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BMW betont Nachhaltigkeitsbemühungen bei i7-Facelift

15.04.2026 in Neues zu Modellen von Thomas Langenbucher | Kommentieren

BMW-i7-Gen6-Batteriezelle

Bild: BMW

Die BMW Group überträgt ihre Nachhaltigkeitsstrategie auf den neuen 7er und nennt dafür mehrere Maßnahmen in Produktentwicklung, Lieferkette, Nutzungsphase und Produktion. Sichtbar werden soll das unter anderem durch eine neue Batteriezelltechnologie sowie einen höheren Anteil an Sekundärmaterialien bei Felgen. Die Maßnahmen werden als Weiterentwicklung beschrieben, mit der bereits eingesetzte Nachhaltigkeitsansätze auf ein weiteres Modell übertragen werden.

Ein zentraler Ansatz betrifft demnach die im i7 eingesetzten 4695-Lithium-Ionen-Rundzelle der Generation 6 (Gen6). Für ihre Herstellung werde ausschließlich Energie aus erneuerbaren Quellen genutzt, erklärt der bayerische Premiumautobauer. Das gelte auch für die Fertigung des verwendeten Anoden- und Kathodenaktivmaterials. Zusätzlich kämen bei der Akkuproduktion anteilig Sekundärrohstoffe für Lithium, Kobalt und Nickel zum Einsatz.

Dadurch lasse sich der CO2e-Fußabdruck in der Lieferkette der im neuen i7 60 xDrive eingesetzten Gen6-Batteriezelle im Vergleich zur bisherigen Gen5-Vorgängerzelle um rund 33 Prozent reduzieren. Als zentrale Hebel für die Verringerung der CO₂e-Emissionen in der Lieferkette nennt BMW den verstärkten Einsatz von Sekundärmaterialien, erneuerbare Energien sowie ausgewählte Produkt- und Prozessinnovationen.

Auch bei den Aluminiumfelgen setzt BMW auf höhere Sekundärrohstoffanteile. Für den i7 sollen ab 2026 ausgewählte Felgenstylings erhältlich sein, die zu 70 Prozent aus Sekundäraluminium bestehen. Die Elektrolyse des verbleibenden Primäraluminiums und die Felgenherstellung erfolgen anteilig unter Einsatz erneuerbarer Energien.

Verbesserte Effizienz in der Nutzungsphase

Für die Nutzungsphase verweist BMW auf das „EfficientDynamics“-Technologiepaket. Es soll die Effizienz der Elektroauto-Version des 7er über alle relevanten Subsysteme hinweg optimieren. Genannt werden Aerodynamik, Leichtbau, Rollwiderstand sowie das gesamte Energiemanagement.

Alle Modellvarianten der neuen 7er-Limousine entstehen im BMW-Group-Werk Dingolfing. Das Werk wird als konzernweites Leitwerk für Oberklasse-Fahrzeuge der Kernmarke bezeichnet und setzt laut dem Unternehmen bei Strom- und Wärmeversorgung verstärkt auf erneuerbare Energien. Der fremdbezogene Strom stammt komplett aus erneuerbaren Quellen, teilweise wird er direkt vor Ort produziert. Ende 2025 ging auf rund 100.000 Quadratmetern Werksdachfläche eine Photovoltaik-Aufdachanlage mit fast 11 MWp Leistung in Betrieb. Zudem nahm Ende vergangenen Jahres ein Biomasse-Heizwerk den Betrieb auf, das zur anteiligen Versorgung mit regenerativ erzeugter Nahwärme dient.

Die BMW Group verweist auf ihr Bekenntnis zum Pariser Klimaabkommen und zu Net Zero bis spätestens 2050. Für die kommenden Jahre hat das Unternehmen wissenschaftlich abgeleitete CO2e-Ziele formuliert und beabsichtigt, die CO2e-Emissionen bis 2030 gegenüber 2019 um mindestens 40 Millionen Tonnen zu reduzieren.

Für optimierte Leistungsfähigkeit kooperiert BMW beim neuen vollelektrischen i7 mit dem kroatischen E-Mobilitäts-Experten Rimac Technology. Ziel des gemeinsamen Projekts ist laut einer vorherigen Mitteilung: Die von BMW entwickelte Gen6-Technologie „für einen innovativen Hochvoltspeicher für mehr Reichweite und höhere Ladegeschwindigkeit“ in die neue elektrische 7er-Limousine zu bringen. Das Facelift des Modells soll demnächst offiziell vorgestellt werden.

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Via: BMW
Tags: BMW i7, NachhaltigkeitUnternehmen: BMW
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

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