US-Hersteller Rivian bereitet mehrere Varianten seines neuen Elektroautos R2 vor. Das Unternehmen hat bereits mit der Serienproduktion des SUV begonnen und plant die Auslieferungen ab Juni dieses Jahres. CEO RJ Scaringe bestätigte in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters, dass es weitere, noch nicht vorgestellte Varianten der dritten Baureihe nach dem knapp fünf Meter langen SUV R1S und dem sich 5,51 Meter streckenden Pick-up-Truck R1T geben wird.
Die Produktion erfolgt unter anderem im neuen Werk in Georgia, das später für die Erweiterung der R2-Auslieferungen genutzt werden soll. Scaringe gab keine Details zum Aussehen oder technischen Spezifikationen der weiteren Varianten preis. Im März kündigte Rivian verschiedene Versionen des R2 an, darunter ein erstes Modell ab 58.000 US-Dollar vor Steuern (ca. 49.500 Euro) sowie in diesem und nächstem Jahr folgende günstigere Versionen.
Besonders attraktiv soll eine 45.000-Dollar-Version (38.400 Euro) mit rund 442 Kilometern Reichweite nach der eher realistischen US-Norm EPA sein. Neben dem aktuell startenden SUV R2 mit 4,7 Metern Länge plant das Unternehmen weitere Modelle auf Basis seiner neuen Mittelklasse-Plattform. So sollen der kleinere SUV-Crossover R3 und dessen besonders sportliche Ausführung R3X kommen. Zudem ist eine Pick-up-Variante des R2 im Gespräch.
Die Einführung des R2 ist für Rivian entscheidend, um seine Marktpräsenz zu erweitern. Die Prognose der jungen Marke sieht laut dem Bericht eine Steigerung der Auslieferungen um 53 Prozent für dieses Jahr vor, was etwa 22.000 bis 23.000 R2-Modellen entspricht. Im letzten Jahr lieferte das Unternehmen 42.247 Exemplare des R1S und R1T aus.
Für anhaltendes Wachstum soll der ab nächstem Jahr erwartete Ausbau des Geschäfts mit der Expansion nach Europa sorgen. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Zusammenarbeit mit Uber: Der Fahrdienstvermittler will ab 2028 rund 10.000 autonome R2 einsetzen, um sein Robotaxi-Netzwerk auszubauen.

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