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EnBW sieht aktuell keine Notwendigkeit, die Ladepreise anzupassen

08.04.2026 in Aufladen & Tanken von Thomas Langenbucher | 28 Kommentare

EnBW-Schnellladestation

Bild: EnBW

Die hohen Spritpreise setzen viele Haushalte zunehmend unter Druck. In diesem Zusammenhang geraten auch die Ladetarife für Elektroautos verstärkt in den Fokus – vor allem die Frage, wann es hier zu Preiserhöhungen kommen wird. Aus Sicht der EnBW besteht dafür aktuell kein Anlass. Der Energiekonzern ist eigenen Angaben zufolge in Deutschland auch führender Anbieter von Schnelllademöglichkeiten.

„In den vergangenen Tagen ist viel darüber spekuliert worden, wie sich die Ladepreise angesichts des Konflikts im Nahen Osten entwickeln“, erklärt Martin Roemheld, der die EnBW mobility+ AG & Co KG seit 1. Januar 2026 verantwortet, die aktuelle Diskussion. Die Sorge vor steigenden Kosten für die individuelle Mobilität sei absolut nachvollziehbar – völlig unabhängig davon, ob jemand bereits elektrisch fahre oder auf Benzin und Diesel angewiesen sei.

„Unser Ziel ist es, gerade jetzt Planbarkeit bei den Ladetarifen zu bieten“, sagt Roemheld. Seine Botschaft an die Kunden: „Wir sehen aktuell keine Notwendigkeit, unsere Preise anzupassen. Wir tun alles dafür, die Ladepreise stabil zu halten.“

E-Auto-Fahren lohnt sich finanziell

Auch wenn der Umstieg auf ein Elektroauto für viele eine große Entscheidung darstelle, könne er sich finanziell lohnen – nicht nur wegen der geplanten E-Auto-Förderung der Bundesregierung, erklärt die EnBW. Auch die Ladekosten leisteten einen Beitrag. Das veranschauliche ein direkter Vergleich: Während die jährlichen Tankkosten für einen Benziner (2,26 Euro/Liter für E10) mit einem Verbrauch von 7,7 Liter/100 km oder einen Diesel (2,47 Euro/Liter) mit 7,0 Liter/100 km bei einer durchschnittlichen Fahrleistung von 15.000 Kilometern derzeit bei rund 2600 Euro lägen, biete das elektrische Fahren einen deutlichen Puffer.

Im EnBW mobility+ Ladetarif L (39 Cent pro Kilowattstunde/kWh) belaufen sich die Kosten für ein E-Auto mit einem Verbrauch von 20 kWh/100 km laut dem Energieversorger bei gleicher Fahrleistung auf etwa 1300 Euro – inklusive der monatlichen Grundgebühr von 11,99 Euro. „Die Autofahrer\*innen halbieren damit die jährlichen Kosten für ihre Fortbewegung und schaffen somit wertvollen Spielraum in der Haushaltskasse“, konstatiert Roemheld.

Noch günstiger sei die Rechnung, wenn die Menschen ihren Hausstrom über die EnBW beziehen: Dann gebe es auf den L-Ladetarif einen zusätzlichen Vorteil und sie zahlten lediglich 35 Cent/kWh (plus 11,99 Euro monatliche Grundgebühr). Zur Einordnung: Laut dem Energieverband BDEW liegt der durchschnittliche Haushaltsstromtarif aktuell bei rund 37 Cent/kWh. „Dieser Durchschnittswert dient als Orientierung, zeigt aber vor allem, wie nah unsere Produkte inzwischen am Preisniveau des Heimladens liegen“, so Roemheld.

„Wer keine monatliche Grundgebühr möchte und stattdessen auf den Ladetarif S mit 56 Cent/kWh setzt, kann ebenfalls gegenüber dem fossilen Kraftstoff sparen – zwar nicht so viel wie beim L-Tarif“, so die EnBW. „Dennoch ist die Summe beachtlich, immerhin verbleibt in unserem Rechenbeispiel mit realistischen Werten ein Mehrbetrag von über 900 € im Jahr in der Tasche.“

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Via: EnBW
Tags: Ladestationen, Preise, SchnellladenUnternehmen: EnBW
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Der Bielefelder meint

    08.04.2026 um 22:14

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf werbliche Links. Danke, die Redaktion.

    Antworten
    • Frank Richter meint

      11.04.2026 um 13:22

      Lieber Tesla, statt EnBW. Keine Grundgebühr, europaweit flächendeckendes einheitliches Ladenetz direkt aus dem Auto heraus, inkl. Schwarmintelligenz. Günstige Preise. Und Tesla baut nach wie vor immer noch die besten E-Autos.

      Antworten
      • Wurstfinger meint

        14.04.2026 um 09:56

        Schöne werbung aber das stimmt so komplett nicht.

