CEVA Logistics hat einen neuen Seetransportdienst für gebrauchte Lithium-Ionen-Batterien gestartet. Seit März 2026 bietet das Unternehmen eine spezialisierte Lösung für den Transport aus Inselregionen auf das europäische Festland an, berichtet die Automobilwoche. Zum Start stehen fünf speziell entwickelte Container mit einer Gesamtkapazität von 30 Tonnen bereit.
Hintergrund ist der wachsende Bedarf an Rückführungs- und Recyclingstrukturen für gebrauchte Batterien. Mit dem Hochlauf der Elektromobilität rückt die Rückführung ausgedienter Lithium-Ionen-Batterien stärker in den Fokus. Gerade in abgelegenen Regionen fehlen lokale Recyclingkapazitäten, wodurch sich dort gebrauchte Batterien ansammeln.
Der Transport dieser Energiespeicher ist besonders anspruchsvoll, weil gebrauchte Lithium-Ionen-Akkus als Gefahrgut gelten und strengen europäischen Vorgaben unterliegen. Zugleich sind sie wichtige Rohstoffträger für die Kreislaufwirtschaft, unter anderem für Lithium, Nickel und Kobalt. Dadurch treffen steigender Rückführungsbedarf und hohe regulatorische Anforderungen unmittelbar aufeinander.
CEVA setzt bei dem neuen Dienst auf ein mehrstufiges Sicherheitskonzept. Kern der Lösung ist ein Doppelcontainersystem: Die Batterien werden zunächst in spezielle Sicherheitsbehälter verpackt und anschließend in eigens dimensionierte Überseecontainer verladen. Damit reagiere das Unternehmen auf die potenzielle thermische Instabilität beschädigter oder gealterter Zellen, so der Bericht.
Ergänzt wird das System durch Prüf- und Dokumentationsprozesse vor jedem Versand sowie durch speziell geschulte Fachkräfte, erklärt die Automobilwoche. Der neue Dienst sei Teil eines integrierten Ansatzes entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dieser reiche von Sammlung, Transport und Zwischenlagerung bis zur Diagnose, Demontage und Weiterleitung an Recycling- oder Second-Life-Anwendungen.





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