• Zum Inhalt springen
  • Zur Seitenspalte springen
ecomento-de-Logo-383×79

ecomento.de

Elektroauto: Alle Modelle & News

  • Aktuelles
    • Autoindustrie
    • Neues zu Modellen
    • Elektrotransporter
    • Aufladen & Tanken
    • Studien & Umfragen
    • Politik
    • Technik & Innovation
    • Umwelt
    • Mehr
      • Hybridfahrzeuge
      • Wasserstofffahrzeuge
      • Service
      • Modern Mobility
      • Autonomes Fahren
      • Bilder
      • Videos
  • Elektroauto
    • Elektroauto-Kaufprämie
    • Neue Elektroautos
    • Elektroautos in Planung
    • Elektroauto-Übersicht
    • Elektroauto laden
    • Über Elektroautos
  • Newsletter
  • Über & Impressum
    • Über ecomento.de
    • Impressum
    • Newsletter
    • X (früher Twitter)
    • LinkedIn
    • Facebook
    • Werben
  • Datenschutz
  • Suche

Nach Sonderprüfung: ZF Friedrichshafen baut weiter E-Motoren und Inverter

26.05.2026 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | Kommentieren

ZF

Bild: ZF

ZF stellt strategische Weichen für die Zukunft seiner Pkw-Antriebssparte: Der deutsche Zulieferer fertigt Schlüsselkomponenten für die E-Mobilität – E-Motor und Inverter (Wechselrichter) – auch künftig selbst und kauft sie nicht extern zu. Der Vorstand des Konzerns aus Friedrichshafen hat damit eine entsprechende Empfehlung bestätigt, die aus der im Rahmen des Bündnisses zur Restrukturierung der Division Elektrifizierte Antriebstechnologien (E) durchgeführten Sonderprüfung zum Aspekt „Make or Buy“ hervorgegangen ist.

Aufgrund der zögerlichen Nachfrage nach E-Autos war die Pkw-Antriebssparte von ZF in die Verlustzone gerutscht und wird aktuell restrukturiert. Um die Wettbewerbsfähigkeit der intern „E-Division“ genannten Sparte wiederherzustellen, sind laut dem Management deutliche Einschnitte nötig – „dafür bleibt mit Fertigung von E-Motor und Inverter das Know-how im Konzern erhalten“.

E-Motoren und Inverter seien Schlüsselkomponenten für die Elektromobilität und damit zentral für die strategische Ausrichtung von ZF, erklärt das Unternehmen. Vor dem Hintergrund eines anhaltend hohen Kosten- und Innovationsdrucks sowie volatiler globaler Lieferketten hatte ZF gemeinsam mit der Arbeitnehmerseite geprüft, ob eine Eigenfertigung langfristig wettbewerbsfähig bleibt oder ein externer Zukauf wirtschaftlicher wäre.

Die Sonderprüfung war den Angaben zufolge breit angelegt: Neben wirtschaftlichen und finanziellen Kriterien flossen auch strategische Aspekte wie technologische Souveränität, Know-how-Sicherung, Lieferkettenstabilität sowie geopolitische Risiken in die Bewertung ein. „Die Analysen wurden in einem paritätisch besetzten Bewertungsausschuss intensiv diskutiert. Auf dieser Basis sprach die paritätische Kommission aus Arbeitgeber und Arbeitnehmervertretern eine klare Empfehlung für ‚Make‘ aus, die der Vorstand nun bestätigt hat“, heißt es.

„Klare Entscheidung für Eigenfertigung“

„Die Entscheidung für die Produktion der E-Antriebs-Kernkomponenten Motor und Wechselrichter haben wir im Schulterschluss mit unserer Arbeitnehmervertretung getroffen“, berichtet ZF-Vorstandsvorsitzender Mathias Miedreich. „Das passt zu unserer mitarbeiterorientierten Unternehmenskultur, verlangt aber zwingend deutlich verbesserte Kostenstrukturen, um mit unseren E-Antrieben wieder in die wirtschaftliche Erfolgsspur zu kommen und Beschäftigung langfristig zu sichern.“