        #1 nur für Tesla fahrer kostenlos sonst 10€ im monat.
        #2 die intelligenz ist furchtbar. Wenn der Ladepark voll ist lädt jeder mit 50kw das ist mies.
        #3 nur 400V…

        Antworten
  2. Thomas Wagner meint

    08.04.2026 um 20:29

    Hab ich noch vor einigen Jahren auf der Langstrecke alles mit der ENBW Ladekarte bezahlt,
    bin ich inzwischen entweder bei Ionity mit 39€ent oder bei Vattenfall mit 44€ent für die kWh.
    Da geht ENBW inzwischen bei mir leer aus !
    Und dies wird solange so bleiben, bis die ENBW von ihrem hohen Ross/Preis runterkommt.

    Antworten
    • eBikerin meint

      09.04.2026 um 11:51

      ionity und EnBW sind doch genau gleich wenn du für 30 cent lädst?

      Antworten
      • E.Korsar meint

        09.04.2026 um 13:23

        Es sei denn, er hat den Mobilize Charge Pass Intense, den man bei Renault bekommt. Wofür man nicht unbedingt einen Renault braucht. Oder irgendeinen anderen Deal, um an die 4,99€ Monatsgebühr für Ionity zu kommen.
        Wirklich transparent sind die ganzen Abos nicht. Da scheitern sogar Preisvergleichsanbieter und KI.

        Antworten
        • Wurstfinger meint

          14.04.2026 um 09:57

          Intense wurde der Ladepreis auf 44cent angehoben. also uninteressant geworden.

  3. Marvin meint

    08.04.2026 um 17:27

    Ich lade beim Aldi Süd nebenbei mit 150 kW beim Einkauf für 0,47€. Zwar teurer als mit dem L Abo, aber auch Zeit ist Geld.
    Unterwegs dann muss es schnell gehen oder im Urlaub auch gerne sehr langsam, um mir die Stadt anzuschauen oder zu wandern.
    Da bin ich einfach zu selten beim gleichen Anbieter, um ein Abo zu rechtfertigen.
    Aber 0,52€ ist noch okay.
    Ein Freund hat einen Octopus Tarif und zahlt ganz ohne PV und Wallbox nur 0,19€ fürs Laden und generell von 0-5 Uhr. Da bin ich tatsächlich ein bisschen neidisch.

    Antworten
    • M. meint

      09.04.2026 um 10:32

      Das habe ich gerade mal getestet.
      Erstmal wird nur der Standardtarif angeboten, bei 2.500 kWh sind es 17,59 € monatl. + 29,6 ct, bei 4.500 kWh 17,59 € monatl. + 30,89 ct.
      Jeweils 24 Monate, kürzer = teurer. Das ist an sich aber ganz gut, komisch nur, dass mehr Abnahme den Preis erhöht. Schlecht für WP und BEV.

      Der dynamische Tarif wird nicht mit Werten beworben (auch kein von….bis), aber das verstehe ich. Nur die Grundgebühren könnte man schon angeben… die sind sicher pauschal.
      Egal. Erstmal einen Smartmeter aus den Stadtwerken rausquetschen…

      Antworten
    • Ralf meint

      10.04.2026 um 11:55

      Mein Octopus smartmeter ist seit Juli 2025 in meinem Zählerschrank. Leider aber immer noch nicht aktiv.

      Antworten
  4. RNB meint

    08.04.2026 um 16:29

    Werter Her Roemheld , sie versuchen nur ihre Wucherpreise schön zu reden !!
    Strom bleibt Strom egal aus welcher Steckdose .
    Das ganze geluerch mit App ’s Abos usw. Ist doch unnötig !
    Versuchen sie das mal mit einem Verbrenner Fahrer an der Tankstelle, der lacht sie aus.
    Ad-Hoc mit Karte für unter 40 Cent wäre fair.

    Antworten
    • eBikerin meint

      09.04.2026 um 08:23

      “ Strom bleibt Strom egal aus welcher Steckdose “
      Nur das deine Steckdose zuhause wohl etwas weniger gekostet hat wie zB ein HYC400 inkl. allem drum herum. Die 39 cent AdHoc lese ich ja immer wieder – nur hat mir noch nie jemand eine nachvollziehbare Kalkulation bringen können. Wird auch dieses Mal nicht anders sein.

      Antworten
      • E.Korsar meint

        09.04.2026 um 13:59

        Warum reitest du auf dieser nachvollziehbaren Kalkulation rum? Soll kein Angriff sein. Reines Interesse.
        Ich kaufe ja auch nur den Großen-Landwirt-Joghurt für maximal 0,49€ bei Albrecht-Feinkost und nicht für die 0,99€ bis 1,19€ beim Revisionsverband der Westkauf-Genossenschaften. Kann alles nachvollziehbar kalkuliert sein, kaufe trotzdem keinen Joghurt für 1€.

