Laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) wurden von Januar bis März 1.207 XPeng in Deutschland neu zugelassen – ein Wachstum von 179,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. „Allein im März waren es 549 Neuzulassungen, was einer Steigerung von 211,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht“, betont der chinesische Elektroautobauer. Europaweit verzeichnete man im März 3.200 Zulassungen. In den Verkaufsmärkten außerhalb Chinas waren es 4.705 Einheiten.
Bei der internationalen Expansion von XPeng spielen die Auslandsmärkte eine immer wichtigere Rolle. Die Marke strebt gegenüber 2025 eine Verdoppelung der Verkaufszahlen auf rund 90.000 Zulassungen in diesem Jahr an. Europa sei das Herzstück dieser Expansion, heißt es. Von den 380 Vertriebsstandorten außerhalb Chinas befänden sich 290 in europäischen Ländern. „Kein Wunder also, dass 68 Prozent der 11.557 Registrierungen außerhalb Chinas im ersten Quartal 2026 bereits auf Europa entfallen, ein Wachstum von 113 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum“, so das Unternehmen.
XPeng weiter: „Europa entwickelt sich damit mehr und mehr zum Wachstumsmotor von XPeng – und Deutschland ist ein wesentlicher Bestandteil davon. Für das laufende Jahr sind die Aussichten hierzulande bestens: Neue Modelle – allein 2026 stehen fünf Marktpremieren auf dem Programm – und ein weiterer Ausbau des Händlernetzes schaffen die Voraussetzungen für eine Fortsetzung des Wachstumskurses.“
„Starkes erstes Jahr 2025 in Deutschland“
In Deutschland konnte XPeng in seinem ersten vollen Geschäftsjahr 2025 gegenüber 2024 seinen Absatz auf 2.991 Fahrzeuge versiebenfachen. Das beliebteste Modell in Deutschland war 2025 das etwa 4,75 Meter lange SUV-Coupé G6 mit 1.664 Einheiten, das größere SUV G9 kam auf 1.172 verkaufte Fahrzeuge. Die Sportlimousine P7 steuerte 155 Einheiten zum Gesamtergebnis der Marke bei.
Auffällig laut XPeng: Die Kunden bevorzugen hochwertige Ausstattung, Leistung und Allradantrieb. Beim G6 wählen demnach nur fünf Prozent das Einstiegsmodell Standard Range, alle anderen wünschen sich mehr Reichweite und mehr Leistung. 55 Prozent der Verkäufe entfallen auf die Top-Version Performance und weitere 40 Prozent auf die Version Long Range. Beim Flaggschiff G9 entscheiden sich sogar 75 Prozent der Kunden für das Topmodell Performance.
XPeng setzt in Deutschland auf Vertragshändler
Einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg von XPeng in Deutschland würden die Vertragshändler der Marke leisten, erklären die Chinesen. Das Netz habe im vergangenen Jahr erheblich ausgebaut werden können: von 20 Standorten im Jahr 2024 auf 50 Standorte per Ende 2025.
