Elektroautos haben sich zuletzt wieder gut verkauft. Das macht sich inzwischen auch in sinkenden Rabatten bemerkbar, berichtet Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer. In seiner aktuellen Rabattstudie stellt er laut Medien leicht rückläufige Nachlässe auf E-Autos fest, während sie bei Verbrennern minimal gestiegen sind.
„Die hohen Spritpreise lassen Autokäufer über das Elektroauto nachdenken und die Autobauer spüren das, sonst hätte man die Rabatte nicht leicht zurückgefahren“, so Dudenhöffer. „Nach unserer Einschätzung gewinnt das Elektroauto in den nächsten Monaten Marktanteile.“
Bei Verbrennern erwartet der Experte dagegen eine rückläufige Nachfrage, auch weil Verbraucher angesichts der aktuellen Lage verunsichert seien. „Die Kunden warten ab oder wechseln zum Stromauto“, erklärt Dudenhöffer. Ein Marktanteil von 25 Prozent zum Jahresende sei nicht unrealistisch. Im März lag er nach einem deutlichen Plus bei den Elektroauto-Zahlen bei 24 Prozent.

Deity meint
„Ein Marktanteil von 25 Prozent zum Jahresende sei nicht unrealistisch.“
Auf das Gesamtjahr bezogen? Das fände ich tatsächlich sehr niedrig gestapelt.
Wir sind doch jetzt bereits bei 24%. Dabei sind die Auswirkung durch die Irankrise noch nicht eingepreist und die neue Förderung kommt auch jetzt erst langsam im Fahrt.
Solange die Spritpreise nicht kurzfristig auf Vorkrisenzeiten zurückgehen, hätte ich Ende des Jahres eher Minimum 30%+ als Marktanteil erwartet.
MK meint
@Deity:
Hr. Dudenhöffer ist halt immer noch ein 74jähriger Mann, der eAutos für eine etwas obskure, bestimmt bald wieder verschwindende Randerscheinung hält. Er ist übrigens auch kein Ingenieur mit technologischem Fachwissen, sondern Marketingexperte. Also solcher hat er auch in der Autoindustrie gearbeitet…insgesamt 11 Jahre bis 1996…und in der Zeit sage und schreibe vier Autokonzerne durchgespielt, weil ihn keiner all zu lange behalten hat. Drei davon gehören mittlerweile übrigens zu Stellantis, die im Bereich Elektromobilität in erster Linie dadurch auffallen, dass sie der einzige große Hersteller sind, bei dem die Akkus bei den meisten Modellen immer auf 100% geladen werden, weil eine Einstellung nicht möglich ist. Seit 1996 verdient er sein Geld dann damit, dem Rest der Welt seine ganz persönliche Sicht der Dinge zu erklären. Und spätestens seit 2020 arbeitet er komplett privatwirtschaftlich und muss sich in erster Linie selber vermarkten.
Tim Leiser meint
Ich verstehe diese Einschätzung über Dudenhöffer nicht. Seit er das Tesla Model S kennengelernt hat, warnt er die deutsche Industrie, diesen Trend nicht zu verschlafen. Zu der Zeit waren eAuto Fahrer noch eine kleine Gruppe von Idealisten und Menschen, die heute ein eAuto fahren, dachten damals noch, dass das langsame Krücken mit maximal 100km Reichweite sind.
Tim Leiser meint
Von Mistral recherchiert und zusammengefasst:
Ferdinand Dudenhöffer warnt seit dem Erscheinen des Tesla Model S die deutsche Autoindustrie, den Trend zur Elektromobilität nicht zu verschlafen. Bereits 2018 kritisierte er, dass die deutschen Autobauer bei der E-Mobilität von Tesla und chinesischen Herstellern abgehängt zu werden drohen und sich zu langsam anpassen. Er betonte, dass die deutsche Industrie zu lange brauche, um Entscheidungen zu treffen, während Tesla und China viel dynamischer agieren. Dudenhöffer sah darin eine ernsthafte Bedrohung für die Zukunftsfähigkeit der deutschen Hersteller und mahnte, dass der Verbrennungsmotor ausgedient habe und die Branche sich dringend modernisieren müsse
MK meint
@Tim Leiser:
Und welche Quellen gibt Mistral dafür an? KI behauptet viel, wenn der Tag lang ist und ist keine Quelle.
Ansonsten widerspricht Ihr Kommentar ja meinem gar nicht wirklich. Ich habe in erster Linie darauf hingewiesen, dass Hr. Dudenhöffer kein Ingenieur ist, niemals in einem technischen Bereich der Automobilindustrie gearbeitet hat und er sich sicher über die Jahre eine gewisse Fachkompetenz erarbeitet hat, technische Entwicklungen zu bewerten, dies aber weder gelernt hat, noch Einblicke in die Industrie hat über das hinaus, was wir alle in den Medien lesen können. Und eben darauf, dass die Interviews die einzige Einnahmequelle von Hr. Dudenhöffer sind und gewisse Medien halt nur „Experten“ mit einer bestimmten Meinung überhaupt beauftragen.
F. K. Fast meint
Ich kaufe ein „gut“ für den ersten Satz. ;)
Redaktion meint
Aktualisiert!
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