Produktion des SUV-Coupés Model Y in Grünheide bis Oktober schrittweise auf 7500 Einheiten pro Woche erhöht wird.

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Via: Electrive & Just Science
Tags: Batterie, ProduktionUnternehmen: Tesla
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. David meint

    10.07.2026 um 14:06

    „Der Staatssenator Andrew Zwicker, Physiker am Princeton Plasma Physics Laboratory, brachte den Gesetzentwurf ein, nachdem er in Phoenix mit einem Waymo-Fahrzeug gefahren war . Er betont, dass es bei dem Gesetz um Sicherheit gehe und nicht um ein einzelnes Unternehmen.
    „Das ist nicht gegen Tesla gerichtet. Ich setze mich für die Sicherheit in New Jersey ein“, sagte Zwicker gegenüber The Verge.“. Ich denke, Tesla wird mittelfristig mehr Probleme bekommen als nur die gescheiterte Zellproduktion.

    Antworten
  2. Die Wahrheit meint

    10.07.2026 um 13:25

    Um TESLA muss sich keiner Sorgen machen. Sie gehen von Beginn an ihren Weg, haben einen Plan und arbeiten diesen flexibel ab.

    Um VW wirkt gerade planlos, da muss man sich aber auch keine Sorgen machen. Laut David gibt es ja das VW Gesetz. Wenige Monate später schreibt er, jetzt geht es mir auch an den Kragen.

    Demut statt Beißreflex, Zusammenarbeit statt Krieg. Elon Musk hat von Beginn an allen Autoherstellern seine Pläne, Patente, EMotoren und Ladeinfrastruktur vorgestellt. Er bot an, seine Patente kostenlos zu nutzen und am Ladenetzwerk mitzuwirken. Ich werde nie vergessen, wie alle Mitbewerber darauf reagiert haben. Schon da dachte ich, Arroganz ist kein guter Berater. Lediglich Mercedes hat sich ein bischen mit TESLA beschäftigt, aber hat schnell kalte Füße bekommen. Das war die größte Fehlentscheidung von Mercedes, TESLA den Rücken zu kehren. Vorbei ist vorbei.

    Es geht auch anders. China hat sich das System Tesla nüchtern angeschaut, seine Schlüsse gezogen und eine Strategie entwickelt.

    Es ist eine Freude zu sehen, mit welcher Offenheit und Fachwissen Jensen Huang mit TESLA umgeht. Er ist ein großer Fan von Teslas Fortschritten bei FSD und sieht es als führendes autonomes System. Er lobt es regelmäßig öffentlich, auch wenn NVIDIA eigene Lösungen für die Branche anbietet. Das passt zur langjährigen Zusammenarbeit (NVIDIA-Chips in Teslas Fahrzeugen).

    Fairer Wettbewerb (Vorsprung durch Betrug (Dieselskandal)) spornt an. In Deutschland fährt die Karre gegen die Wand mit Hilfe der Politik, Gewerkschaften und Medien. Lobbyismus und Protektionismus war und ist nicht die Lösung. Am Markt setzt sich das Bessere durch, früher oder später. Das beste Beispiel ist das alte Tastenhandy gegen das neue Smartphone. Wer nicht mitgeht, geht. Zum Glück entwickelt sich die Technik weiter. Wer da nicht mithalten kann, geht flott unter.