„Wir sind überzeugt vom Vertragshändler-System – und der Erfolg gibt uns recht“, sagt Markus Schrick, Geschäftsführer der XPeng-Vertriebsregion Central Europe. „Elektroauto-affine Händler mit jahrzehntelanger Markterfahrung sind die besten Verkäufer und Servicepartner. Unsere Partner haben im vergangenen Jahr großes Engagement bewiesen und über den geforderten Rahmen hinaus in die Marke investiert.“
Im laufenden Jahr 2026 will XPeng seine Marktposition in Deutschland weiter stärken: durch einen Ausbau seiner Modellpalette und die anhaltende Erweiterung des Vertriebsnetzes. „Wir haben die Modelle und die motivierten Partner im Handel, um weiter zu wachsen“, so Schrick. „Dabei setzen wir auf qualitativ hochwertiges Wachstum und stabile Preise und Restwerte. Genauso geht es uns aber auch darum, Erstaunen zu kreieren, Zuverlässigkeit zu liefern und Vertrauen zu schaffen – und so die Marke XPeng nachhaltig auf dem anspruchsvollen deutschen Markt zu etablieren.“
Modelloffensive mit fünf neuen Modellen
Fünf neue Modelle will das Unternehmen 2026 auf den deutschen Markt bringen. Dazu heißt es: „Auch die neuen Modelle verkörpern alles, was XPeng auszeichnet: ein kraftvoller Elektroantrieb mit hohen Reichweiten und ultraschnellem Laden, überdurchschnittlich lange Garantien von sieben Jahren (160.000 Kilometer) auf das Fahrzeug und acht Jahren auf die Hochvoltbatterie sowie eine Hightech-Vollausstattung, die auch die anspruchsvollsten Wünsche der Kunden erfüllt.“
Die Fastback-Limousine P7+ ist schon zu Preisen ab 46.600 Euro bestellbar und ab April neu im Handel. „Als erstes KI-definiertes Fahrzeug der Marke markiert der XPeng P7+ mit smarten Technologien für entspannteres Fahren einen weiteren Meilenstein für das junge Unternehmen“, wirbt XPeng. „Die fünfsitzige Familienlimousine verfügt über 800-Volt-Architektur und ultraschnelles Laden von 20 auf 80 Prozent in nur 10 Minuten dank 446 kW Ladeleistung.“
Mit dem X9 folgt im Juni ein siebensitziger Flaggschiff-Minivan „als großzügiger und komfortabler Raumgleiter“. Auch der X9 verfügt über eine 800-Volt-Architektur für besonders schnelles Laden. Der Minivan wird als Sechs- oder Siebensitzer mit Vollausstattung vermarktet und hat als technische Highlights unter anderem Allradlenkung und Luftfederung.
Daneben sind eine sechs- beziehungsweise siebensitzige Version des G9 und zwei neue Modelle in Vorbereitung, mit denen die Marke in für sie neue Segmente vorstößt. Diese drei Modelle sollen im Sommer und im zweiten Halbjahr 2026 folgen. Weitere Informationen zu den Neuheiten teilt XPeng erst später mit.
Ausbau des Händlernetzes in Deutschland
Das Händlernetz soll im laufenden Jahr weiter ausgebaut werden. Das Ziel für 2026 sind 110 Standorte – was mehr als einer Verdoppelung gegenüber dem Stand von Ende 2025 entspricht. „Wir wollen weiße Flecken auf der Landkarte schließen und bundesweit noch sichtbarer werden“, sagt Schrick. „Ebenso entscheidend ist aber, eine hohe Qualität im Handel sicherzustellen – sie ist neben einer gut funktionierenden Ersatzteilversorgung eine wichtige Voraussetzung für hohe Kundenzufriedenheit.“
Angetrieben von der erweiterten Modellpalette und dem Ausbau des Händlernetzes, rechnet XPeng für das laufende Jahr mit rund 8.000 Neuzulassungen in Deutschland – eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um fast 170 Prozent. „Wir planen ehrgeizig, aber realistisch“, so Schrick. Weltweit knackte XPeng 2025 – 11 Jahre nach der Gründung – die Marke von einer Millionen verkaufter Elektroautos.

Paule meint
Danke, dass mich die Diskussion wieder mal daran erinnerte, was wir an unseren Teslas haben. Ja, man schielt ja gelegentlich mal zur Seite zu den neuen Bräuten – und ist dann weiter mit „der Alten“ sehr glücklich.
David meint
Aber jetzt mal ganz im Ernst: der Wartungsplan interessiert doch den Kunden nicht. Ich meine den echten Kunden eines Premiumautos. Nicht die Kommentatoren hier, die alte Gebrauchtwagen fahren und mit dem Groschen rechnen müssen. Nur ist die Marke nicht Premium und so günstig sind die Wagen nun auch wieder nicht. Daher wird man den Markt definitiv nicht erobern und vermutlich noch nicht einmal eine Nische besetzen können.
