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IG-Metall-Chefin: „Ich würde liebend gern einen klareren Kurs Richtung Elektro fahren“

08.04.2026 in Autoindustrie, Politik von Thomas Langenbucher | 5 Kommentare

IG-Metall-Chefin-Brenner

Bild: IG Metall | Lando Hass

IG-Metall-Chefin Christiane Benner reagiert im Interview mit der Automobilwoche auf den umfangreichen Stellenabbau in der Autobranche und spricht sich für eine weitere Aufweichung des Verbrenner-Verbots aus. Besonders die Lage der Zulieferer bereite ihr Sorge. Sie betont, dass die Gewerkschaft ihre bisherigen Positionen überprüfe und alte Gewissheiten hinterfrage.

Angesichts tausender gestrichener Arbeitsplätze zeigt sich Benner „absolut alarmiert“ und verweist auf Konflikte um Abbaupläne sowie auf Bemühungen zur Sicherung von Arbeitsplätzen. Gleichzeitig stelle sich die Frage nach der zukünftigen Ausrichtung der Industrie, insbesondere bei strategischen Themen wie autonomem Fahren und Batterietechnologien.

Die IG Metall wolle zentrale Teile der automobilen Wertschöpfungskette in Deutschland erhalten. Die Branche sei ein wesentlicher Pfeiler des Industriestandorts, dessen Bedeutung Benner ausdrücklich hervorhebt. Ohne Industrie, so ihre Aussage, verliere Deutschland erheblich an wirtschaftlicher Substanz.

Mit Blick auf die europäische Industriepolitik erkennt Benner einen Kurswechsel hin zu stärkerem staatlichem Eingreifen. Die Vorschläge der EU, etwa zur Stärkung von „Made in Europe“, bewertet sie überwiegend positiv. Gleichzeitig kritisiert sie, dass dieser Ansatz teilweise aufgeweicht werde und zentrale Themen wie Halbleiter oder Batteriezellfertigung nicht ausreichend berücksichtigt seien.

Auch im Bereich Forschung und Entwicklung sieht sie Risiken für Beschäftigte. Arbeitsplätze bei Entwicklungsdienstleistern und in der Forschung stünden ebenfalls auf dem Spiel, weshalb industrielle Wertschöpfung umfassender gedacht werden müsse. „Engineering“ sei ein integraler Bestandteil dieser Kette.

„Die Hauptstraße ist die Elektromobilität“

In der Debatte um CO₂-Regulierung bekräftigt Benner, dass Elektromobilität der zentrale Weg bleibe. „Die Hauptstraße ist die Elektromobilität“, stellt sie klar. Dennoch plädiert sie für zusätzliche Optionen und eine pragmatische Umsetzung, um Beschäftigung zu sichern. Dazu zählt unter anderem die weitere Anrechnung von Plug-in-Hybriden in der CO₂-Bilanz.

„Ich würde liebend gern einen klareren Kurs Richtung Elektro fahren. Aber ich sehe auch, was mit den Arbeitsplätzen in der Automobil- und vor allem in der Zulieferindustrie passiert“, so die IG-Metall-Chefin. „Und ich sehe, dass die Nachfrage nach Elektroautos aktuell geringer ist als angenommen. Und das liegt ja nicht an mangelnden Investitionen der Industrie in Elektromobilität. Wir haben als IG Metall unsere Position in den letzten Jahren durchaus hinterfragt und sind offen für Diskussionen. Aber die Hauptstraße, das muss ich noch einmal betonen, ist elektrisch, und wir müssen weiteres Hin und Her und damit Verunsicherung verhindern.“

Die von der EU geplanten Verschärfungen lehnt die IG Metall ab. Stattdessen fordert Benner mehr Flexibilität, etwa durch die Einbeziehung von E-Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren als „Range Extender“ sowie durch Anreize für klimafreundliche Materialien wie grünen Stahl. Auch Recycling und klimafreundlich produziertes Aluminium sollten stärker berücksichtigt werden.

Die Sicherung von Arbeitsplätzen sieht Benner als zentrale Herausforderung. Zwar gebe es wachsende Branchen, in die Beschäftigte wechseln könnten, doch der Wandel sei anspruchsvoll. Besonders bei Zulieferern dränge die IG Metall auf tragfähige Zukunftskonzepte und eine bessere Absicherung von Beschäftigten.

Kritisch äußert sie sich zu Standortverlagerungen innerhalb und außerhalb Europas. Zwar entstünden auch in Deutschland neue Modelle, dennoch fordert sie bessere Rahmenbedingungen wie niedrigere Energiekosten, schnellere Genehmigungen und weniger Bürokratie. Zudem verlangt sie ein Ende der Verlagerung von Forschungs- und Entwicklungsarbeitsplätzen ins Ausland.

Abschließend betont Benner die Notwendigkeit einer konsequenten Industriepolitik angesichts globaler Unsicherheiten und rückläufiger Produktionszahlen in Europa. Diese Entwicklung müsse gestoppt werden, um industrielle Kerne in Deutschland zu erhalten und künftig wieder Wachstum zu ermöglichen.