    Der nächste große Schritt in der Mobilität ist das autonome Fahren. Unser Verkehrsminister ( nach Minister Scheuer) möchte da gerne eine Führungsrolle inne haben, versagt aber bei der pro aktiven Freigabe von FSD supervised mit Level 2, also ein fahrerüberwachtes selbstfahrendes System.
    Deutsche Autobauer können da weder vom Entwicklungstempo, noch mit Erfolgen mithalten. Das stark kastrierte Level 3 musste von Mercedes und BMW vom Markt verschwinden, weil Kunden keinen Einsatzzweck erfahren konnten. Der Ansatz und das aktuelle Ergebnis von TESLAs FSD ist beeindruckend ubd die chinesen waren wieder die Ersten, die den kamerabasierten KI Ansatz kopierten. Bosch und VW haben es auch versucht. Um Gegensatz zu Tesla sehe ich davon nichts. Keine öffentlichen Testfahrten, keine bekanntgegebene Anträge auf Typengenehmigung. Nur Schweigen und Trennung von Bosch. Trotzdem soll der ID every1 mit Level 2 fahren können. Wie soll das gehen, hat VW einen Freifahrtschein beim KBA? Gut, beim Dieselskandal konnten wir das schon beobachten. Sogar das EUGH, der europäische Gerichtshof, musste dem KBA mal zum Handeln motivieren.

    Jetzt sehen wir übelsten Protektionismus für die deutsche Autoindustrie vom BMV ubd KBA gegen TESLA, der einzige Autobauer der aktuell in Deutschland noch Arbeitsplätze schafft und erweitert und (noch) nicht ins Ausland abwandert.

    Herr Schnieder und das KBA geben vor, Sicherheit muß an erster Stelle stehen. Dann bitte setzt euch doch in eiben TESLA Model 3 oder Model Y und fahrt mit FSD und erfahrt am eigeben Leib, wie sicher die Autos selbständig und überwacht; aber ohne Eingriffe im gesamten Verkehr und in gesamten deutschen Verkehrsraum mit der aktuellen Software souverän agiert.
    Sogar die neuen UNECE Regeln aus Juni 2026 erlauben Level 2 Systemen die volle Freiheit, sich vom Fahrer überwacht, auf allen Straßen (City, Land, Autobahn) hands-off mit systeminitierten Fahrmanövern frei zu bewegen.

    Das KBA will aber mehr Prüfung, mehr Einsicht, mehr Papierkram, mehr Überwachung … mehr, mehr, mehr …
    Dabei hat die niederländische RDW.NL als europaweite Prüfgesellschaft und für TESLA zuständig (weil der TESLA in Tilburg und Amsterdam für Europa agierte und erst später ein Autowerk in Grünheide baute) eine 18 Monate lange, strenge Prüfung nach UNECE Regeln durchgeführt. Es wurden 1.6 Millionen Kilometer nachgewiesen, Prüfprotokolle erstellt und die Ergebnisse mehrfach auf europäischer Ebene präsentiert. Das KBA führt sich wie deutsche Gewerkschaften auf und wollen TESKA ihr eingeschränktes Diktat aufzwingen. Nur, so funktioniert schnelle und zukunftsträchtige Entwicklung nicht. Siehe VW Konzern, schwerfällig, langatmig, hirachisch und nicht mehr wettbewerbsfähig.

    Das KBA arbeitet eng mit BMW und dem VW Konzern zusammen. Das ist soweit ok. Was nicht ok ist, die Blockade gegen Tesla und da drohen investigative Recherchen und Untersuchungen, warum dieses Vorgehen ( kurz- und langfristig) Deutschland mehr schadet als nützt.

    Antworten
    • David meint

      10.07.2026 um 14:13

      Du solltest wissen, dass Teslas lebensgefährliches Level 2 System in praktisch allen EU-Staaten nicht zugelassen ist. Selbst nicht in der größten Fanbase Norwegen. Wo das KBA sicherlich keinen Einfluss hat. Übrigens ist das System auch in China verboten.

      Viel mehr wird Tesla mittelfristig selbst im Heimatland in viel größere Probleme kommen: Denn wie du sicher schon gelesen hast, hat der bevölkerungsreichste Staat der USA Beschlossen, dass RoboTaxis neben Kameras mehrere andere Sensorsysteme haben müssen…

      Antworten
  3. Future meint

    09.07.2026 um 21:02

    Schon wieder eine positive Nachricht aus der deutschen Automobilindustrie. Schon wieder von Tesla. Bei VW kauft man das Wissen und die Technologie ja bei Gotion in China ein. Bei Tesla gibt es ein Start-up Programm. VW macht das also wie immer. Tesla zeigt, wie Kreativität geht. Was sagt uns das jetzt über die Zukunft von Autoindustrie?