SB meint
Wer nicht mit dem Groschen rechnen muss, kauft kein China-Auto.
Und selbst wenn geht es nicht (nur) ums Geld, sondern um den Aufriss das Auto jedes Jahr in die Werkstatt zu bringen und wieder abzuholen – vor allem wenn das Werkstattnetz extrem dünn ist.
Hansi meint
Also mein BYD muss alle 2 Jahre zu Inspektion….
mipu meint
Oha, schon mal in einem G6 gesessen? Das ist Premium, teilweise mehr als deutsche „Premium“-Marken bieten, und das zu einem Preis, bei dem andere schlucken müssen, weil da für eine ähnliche Ausstattung locker 15 – 20 k€ mehr gezahlt werden müssen.
Mich hat es überzeugt, und beim Händler hab ich selbst mitbekommen, dass denen die Fahrzeuge aus den Händen gerissen werden. Von ursprünglich 6 – 8 Wochen ist die Lieferzeit bereits auf 3 – 4 Monate angewachsen.
Thorsten 0711 meint
Diese Preisklasse wird vor allen Dingen als Firmenwagen geleast. Da interessiert der Wartungsplan und die damit verbundenen Kosten nicht. Jedenfalls nicht denjenigen, der sich seinen nächsten Dienstwagen aus dem verfügbaren Angebot heraussuchen darf.
Diese Menschen haben allerdings eher das Ego des Goliath Bezwingers und wählen bevorzugt einen Wagen mit mehr Pretige.
Den Xpeng wählen bevorzugt Menschen, die selbst kaufen ode4 leasen und denen das Preis-Leistungsverhältnis und neueste Technologien wichtiger sind als das, was die Nachbarn in der Einfahrt zu sehen bekommen.
Andre meint
„Um die 200…250€ pro Inspektion.“
@Jörg2: vielleicht auf dem Mond, aber nicht in Düsseldorf.
Mir wurden die Inspektionskosten so mitgeteilt:
– Kleine Inspektion ca. € 350,- plus MwSt., also € 417,- brutto
– große Inspektion ca. € 900,- plus MwSt., also € 1071,- brutto.
Da die kleine und die große Inspektionen sich jährlich abwechseln, kann man jährliche Inspektionskosten ausrechnen:
(417+1071)÷2 = € 744,- pro Jahr! Für ein E-Auto!
Damit war Xpeng für mich weg von der Liste und es ist ein anderer Fabrikat geworden.
Jörg2 meint
Entfernt. Bitte verfassen Sie konstruktive Kommentare. Danke, die Redaktion.
Jörg2 meint
Mein konstruktiver Beitrag war: Dann liegt wohl Berlin auf dem Mond….
In einfacher Sprache: Bei der XPeng-Vertretung in Berlin (BMW-Nefzger) werden die von mir genannten Preise aufgerufen.
Wolfgang meint
Man kann auch mal in eine andere Stadt fahren…
M. meint
Warum?
Weil es so fortschrittlich ist, oder so komfortabel, das dann immer gleich 2x zu machen?
Weil Zeit nichts kostet?
‚Wenn der Hund nicht zum Knochen kommt, kommt der Knochen zum Hund‘? Mit mir nicht.
Deity meint
Ich hoffe bei den neuen drei Modellen für dieses Jahr ist auch der neue P7 dabei der in China schon verkauft wird. Mit dem Design und Leistungsdaten würden die mich abholen.
Andre meint
Solange Xpeng schwachsinnige Wartungsintervalle von 12 Monaten für E-Autos vorschreibt und die Händler dann die Hand gierig aufmachen, sehe ich persönlich keinen Grund, einen Xpeng zu kaufen.
Nach meiner Probefahrt mit einem G9 sagte mir der Händler die Inspektionskosten… Grosse Inspektion ca. € 900,- plus MwSt.
Für ein E-Auto!!!! Sie dürfen weiter spinnen, aber ohne mich.
