Die Traton Group hat ihre erste grüne Anleihe mit einem Volumen von 500 Millionen Euro, einer Laufzeit von 5,5 Jahren und einem festen Kupon von 3,875 Prozent am Kapitalmarkt platziert. Parallel dazu hat der zum Volkswagen-Konzern gehörende Nutzfahrzeughersteller einen bilateralen grünen Kredit über 350 Millionen Euro abgeschlossen.
Die insgesamt 850 Millionen Euro an frischen Mitteln sollen gezielt die Transformation weg vom Dieselantrieb hin zu batterieelektrischen Antrieben unterstützen, erklärt das Unternehmen.
„Unsere erste grüne Anleihe und Kreditaufnahme mit spezifischem grünem Verwendungszweck auf Traton-Ebene markieren einen wichtigen Meilenstein in der Weiterentwicklung unserer Finanzierungsstrategie“, sagt Finanzchef Michael Jackstein. „Die Finanzierungen übersetzen unsere Elektrifizierungsstrategie an den Anleihe- sowie Bankenmarkt und bieten Investoren eine transparente Möglichkeit, an der Transformation des Nutzfahrzeugsektors teilzuhaben. Beide Transaktionen zeigen eindrucksvoll, dass grüne Finanzierung und industrielle Transformation bei Traton Hand in Hand gehen.“
Die grüne Anleihe sei auf sehr hohe Nachfrage gestoßen und das Orderbuch rund 5,4-fach überzeichnet gewesen – „ein Beleg für das äußerst starke Interesse internationaler Investoren“, so MAN. Die Mittel aus den grünen Finanzierungsinstrumenten werde man in ausgewählte Projekte im Bereich batterieelektrischer Nutzfahrzeuge und emissionsfreier Mobilität fließen lassen.
Traton fasst die Marken Scania, MAN, Navistar (International) und Volkswagen Truck & Bus zusammen. Vor allem Scania und MAN setzen bereits auf elektrische Nutzfahrzeuge. Neben eigenen Bemühungen sieht man allerdings weiter die Politik in der Pflicht. MAN forderte vor Kurzem eine stärkere staatliche Unterstützung für den Umstieg auf Elektro-Lkw. Unternehmenschef Alexander Vlaskamp warnte vor den Schwierigkeiten, das EU-Ziel eines hohen Elektro-Anteils bis 2030 zu erreichen.

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