    Antworten
    • David meint

      10.07.2026 um 14:20

      Das sagt etwas über die unterschiedliche Professionalität aus. VW ist seit Jahren an einem Spezialisten relevant beteiligt, der weiß wie Produktion von Zellen funktioniert. Da hilft also ein Freund einem anderen. Bei Tesla ist die Zellproduktion gescheitert und jetzt heult man um Hilfe. Vor allen Dingen seit man die Niederlage kaum kaschieren kann, weil BMW mit einer auf den ersten Blick ähnlichen Technik in etwa die doppelte Akkukapazität in seinen Autos installiert. 141 kWh, klatsch, klatsch, die Ohrfeigen!

      Antworten
  4. David meint

    09.07.2026 um 14:46

    Das ist wieder superlustig. Es ist ja bekannt, dass Tesla die Produktion der Schwachlastzelle nicht im Griff hat. Man hatte bereits vor Jahren Ningbo Ronbay New Energy und Suzhou Dongshan Precision Manufacturing um Hilfe gebeten. Die kamen auch und halfen. Das war aber so mittel-erfolgreich.

    Als dann der CyberTruck, der ja 800 km Reichweite haben sollte, mit 123 kWh auf den Markt kam und der vergleichbare GM Chevy 220 kWh hatte, der schaffte 800 km, war der gesamten Welt klar, die Produktion ist nichts geworden. Vor zwei Jahren gab es dann zusätzlich die offizielle Watsche vom Doktor der Physik Zeng, der dem Bachelor erklärte, warum seine 4680 niemals erfolgreich sein wird. Und jetzt führt BMW Tesla am Nasenring durch die Manege, weil sie vergleichbare Rundzellen, die aber ihre Leistung bringen, in ihre Autos einbauen. So kommt es, dass ein Model Y aktuell nur noch 70 kWh hat, während BMW im iX5 141 kWh anbietet.

    Jetzt sollen also Startups Tesla helfen, die Zelle zu retten. Immerhin ein Eingeständnis, dass man selber so flexibel wie eine Behörde ist. Aber warum sollte das funktionieren? Da quillt ja die pure Verzweiflung aus jeder Pore…

    Antworten
    • Powerwall Thorsten meint

      09.07.2026 um 19:31

      FUD Davids verquere Welt – wir sprechen Versagen deutscher OEMs besser nicht im Detail an.
      Während Tesla Energy boomt flopt Ei deinem Brötchengeber erst Cariad dann Argo Ai, und jetzt startet man als Hauptaktionär bei Rivian den nächsten Rettungsversuch.
      Apropos Batterien – was hatte VW eigentlich mit Northvolt im Sinn?

      Übrigens ist der Cybertruck in den US BEV Truck Verkäufen auf welchem Platz David?
      Trau dich und gib du der interessierten Community die Antwort, auch wenn die Realität dir offenbar physische Schmerzen zu bereiten scheint.

      Antworten
      • David meint

        10.07.2026 um 14:26

        Sag mal, Thorsten, ich habe den Eindruck, Teslas Bachelor kommt in große Schwierigkeiten, wenn richtige, studierte Physiker auf der anderen Seite sind. Vor zwei Jahren, die öffentliche Ohrfeige von Dr. Zeng zur 4680, jetzt der Senator von New Jersey, der als Physiker gut verstanden hat, welche Sicherheitsvorrichtungen bei einem Robotaki erforderlich sind. Ich sage nur: S1677

        Antworten
    • Jörg2 meint

      09.07.2026 um 22:32

      „Da quillt ja die pure Verzweiflung aus jeder Pore…“

      Zeile, nicht Pore.

      Antworten

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