Mäx meint
Bei Leapmotor muss man ebenfalls jährlich zum Service.
Definitiv bei beiden Anbietern ein dickes Minus.
Wenn die Inspektion dann wirklich 900€ kosten soll…ne danke.
M. meint
900 € bei Leapmotor?
Ne, oder?
Thorsten 0711 meint
Ich schätze mit der jährlichen Inspektion hat man den Stellantis Händlern den Vertrieb von Leapmotor schmackhaft gemacht.
Jörg2 meint
Um die 200…250€ pro Inspektion.
Future meint
Ich habe auch den Eindruck, dass einige Hersteller beim Aftersale jetzt besonders viel Geld mit der Wartung verdienen wollen. BMW hat mir die Wartungskosten für den i3 im letzten Jahr verdreifacht gegenüber 2 Jahren zuvor: von 190 Euro auf über 500 Euro. In den Foren auf GE würde dieses Thema ausführlich diskutiert. Da ist ja nicht viel zu tun beim E-Auto – ich habe die halbe Stunde lang immer gewartet: Innenraumluftfilter, Bremsflüssigkeit, Durchsicht, Staubsaugen. Jetzt habe ich das hakt bei einer freien Werkstatt (ATU) für 240 Euro machen lassen – sowas einfaches können die ja auch.
mipu meint
Vielleicht „einfach“ einen anderen Händler wählen, wenn der solche Preise verlangt. Normal ist das nicht, der will vermutlich keine Xpeng verkaufen, oder dich als Kunden nicht haben ;)
Andre meint
Für eine jährliche Inspektion kann ich nicht hunderte Kilometer zu einen vielleicht paar Euro günstigeren Händler fahren.
Und eine Auwahl wohnortnah hat man bei der Dichte des Händlernetzes von Xpeng nicht.
Wie gesagt, Xpeng hat sich damit selbst einen Bärendienst erwiesen und mindestens einen Käufer weniger.
mipu meint
Deswegen ja auch die “ bei einfach. Aber vielleicht hilft es auch, sich mal bei den aktuellen Xpeng-Fahrern zu erkundigen, z.B. im Forum Xpeng-fahrer.de
Mäx meint
Naja das ist genau das Problem bei einer neuen Marke.
Nen VW/Audi/Mercedes/BMW Händler findest du an quasi jeder Ecke.
Macht es der eine nicht macht es der andere.
Bei mir im Umkreis sind zwar 5 Händler, aber Umkreis heißt 1-1,5h Fahrt.
Klar kann ich mir dann aussuchen welcher es von den 1h entfernten macht, aber das macht die Sache mit der Organisation jährlich nicht besser.
Tinto meint
Der nächste Xpeng Händler, bzw. Service ist von mir 149 km entfernt, 1,5h Fahrt. Quasi 3h Lebenszeit verschenkt nur für die Fahrt, plus 1100€
Wers mag.
F. K. Fast meint
Mein Ioniq ohne Nummer muss zwar auch jährlich zur Wartung, aber dort lagen die Kosten bei um die 100 EUR. Es kommen immer mehr Punkte auf die Liste, die man beim Kauf beachten muss:
– lassen sich Assistenten schnell mit nur einem Tastendruck ausschalten
– was kosten Wartungen für, z.B. 5 Jahre
SB meint
Der Wartungsplan von Xpeng ist der absolute Wahnsinn. Jedes Jahr Sichtprüfungen von vielen Bauteilen und viele Schraubverbindungen müssen nachgezogen werden.
Für die Werkstätten ist das auch nicht sonderlich attraktiv, die setzen die (knappen) Mechaniker lieber für Arbeiten ein, in denen sie noch was an den Ersatzteilen definieren.
Entweder ist bei Xpeng irgendjemand übervorsichtig oder die Qualität der Kisten ist so unsicher, dass das komplette Fahrzeug jährlich durchgecheckt werden muss. Letzteres wäre der Preis für die ultrakurzen Entwicklungszeiten.