Die Ergebnisse des „HUK-E-Barometers“ zeigen aus Sicht des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), dass die neue sozial gestaffelte staatliche Kaufprämie für Elektroautos Wirkung zeigt. Die steigende Bereitschaft privater Autofahrer zum Umstieg auf batterieelektrische Fahrzeuge mache deutlich: Gezielte Förderinstrumente können insbesondere bei preissensiblen Haushalten entscheidende Kaufimpulse auslösen.
Besonders ausgeprägt ist der Effekt laut der HUK-Studie bei jüngeren Autofahrern unter 40 Jahren sowie bei Familien mit minderjährigen Kindern. In beiden Gruppen wird demnach inzwischen deutlich häufiger geplant, ein Elektroauto früher als bislang vorgesehen anzuschaffen.
„Die Entwicklung zeigt, dass Elektromobilität immer dann an Dynamik gewinnt, wenn sie für breite Kundengruppen wirtschaftlich erreichbar wird“, sagt ZDK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Hasler. „Die Kaufprämie sendet ein wichtiges Signal an Verbraucher und Handel. Entscheidend ist jetzt, dass Förderung und Rahmenbedingungen dauerhaft verlässlich, einfach und praxisnah ausgestaltet werden.“
Aus Sicht des ZDK bestätigt die Studie zugleich, dass sich der Markt zunehmend in Richtung privater Kunden entwickelt. Gerade dieser Bereich sei für den nachhaltigen Hochlauf der Elektromobilität entscheidend. Während der Markt in der Vergangenheit stark von gewerblichen Flotten geprägt gewesen sei, zeigten die aktuellen Daten eine wachsende Akzeptanz im privaten Fahrzeugbestand.
Gebrauchte „entscheidender Einstiegshebel“ in die E-Mobilität
Gleichzeitig weist der ZDK darauf hin, dass der weitere Hochlauf der Elektromobilität nicht allein über den Neuwagenmarkt gelingen könne. Das HUK-E-Barometer unterstreiche, dass insbesondere niedrigere Anschaffungskosten ein zentraler Hebel für zusätzliche Nachfrage sind. Deshalb sehe das Kfz-Gewerbe vor allem im Markt für gebrauchte Elektrofahrzeuge großes Potenzial – „insbesondere bei jungen Gebrauchten, also Fahrzeugen, die nicht älter als ein Jahr sind und damit für Händler besonders attraktiv und gut vermarktbar sind“.
„Für viele Verbraucher wird der gebrauchte Stromer zum entscheidenden Einstiegshebel in die Elektromobilität“, so Hasler. „Deshalb müssen wir den E-Gebrauchtwagenmarkt stärker in den Fokus rücken. Bezahlbare Fahrzeuge, transparente Batteriezustandsbewertungen und gezielte Unterstützungsmaßnahmen können hier zusätzliche Dynamik erzeugen.“
Der ZDK sieht insbesondere in einer stärkeren Förderung flankierender Maßnahmen – etwa beim Laden zuhause oder bei gebrauchten Elektrofahrzeugen – weiteres Potenzial, um zusätzliche Käufergruppen zu erreichen. Gleichzeitig bleibe der Ausbau einer flächendeckenden und verlässlichen Ladeinfrastruktur ein wesentlicher Faktor für die Akzeptanz der Elektromobilität.

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