Miet-Batterien für Elektroautos haben sich bisher nicht in der Breite durchgesetzt, Hyundai versucht nun offenbar einen neuen Anlauf. Die Südkoreaner testen zunächst auf ihrem Heimatmarkt ein entsprechendes Modell, um die Anschaffungs- und Wartungskosten für E-Autos zu senken. Das Projekt ist zu Beginn auf Taxiunternehmen beschränkt. Laut der Korea Times sollen Fahrzeuge mit abgelaufener Batteriegarantie von der neuen Regelung profitieren.
Eine Sonderregelung des südkoreanischen Ministeriums für Land, Infrastruktur und Verkehr ermöglicht die separate Registrierung von Karosserien und Batterien. Mit dem neuen Pilotprogramm sollen nun fünf Ioniq-5-Taxis im Großraum Seoul weiterhin mobil bleiben. Betreiber zahlen eine monatliche Abogebühr an Hyundai und können alte Batterien bei Bedarf austauschen.
Die Batterien von Taxis altern aufgrund der intensiven Nutzung schneller und müssen häufiger ausgetauscht werden. Hyundai will dem Bericht zufolge unter realen Bedingungen prüfen, ob sich die Kosten senken und die Lebensdauer der E-Fahrzeuge verlängern lassen.
In der zweiten Jahreshälfte 2026 soll das Unternehmen ein weiteres Pilotprojekt für Privatkunden planen. Elektroautos sollen mit Batterie-Abonnements angeboten werden, um den Einstieg in die Elektromobilität zu erleichtern. Ziel ist es, Batterie-Abos und passende Finanzierungsprodukte massentauglich zu machen.
In Europa hat längere Zeit Renault seinen Elektro-Kleinwagen Zoe mit gemieteter Batterie angeboten, ist davon aber auf Abstand gegangen. Der chinesische Hersteller Nio setzt auch hierzulande auf eigene Tauschstationen, an denen gemietete Batterien schnell gewechselt werden können. Welche Erkenntnisse das südkoreanische Pilotprojekt für Europa liefern wird, bleibt abzuwarten.

David meint
Das sehe ich nicht als Trend. Es ist aber auch nur ein Kleinversuch. Um die Sache noch mal neu zu denken. Am Ende wird es so sein, dass wenn einem in einem Taxi der Akku nicht mehr kann, der Rest vom Auto auch nicht mehr viel taugt.