Angetrieben durch das laut BMW „sehr hohe Kundeninteresse“ am ersten Modell der „Neuen Klasse“, dem jüngsten iX3, hat der Konzern seine Auftragseingänge für Elektroautos in Europa im ersten Quartal 2026 deutlich steigern können. Von Januar bis März lagen diese rund 40 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Auch über alle Antriebstechnologien hinweg verzeichnete die BMW Group in der Region eine Steigerung der Bestellungen gegenüber dem Vorjahr.
„Beim neuen BMW iX3 verzeichnen wir eine außergewöhnlich hohe Nachfrage. Mit deutlich mehr als 50.000 Auftragseingängen seit Bestellstart in Europa übertrifft das Kundeninteresse für den BMW iX3 unsere hohen Erwartungen. Damit ist bereits mehr als jeder zweite bestellte BMW X3 vollelektrisch“, sagt Jochen Goller, Mitglied des Vorstands der BMW AG, zuständig für Kunde, Marken und Vertrieb. „Die starke Nachfrage nach dem BMW iX3 unterstreicht den technologischen Weitsprung, den wir mit der Neuen Klasse vollziehen. Und auch zum kürzlich vorgestellten zweiten Modell der Neuen Klasse, dem BMW i3, erreicht uns ausgesprochen positives Feedback.“
Über alle Antriebstechnologien hinweg übergab die BMW Group im ersten Quartal dieses Jahres 565.748 Fahrzeuge der Marken BMW, MINI und Rolls-Royce an Kunden (-3,5 %). Die Nachfrage nach Modellen mit Verbrennungsmotor lag dabei leicht über dem hohen Niveau des Vorjahres. Einen deutlichen Absatzzuwachs erzielte der Konzern aus Bayern im Heimatmarkt Deutschland mit 68.022 ausgelieferten Einheiten (+10,7 %). In China gab es eine bessere Absatzentwicklung als im insgesamt stark rückläufigen Gesamtmarkt.
In Europa wurden im März die ersten Fahrzeuge des neuen iX3 an Kunden ausgeliefert. „Trotz des gerade erst begonnenen Hochlaufs des ersten Modells der Neuen Klasse bewegt sich das Absatzvolumen vollelektrischer Fahrzeuge in Europa im ersten Quartal 2026 sogar noch über dem hohem Niveau des Vorjahreszeitraums“, berichtet BMW. Weltweit lieferte die BMW Group im ersten Quartal 87.458 vollelektrische Fahrzeuge aus (-20,1 %). In den USA machte sich dabei der Wegfall der E-Auto-Förderung im gesamten Markt bemerkbar. Gleichzeitig stieg auch hier die Nachfrage nach BMW-Modellen mit Verbrennungsmotor.
An elektrifizierten Fahrzeugen, also Elektroautos und Plug-in-Hybrid-Modellen zusammen, lieferte die BMW Group 132.518 Einheiten im ersten Quartal aus. Das entspricht einem Rückgang um 15,9 Prozent.
„In einem insgesamt herausfordernden Gesamtmarkt konnte sich die BMW Group damit gut behaupten und ist zuversichtlich, dass das attraktive, technologieoffene Produktportfolio sowie die weltweite Verfügbarkeit der Neuen Klasse Modelle ein zunehmend positives Momentum generieren werden“, so das Unternehmen.
Die Marke BMW lieferte im ersten Quartal insgesamt 496.050 Fahrzeuge an Kunden weltweit aus (-4,6 %). Nach einem Absatzrekord im vergangenen Jahr belief sich der Absatz der BMW M GmbH in den ersten drei Monaten des Jahres auf 47.544 Einheiten (-5,9 %).
Der Marke MINI gelang es, das fünfte Quartal in Folge ihren weltweiten Absatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu steigern. Mit 68.427 ausgelieferten Einheiten belief sich der Zuwachs auf +5,9 %. In der Vertriebsregion Europa erzielte MINI eine deutliche Steigerung des Elektroauto-Absatzes. Die Marke Rolls-Royce lieferte im ersten Quartal 1.271 Fahrzeuge an Kunden aus (-8,0 %), Genauer Angaben zum E-Auto-Anteil macht der Konzern nicht.

Andi EE meint
Hier denke ich auch, dass die Kunden auf die neue Klasse warten. Die -20% sehen zwar schockierend aus, sind aber wahrscheinlich Modellwechsel bedingt.
Aber man darf dann auch die ersten guten Monate nicht überbewerten, hier muss es mit dem neuen Modell einen Boom geben, sonst wird das Modell floppen. Z.B. der CLA von Mercedes kommt nicht sehr gut an, hier hätten Initial die Verkäufe stärker steigen müssen.
Meiner Meinung nach, hat Mercedes ein Designproblem. Dieses riesige Instrumenten-/Info-Panel innen, sieht aus viel Perspektiven einfach nur schlecht aus. Da es dann auch so viel Platz vom Gesamteindruck einnimmt, ist das eine echte Verkaufsbremse.
MK meint
@Andi EE:
Wie genau sollten denn die Verkäufe des CLA noch weiter steigen? Die Linie in Rastatt arbeitet seit 8 Monaten 24 Stunden am Tag. Selbst Samstagsarbeit ist dort mittlerweile die Regel und wird diesen Sommer laut aktueller Stellenanzeigen erstmals überhaupt auch von Ferienjobbern eingefordert…außerdem wurden scheinbar die Werkferien im Sommer gestrichen und die Ferienjobber-Zeit bis in den Oktober hinein verlängert.
Mehr als 24 Stunden am Tag an 6 Tagen pro Woche werden Sie bei der deutschen Rechtslage einfach nicht durchbekommen und der Verzicht auf Werkferien, die normalerweise für reguläre Wartungsarbeiten genutzt werden, spricht auch eher für „Überlastung“ als „Auslastung“
Fun Fact: Mercedes hat gegenüber Q1 2025 die BEV-Verkäufe weltweit gesehen vor Allem durch den CLA um über 11% gesteigert…und das obwohl der CLA Shooting Brake im ersten Quartal in erster Linie vorproduziert wurde und jetzt erst richtig ausgeliefert wird.
Future meint
Da macht sich Jochen Goller doch ein bisschen über Audi lustig, wenn er über den »technologischen Weitsprung« von BMW fabuliert. Soviel Humor hätte ich einem Ingenieur nicht zugetraut, aber es gefällt mir gut.
Werner Mauss meint
Das Kundeninteresse ist sehr hoch, deshalb ja auch der 20% Rückgang, das leuchtet doch ein, das muss man doch verstehen. Die Fahrzeuge sind begehrt, versteht es doch endlich…..
eBikerin meint
Text lesen würde auch helfen. Der IX3 NK wird erst seit Mitte März ausgeliefert. Q1 2025 wurde aber der „alte“ IX3 komplett ausgeliefert.
Andreas meint
Deswegen +40% Bestellungen bei BEVs gegenüber Vorjahreszeitraum, verstehe
eBikerin meint
Tja wer öfters mal was von der Maus gelesen hat, versteht es – nur er eben nicht.
MK meint
@Werner Mauss:
Die offizielle Markteinführung des iX3 war halt erst im März und davor wurden nahezu nur Vorführwagen ausgeliefert, der Vorgänger hingegen wurde im Juni 2025 eingestellt.
Wenn das beliebteste Modell 2 der 3 berücksichtigten Monate gar nicht ausgeliefert wird, drückt das natürlich die Zulassungszahlen…
M. meint
Die Übersetzung auf Chinesisch war bestimmt auch lückenhaft.
Da hatte es „Werner“ schwer. Und Interesse an den Fakten eh nicht.