Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) sieht die Elektromobilität in Deutschland auf weiterem Wachstumskurs. Ein spürbar steigendes Interesse der Verbraucher sowie das wachsende Angebot bezahlbarer E-Fahrzeuge sorgen aus Sicht des Kfz-Gewerbes für zunehmende Dynamik im Markt. Die aktuellen Neuzulassungszahlen des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) bestätigten diese Entwicklung.
„Die Elektromobilität erreicht zunehmend die Mitte des Automarktes. Die aktuelle Nachfrageentwicklung zeigt, dass sich immer mehr Kundinnen und Kunden ganz bewusst für einen elektrischen Antrieb entscheiden – bei Neu- ebenso wie bei Gebrauchtwagen“, so ZDK-Präsident Thomas Peckruhn. Auch die aktuelle Auftragssituation bestätige nach Angaben von Händlergruppen diese positive Entwicklung.
Nach Einschätzung des ZDK profitiert die Elektromobilität derzeit von einer günstigen Marktkonstellation: Ein deutlich breiteres Angebot erschwinglicher E-Fahrzeuge trifft auf Verbraucher, die angesichts der seit Wochen hohen Kraftstoffpreise ihre Mobilitätskosten neu bewerten. Zusätzliche Impulse erwartet das Kfz-Gewerbe vom neuen Förderportal der Bundesregierung für E-Autos, das vor zwei Wochen an den Start gegangen ist.
„Die Kaufprämie kann ein wichtiger Impulsgeber“
„Die Kaufprämie kann ein wichtiger Impulsgeber für den privaten Hochlauf der Elektromobilität sein. Wer den Umstieg erleichtert, stärkt zugleich die Akzeptanz der Technologie und bringt zusätzliche Dynamik in den Markt“, sagt Peckruhn.
Diese Entwicklung spiegelt sich in den aktuellen Zulassungszahlen wider: Mit 59.969 neu zugelassenen rein batterieelektrischen Fahrzeugen lag das Volumen im Mai um 39,3 Prozent über dem Vorjahreswert. Der E-Auto-Anteil an allen Pkw-Neuzulassungen stieg auf 25 Prozent, von 18 Prozent im Mai 2025.
Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung laut dem ZDK vor dem Hintergrund, dass der Mai 2026 zwei Arbeitstage weniger aufwies als der Vorjahresmonat. Der Gesamtmarkt bewegte sich nahezu auf Vorjahresniveau: Insgesamt wurden 239.448 Pkw neu zugelassen, ein leichtes Plus von 0,1 Prozent gegenüber Mai 2025.
„Jetzt muss die Förderung im Alltag überzeugen“
„Die Nachfrage ist da, das Angebot wächst – jetzt muss auch die Förderung im Alltag überzeugen. Weniger Bürokratie, mehr Praxistauglichkeit und verlässliche Prozesse sind der Schlüssel, damit die positiven Marktsignale nachhaltig wirken können“, betont Peckruhn.
Seit dem 19. Mai können Verbraucher über ein Onlineportal des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) Anträge für die neue Elektroauto-Kaufprämie stellen. Das ist rückwirkend für Käufe seit Januar möglich, auch bestimmte Plug-in-Hybride und E-Autos mit Verbrenner als Stromgenerator werden bezuschusst. Der Fördertopf soll bis Ende 2029 für circa 800.000 Fahrzeuge reichen, wobei Summen von bis zu 6000 Euro vor allem einkommensschwächere Teile der Gesellschaft unterstützen sollen.
Die jüngsten Zulassungszahlen bestätigen nach Ansicht des ZDK, dass die Rahmenbedingungen für die Elektromobilität zunehmend besser werden. Um die aktuelle Dynamik dauerhaft zu verstetigen, brauche es jedoch weiterhin einen engen Dialog zwischen Politik, Behörden und Kfz-Gewerbe sowie eine möglichst einfache und praxisnahe Ausgestaltung der Förderinstrumente.

Jeff Healey meint
(…) „Ein spürbar steigendes Interesse der Verbraucher sowie das wachsende Angebot bezahlbarer E-Fahrzeuge sorgen aus Sicht des Kfz-Gewerbes für zunehmende Dynamik im Markt.“ (…)
Das möchte ich bestätigen. Es sind viel früher attraktive gebrauchte E-Autos am Markt als ich gedacht habe. Das Modell von oben auf dem Bild habe ich in Vollausstattung für unfassbar günstige 21K erstehen können.
Das ist sicherlich kein High-End Fahrzeug, jedoch ein absolut hervorragendes Preis- Leistungsverhältnis. Der Gebrauchtwagenmarkt bietet endlich die richtigen Angebote.