        Antworten
      • Tommi meint

        09.04.2026 um 19:11

        Na dann wollen wir mal schauen, ob jede Steckdose wirklich gleich ist. Ich habe des öfteren schon versucht, eine nachvollziehbare Kalkulation zu liefern. Un die geht so:
        Eine Ladesäule kostet etwa 200.000 Euro. Ich gehe mal von einer Lebensdauer von 8 Jahren aus. Die Auslastung beträgt momentan etwa 15%, was mir sehr realistisch erscheint. Nachts beispielsweise lädt kaum jemand. Dann gehen wir von einer durchschnittlichen Ladeleistung von 80 kW aus. In den 8 Jahren wir also etwa 800.000 kWh Strom verkauft. Die Ladesäule mach also etwa 24 Cent/kWh aus. Hinzu kommen Wartung, Miete des Gruns, Hotline usw. Auch die Anschlussgebühren für eine solche bereitgestellte Leistung ist mit Sicherheit wesentlich höher, als die Grundgebühr, die ich zu Hause zahle. Da halte ich einen Preis von 39 Cent/kWh für Recht günstig.
        Ich bin tatsächlich kein Experte oder gar Insider. Ich versuche lediglich, mir das plausibel zu machen.

        Antworten
    • Future meint

      09.04.2026 um 08:39

      Die Verbrennerfahrer hätten sicherlich sofort eine App und ein Abo, wenn die den Diesel dann mit 20 Prozent Rabatt bekommen könnten. Da bin ich mir ganz sicher. Die machen doch sogar einen Umweg, wenn der Sprit im nächsten Dorf 5 Cent weniger kostet. Die können sich diese Rabatte beim Strom mit App überhaupt nicht vorstellen, wenn ich denen davon erzähle, obwohl alle auch die Supermarktapps auf den Handys haben und sich über den Joghurt freuen, den sie damit geschenkt bekommen.

      Antworten
      • eBikerin meint

        09.04.2026 um 11:54

        „Die können sich diese Rabatte beim Strom mit App überhaupt nicht vorstellen, wenn ich denen davon erzähle“
        Aber sicher doch. Manchmal frage ich mich was du für Leute kennst.

        Antworten
  5. Gerry meint

    08.04.2026 um 13:28

    Alles ok, ich seh auch keine Notwendigkeit bei EnBW zu laden 😉.

    Antworten
  6. Futureman meint

    08.04.2026 um 13:25

    Dank an Enbw für den Aufbau der Ladeinfrastruktur. Dagegen gibt es allerdings für rund 20 Millionen EFH-Besitzer die Möglichkeit zumindest ein Teil des Jahres dank PV für unter 10Cent/kWh zu laden. Und für alle mit eigenen Stellplatz und Stromzähler dank Börsenstrom für unter 20/Cent/kWh oder wie am Osterwochenende sogar Geld mit dem Laden zu verdienen.

    Antworten
    • eBikerin meint

      08.04.2026 um 16:55

      Du hast kein Geld verdient – am osterwochende war zb bei tibber niemals der Preis so niedrig dass du noch nicht mal 0 Cent bezahlt hast . Kann jeder nachlesen!

      Antworten
      • Affeldt meint

        08.04.2026 um 21:20

        Bei uns -1,32 Cent inkl. Gebühren.

        Antworten
        • eBikerin meint

          09.04.2026 um 11:54

          Und wie lange? 15 Minuten?

  7. Nabilio meint

    08.04.2026 um 12:56

    Schöner Marketingartikel für den L Tarif und die Stromtarife der EnBW.

    Antworten
  8. ID.alist meint

    08.04.2026 um 12:38

    Die sind ja teuer genug. ;-)

    Antworten
    • Ben meint

      08.04.2026 um 13:09

      Ist das so…wie ist den die Preisgestaltung bei Ionity…du weißt schon wo VW mit beteiligt ist…oh warte ich lese gerade in der Ionity App 0,39€/kWh für 11,99€/mtl. also exakt wie bei EnBW, deiner Logik nach ist also Ionity teuer.

      Antworten
      • Mäx meint

        08.04.2026 um 16:09

        Schon mal überlegt, dass er das Ionity auch als zu teuer empfindet?

        Antworten
      • Thorsten 0711 meint

        09.04.2026 um 11:40

        Man nimmt einfach den Renault Mobilize Intense Tarif für 4,99€ mtl. und lädt damit bei Ionity in Deutschland für 39 Cent/kWh.

        Antworten
  9. McGybrush meint

    08.04.2026 um 12:13

    Ich sehe aktuell keine Notwendigkeit da seit 4 Jahren zu laden.

    Für ein Szenario von meinem 3 üblichen Aufenthaltsorten ist Aktuell Vattenfall als neuer Anbieter im Fokus gerückt wo es zuvor EnBW gewesen wäre wenn ich dort mal auf DC angewiesen wäre.

    Antworten
    • elektromat meint

      09.04.2026 um 09:54

      ziemlich viel Konjunktiv

      Antworten

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