„Das Ergebnis der Sonderprüfung ist für uns und die Beschäftigten in Deutschland ein großer Erfolg. Eines dürfen wir nicht vergessen: Im vergangenen Sommer standen beide Produkte auf ,Buy‘, was einen gewaltigen Arbeitsplatzabbau und den Verlust von Kompetenz bedeutet hätte”, so Gesamtbetriebsratsvorsitzender Achim Dietrich. „Mit dem Bündnis E-Division und einer starken, solidarischen Belegschaft im Rücken haben wir es geschafft, dass diese Entscheidung noch einmal überprüft – und geändert – wird.“

„Die Entscheidung für ‚Make‘ ist auch ein klares Bekenntnis zur elektrischen Zukunft von ZF“, unterstreicht Divisionsleiter Sebastian Schmitt. „Wir investieren damit gezielt in unsere eigene Kompetenz und sichern die technologischen Schlüssel für kommende Antriebsgenerationen. Zur Wahrheit gehört aber auch: Die bestehende Kostenlücke müssen wir schließen, um auf dem Weltmarkt zu bestehen.“

Ausschlaggebend für die Entscheidung waren laut ZF unter anderem die Sicherung wichtigen Know-hows, eine geringere Abhängigkeit von externen Lieferanten bei Schlüsseltechnologien, die enge Verzahnung von Entwicklung und Produktion sowie eine bessere Gesamtwirtschaftlichkeit über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg.

„Spürbare Fortschritte bei Kosten – weitere Schritte notwendig“

In den vergangenen Monaten haben die beteiligten Teams den Angaben zufolge bereits spürbare Kostenverbesserungen erzielt – „unter anderem durch konsequenten Kostenfokus in der Entwicklung, die Reduktion von Varianten und Komplexität, höhere Automatisierung, die Verlagerung auf hochmoderne Fertigungslinien sowie intensive Lieferantenverhandlungen“.

Trotz dieser Fortschritte bestehe weiterhin eine Lücke zu den angestrebten Zielkosten. Um vollständig wettbewerbsfähig zu werden, seien zusätzliche strukturelle Maßnahmen notwendig, einschließlich einer Anpassung der Personalkapazitäten. „Diese Anpassungen sollen, wo immer möglich, sozialverträglich erfolgen“, so das ZF-Management. „Ziel bleibt, Personalüberhänge vorrangig über natürliche Fluktuation, freiwillige Programme, Altersteilzeit, konzerninterne Vermittlungen, Transfergesellschaften sowie das Auslaufen befristeter Beschäftigungen abzubauen. Betriebsbedingte Kündigungen sollen weiterhin vermieden werden, können aber angesichts des herausfordernden Marktumfelds nicht vollständig ausgeschlossen werden.“

Die Entscheidung zur Eigenfertigung sei ein wichtiger Baustein der laufenden Restrukturierung der Division E und Teil eines umfassenden Maßnahmenprogramms, erklärt der Zulieferer abschließend. „Dieses verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz mit dem Ziel wirtschaftlicher Stabilität, wettbewerbsfähiger Produkte und Technologien sowie klarer Verantwortlichkeiten in der Organisation.“

Newsletter

Via: ZF
Tags: Autozulieferer, Elektromotor, ProduktionUnternehmen: ZF
Antrieb: Elektroauto

BMW: Lieferengpässe beim iX1 durch fehlende Felgen

„FastBat“ soll Batterietechnologien schneller zur Marktreife bringen

Auch interessant

Porsche unterbricht Taycan-Produktion wegen schwacher Nachfrage

Porsche-Taycan-Produktion

Bosch sieht Kostenoptimierung und Multi-Energie-Plattformen als Trends

Nissan prüft chinesische Plattformen für Europa-Elektroautos

Nissan-LEAF-2026

Bosch-Aufsichtsratschef: Risiko für Einstieg in die Batteriezelle war zu groß

Bosch-Elektroauto

Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Ihre Meinung Antwort abbrechen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht, erforderliche Felder sind markiert *. Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Regeln & -Nutzungsbedingungen.Mit dem Absenden Ihres Kommentars bestätigen Sie, dass Sie unsere Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiert haben.

Seitenspalte

Newsletter

Elektroauto-News - täglich oder wöchentlich:

Kostenlos abonnieren

Suche

Anzeige

Elektroauto-Übersicht · Newsletter · Impressum · Datenschutz · Datenschutzeinstellungen · Werben

Copyright © 2026 ecomento.de