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Via: Automobilwoche (kostenpflichtig)
Tags: Autozulieferer, IG Metall, JobsAntrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Raimund meint

    09.04.2026 um 07:54

    Das größte Problem ist doch China.

    Früher haben Bosch und Conti Einspritzdüsen nach China geliefert, nun werden weniger gebraucht, weil die Chinesen elektrisch fahren wollen. Gleichzeitig produzieren chinesische Zulieferer die benötigten ICCU und andere Steuergeräte zu. Nicht mehr Bosch und Conti.
    Auch in der Qualität bei den Steuergeräten scheinen die Chinesen besser zu sein, als Deutsche. Da muss man nur die ICCU-Problematik bei Hyundai sehen. Die von Mahle sind anscheinend Schrott und die von VMax gut.
    Ist das also nicht irgendwie hausgemacht und man hat sich nicht rechtzeitig in die neue Technologie eingelassen, um auch die nötige Qualität zu liefern?

    Antworten
  2. Miro meint

    08.04.2026 um 15:52

    Wollen keine Elektromobilität aber in Gründheide rein. Ein Schelm wer Böses dabei denkt.

    Antworten
  3. MK meint

    08.04.2026 um 11:07

    Ich glaube, da hat jemand das Problem gar nicht verstanden:
    Die Arbeitsplätze in der Automobilindustrie fallen nicht weg, weil es einen höheren eAuto-Anteil gibt, sondern weil der eAuto-Anteil der deutschen Hersteller zu gering ist und man nach jahrelang verschlafener Entwicklung Marktanteile verliert. Den Wandel zur eMobilität wird man also nicht verhindern. Bleibt also nur die Frage: Will man Teil dieses Wandels sein um wenigstens den Großteil der Arbeitsplätze zu erhalten oder verschwindet man komplett und alle Arbeitsplätze sind weg? Und nein, das hängt nicht von der deutschen und auch nicht von der EU-Politik ab: In seinem Rekordjahr hat VW alleine mehr als 40% seiner Fahrzeuge in China verkauft. Bricht dieser Markt weg, kostet das natürlich direkt tausende Stellen in der deutschen Verwaltung von VW…und auch bei deutschen Zulieferern, da auch die 1. ebenfalls mit Werken vor Ort als Zulieferer der chinesischen VW-Werke betroffen sind und 2. entgegen aller Unkenrufe durchaus manches Teil in einem in China gebauten VWs auch weiterhin aus Deutschland kommt. BMW (bzw. besser gesagt ein von BMW beauftragter Logistiker) z.B. unterhält ein 100.000 qm großes Umschlagszentrum in Leipzig, wo Teile deutscher Zulieferer angeliefert werden, die dann in Container gepackt werden um von da nach China verschifft zu werden. Jedes Auto, dass man in China nicht verkauft, hat also direkte Auswirkungen auf deutsche Zulieferbetriebe. Wenn man dann bedenkt, dass es gegenüber dem Spitzenjahr alleine bei VW über 1,5 Millionen Autos sind, die man in China eben nicht mehr verkauft, hat das also natürlich dramatische Auswirkungen auf deutsche Zulieferer. Hätte man da rechtzeitig gute eAutos angeboten und die Werke der JointVentures ausgelastet, wären besagte JointVenture-Partner vielleicht nie auf die Idee gekommen, viel Geld in Eigenentwicklungen zu stecken.

    Vollkommen unabhängig davon gibt es ja auch noch Themen wie Automatisierung und Digitalisierung: Das VW Werk in Wolfsburg kann bei voller Auslastung heute viel mehr und gleichzeitig viel komplexere Fahrzeuge als vor 50 Jahren bauen, braucht aber selbst bei Volllast gegenüber damals nur ein Bruchteil der Mitarbeiter. Wer da mal eine Werkführung mitmacht: Jeder einzelne Kuka/ABB/…-Roboterarm in der Produktion entspricht 4 Mitarbeitern früher (3 Schichten plus einen als Urlaubs-/Krankheitsvertretung für die anderen 3).

    Antworten
  4. Gerry meint

    08.04.2026 um 10:56

    Frau Benner hat wohl nicht verstanden dass der Verbrenner ein totes Pferd ist.
    Die Dinger kauft bald keiner mehr.

    Antworten
  5. Cupra meint

    08.04.2026 um 10:10

    Zum einen den klareren Kurs Elektro haben wollen, aber dann sich wundern dass durch das ganze gesabbel von Hocheffizienten Verbrennern und anderen Lügen wie efuels und Wasserstoff, die Käufer verunsichert werden.
    Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. So einfach ist das. Und wer allein sein geschäft auf Verbrennertechnologien ausgeöegt hat und selbst jetzt nicht bereit ist, davon weg zu gehen, der hat auf dem Markt auch nichts verloren. Der lebt in der Vergangenheit und will diese auch noch zementieren….nur so läuft das nicht.
    Also, der Kurs muss 100% Elektro sein und spätestens jetzt sollte das jeder verstanden haben….

    Antworten

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