Im Oktober hat Honda in Japan ein elektrisches Kei-Car namens Super-One präsentiert. Der Mini-Stromer kann im Heimatland der Marke nun vorbestellt werden. Er kommt zudem nach Europa, als Erstes wird er auf dem Kontinent unter der Bezeichnung Super-N in Großbritannien angeboten.
In Großbritannien soll der Marktstart im Juli erfolgen, zu einem Startpreis von unter 20.000 Pfund (ca. 23.000 Euro). Ob und wann das rund 3,40 Meter kurze Elektroauto noch in weitere europäische Länder kommen wird, ist derzeit unbekannt. Für die EU-Staaten müsste Honda einen Linkslenker entwickeln, während man in Japan und Großbritannien mit Rechtslenkern fährt. Für eine weitere Vorbereitung in Europa spricht, dass die EU mit einem neuen Fahrzeugsegment Modelle wie den Super-N fördern will.
„Der Super-N verspricht, Hondas Fahrfreude und den Nervenkitzel von Elektroantrieb einem ganz neuen Publikum näherzubringen. Mit seinem ikonischen Design, der auf britische Straßen abgestimmten Fahrdynamik und einzigartigen Features wie dem Boost-Modus wurde jedes Detail dieses Modells so entwickelt, dass jede Fahrt – egal wie kurz – Fahrspaß und Begeisterung bietet“, so Michael Doyle, Leiter Automobilsparte bei Honda UK. „Trotz des Fokus auf Fahrspaß bewahrt er alle traditionellen Honda-Werte wie Praktikabilität, Effizienz und Alltagstauglichkeit und bietet eine rein elektrische Reichweite, die ideal für den Stadtverkehr oder den täglichen Arbeitsweg geeignet ist.“
Mit dem Boost-Modus kann die Leistung der E-Achse eine Zeit lang von 47 auf 70 kW (64/95 PS) erhöht werden. Angaben zur Batterie und Ladeleistung macht Honda bislang nicht. Zur Reichweite gibt es unterschiedliche Werte: In einer globalen Pressemitteilung stehen kombiniert 274 Kilometer nach WLTC-Norm. Honda UK dagegen nennt eine Innenstadtreichweite von 199 Meilen (320 km) sowie eine kombinierte Reichweite von 128 Meilen (206 km).
Hondas elektrischer Kleinstwagen bietet ein simuliertes Sieben-Gang-Getriebe plus Active Sound Control System, das für einen „mitreißenden Motorklang“ sorgen soll. Damit kombiniere der Super-N die unmittelbare Reaktionsfähigkeit eines E-Autos „mit der starken emotionalen Bindung, die das Fahren eines Verbrennerfahrzeugs mit sich bringt“, heißt es.
Der Super-N, der auf der leichten Plattform der N-Serie der in Japan verkauften „Kei-Cars“ basiert, sei vom legendären City Turbo II aus den 1980er-Jahren inspiriert, erklärt der Hersteller. Sein Außendesign, das sich durch die breite Spur, die größeren Stoßfänger und die auffälligen Lufteinlässe auszeichne, wecke die Vorfreude auf ein dynamisches Fahrerlebnis.







David meint
Wenn man über die Verlierer bei der Elektromobilität spricht, kommt man an einem amerikanischen Hersteller nicht vorbei. Aber gerne in der Diskussion vergessen werden die Japaner. Das ist alles untauglich, was sie in den letzten Jahren elektrisch anboten. Und was sie in der Pipeline haben ist genauso belanglos. Sie scheinen eine andere Wahrnehmung der Realität zu haben. Das wiederum kennt man auch von den Fans der amerikanischen Marke.
FrankyAC meint
Ach Honda, ihr seid doch schon mit dem abwerwitzig teuren E auf die Nase gefallen und jetzt soll der Winzling 23K€ kosten…
ID.alist meint
Das Auto basiert auf eine Kei-Car, d.h. in der Entwicklung wird nie einen Linkslenker angedacht worden sein. Von daher glaube ich nicht, dass man eine Linkslenker Version davon sehen, aber vielleicht wird man welchen in der Republik Irland.