VW wird nicht nur den kommenden elektrischen Kleinwagen ID. Polo in einer GTI-Version auf den Markt bringen, sondern auch den bereits länger erhältlichen Kompaktwagen ID.3. Aktuell befinde sich eine GTI-Variante des ID.3 in der Entwicklung und soll noch in diesem Jahr auf den Markt kommen, schreibt Auto Motor und Sport unter Berufung auf Konzernkreise.
Den Informationen zufolge wird der ID.3 GTI mit rund 340 PS (254 kW) nur wenig mehr Leistung haben als das aktuelle Topmodell GTX Performance (Artikelbild / 326 PS/243 kW; 5,7 Sek. v. 0-100 km/h; max. 200 km/h). Da beim Elektro-GTI nur die Hinterachse angetrieben werde, könnte bei noch mehr Leistung der Heckantrieb mit der Traktion überfordert sein.
Umfangreiche Modifikationen am DCC-Fahrwerk sollen ein agileres Fahrverhalten als beim GTX ermöglichen. Über eine GTI-Taste am Lenkrad kann der Fahrer den Modus für das Fahrverhalten auswählen. Äußerlich soll der GTI eine weiter verschärfte Optik bekommen, unter anderem mit Wabengitter. Innen soll es hochgezogene Schalensitze und Karostoff geben. In Sachen Assistenzsystemen soll der GTI über alle Assistenten des Basismodells ID.3 Neo verfügen.
Der ID.3 Neo ist die neueste, umfassende aktualisierte Generation des ID.3. VW stellt derzeit bei seinen Elektroautos auf eine Namensgebung um, die die Historie der Marke aufgreift. Während man aber den ID.3 aus Marketinggründen nicht ID. Golf nach der VW-Ikone nennen will, wird die noch junge sportliche E-Auto-Submarke GTX schon jetzt durch den Zusatz GTI ersetzt.
Ursprünglich war die neue GTI-Variante dem Bericht zufolge nicht im Modellfahrplan des ID.3 vorgesehen. Bislang sahen die Ingenieure demnach keine Möglichkeit, GTI-typischen Fahrspaß auf der Elektroauto-Plattform MEB (Modularer E-Antriebs-Baukasten) zu realisieren. Zudem habe die Planung vorgesehen, den ID.3 durch einen elektrischen Golf auf der neuen SSP-Basis (Scalable Systems Platform) abzulösen. Doch wegen Problemen in der Entwicklung der dafür vorgesehenen SSP-Architektur verzögere sich der Nachfolger auf das Jahr 2029.

Egon_meier meint
Der ID.3 ist ein Wagen der gut in den Markt passt und hin und wieder ein kleines Zuckerle ….
warum nicht.
Es gibt für alles und jeden einen Markt – sogar für blaue BEV.
South meint
Alter. Der Käufer würde sich da doch ordentlich veralbern lassen. Es gibt schon einen GTI, also nen GTX und jetzt soll der Kunde im Grunde das gleiche alte MEB Zeug dann teurer kaufen, weil ein paar Wabengitteroptiken eingezogen werden? Also da werde ich mir ein müdes Lächeln nicht verkneifen können, wenn man sowas auf der Straße sieht.
… offenbar muss man die Leute bei VW beschäftigen, denn echte Neuerungen sucht man vergeblich… 2029! Na dann, kann VW nur hoffen, wohl eher beten, dass die Konkurrenz ähnlich behäbig unterwegs ist…
David meint
Du scheinst lernfähig und bist jetzt sehr vorsichtig mit Aussagen, wie du sie gerne noch vor einem halben Jahr getroffen hast, wer jetzt angeblich alles VW überrollt. Das erkenne ich an. Zu der Frage, wer einen ID.3 mit GTI Aufklebern kauft, kann ich dir sagen, die Leute wird es geben. VW kann Marketing.
Miro meint
10 PS mehr und n paar rote Aufkleber für 10k mehr also?
Future meint
Viele Menschen haben die Elektromobilität ja noch nicht verstanden. Denen wird man sowas andrehen können. Irgendwann werden sie es dann aber wohl doch noch merken.