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Volkswagen-Topmanager halten Konzern offenbar für existenzgefährdet

17.06.2026 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 35 Kommentare

VW-ID-Polo-Produktion

Bild: VW

Die Situation innerhalb des Volkswagen-Konzerns wird von der Führungsebene offenbar als äußerst kritisch eingestuft. Das berichtet das Manager Magazin unter Berufung auf eine aktuelle interne Recherche.

Demnach verdeutlicht eine anonyme Umfrage unter Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats die prekäre Lage von Europas größtem Automobilhersteller. Ziel der Erhebung war es, den internen Zusammenhalt zu analysieren. Die Ergebnisse der Befragung zeigen eine tiefe Besorgnis über die Zukunft des Unternehmens.

Von den neun befragten Vorstandsmitgliedern bewerteten laut dem Bericht sechs die Existenz des Konzerns als gefährdet, während drei weitere die Lage als angespannt bezeichneten. Eine unkritische Einschätzung wurde von keinem der Teilnehmer abgegeben.

Hinsichtlich der künftigen Ausrichtung herrscht unter den Führungskräften dem Bericht zufolge Einigkeit über die Notwendigkeit einer grundlegenden Neuausrichtung: Alle neun befragten Vorstände sprachen sich für einen radikalen Strategiewechsel aus. Dabei wurden auch die Strategien in den Märkten China und Nordamerika deutlich kritisiert.

Der Volkswagen-Konzern steht vor einem Bündel struktureller und konjunktureller Herausforderungen. Im Mega-Markt China verliert das Unternehmen durch schwache Nachfrage, aggressive lokale Wettbewerber und den schnellen Übergang zu softwaredefinierten Elektroautos an Wettbewerbsfähigkeit. Deshalb beschleunigt der Konzern seine „in China, for China“-Strategie mit neuen lokal entwickelten E-Modellen.

Parallel belasten hohe Fixkosten, komplexe Konzernstrukturen, Restrukturierungskosten, Software- und Batterieinvestitionen sowie sinkende Margen die Profitabilität. Hinzu kommen US-Zölle und geopolitische Risiken. Besonders kritisch ist zudem, dass Volkswagen gleichzeitig Kosten massiv senken, Werke und Personal sozialverträglich umbauen, die Wettbewerbsfähigkeit der Kernmarke stärken und bei E-Mobilität, Software, autonomem Fahren und erschwinglichen Modellen schneller werden muss.

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Tesla-Fan meint

    17.06.2026 um 19:16

    Vorstände und Topmanager von VW fordern also einen Strategiewechsel bei VW.

    Doofe Frage eines unwissenden Tesla-Fans – Wer macht in dem Laden die Strategie?

    Vielleicht kann mich einer der VW-Schreiberlinge erleuchten.

    Vorschlag vom unwissenden Tesla-Fan: Vorstand und Topmanager feuern wegen erwiesener Unfähigkeit.

    Antworten
    • hu.ms meint

      18.06.2026 um 17:27

      Es kommt nichts besseres nach !
      Die VWgroup ist ein riesen tanker, der äusserst schwer zu manövrieren ist.
      Es wurden massnahmen in verschiedensten bereichen angestossen: eigene zellfertigung.
      effiziente motoren, neue software-architektur. Und das in allen 3 grossen märkten absatzorientiert und vor allem zoll-reduzierend.
      Erfolg ist wie bei jeder mittelfristigen neuorientierung fraglich.
      Zumindest kommen neue modelle, bessere akkus und motoren – bei deinem lieblingshersteller tut sich da garnichts mehr.

      Antworten
    • hu.ms meint

      18.06.2026 um 17:44

      Die mittelfristige strategie der VBW-grouop ist doch bekannt:
      In jedem der 3 grossen märkte, die autos bauen, die die interessenten dort haben wollen.
      Dafür gibts neue software-architektur mit rivian bzw. mit partner in china entwickelt, im konzern selbst gebaute akku-zellen, neue hocheffiziente e-motore u.a.
      Wichtig auch die kostenreduzierungen: der durch die fetten jahre (gewinne aus china) angewachsene „speck“ muss weg !

      Antworten
    • MK meint

      19.06.2026 um 11:22

      @Tesla-Fan:
      Zum einen ist ja nicht benannt, wer genau da befragt worden ist. VW klassifiziert tausende Mitarbeiter als Manager, gefragt wurden 9. Das kann dann z.B. auch der Leiter der Metzgerei sein, die die VW Currywürste herstellt und der von den Managemententscheidungen und politischen Diskussionen sogar deutlich weniger mitbekommt als die Putzfrau in der Vorstandsetage.
      Zum zweiten: Leider haben deutsche Automanager für sich erkannt, dass so Lobbyismus am einfachsten funktioniert: Ein bisschen jammern, wie viele Jobs doch in Deutschland angeblich auf dem Spiel stünden und schon gibt es erst Importzölle gegen chinesische Autos (von denen in China produzierte Fahrzeuge deutscher Hersteller faszinierenderweise ausgenommen sind…so viel zu dem Thema, man wolle hier Arbeitsplätze sichern…), Aufhebung der akuten CO2-Ziele für 2026, ein Investitions-Förderungsgesetz, dass es VW erlaubt, z.B. einen großen Teil der am 20.12. eröffneten Batteriefabrik Salzgitter schon 2025 abzuschreiben und so Gewerbesteuer zu sparen und dann noch mal ein paar Milliarden Euro zur Förderung von Neuwagenverkäufen sowie Nullrunden bei den Tarifabschlüssen für die Mitarbeiter in Deutschland. Was wohl passiert, wenn man immer weiter jammert? Gesenkte Mehrwertsteuer für PKW? Das Land Niedersachsen als Anteilseigner übernimmt die Betriebsrenten ehemaliger VW-Mitarbeiter? Wer weiß das schon…

      Antworten
  2. KBDCALLS meint

    17.06.2026 um 19:01

    Könnte aber auch noch sein das das eine Nachwirkung des Dieselskandals ist. Da ist reichlich Geld verbrannt worden. Was noch ein Geschmäckle hat. VW will 5,20€ bzw 5,26€ pro Aktie zahlen. Geht man vom Gewinnrückgang von 44% aus, müssten es aber ca. 2.80€ weniger sein, wenn man die Vorjahresdividende mit 6,30€ zugrundelegt. Man schmeißt lieber die Leute raus, und ist dann noch ganz Stolz auf die daraus resultierende Kostensenkung.

    Antworten
    • hu.ms meint

      18.06.2026 um 17:30

      Der gewinnrückgang erfolgt im wesentlichen in china !
      Entsprechend müssen jetzt die kosten im gesamtkonzern angepasst werden.
      Der speck bei jeder marke muss weg…

      Antworten
  3. Haubentaucher meint

    17.06.2026 um 14:13

    VW wird weiter schrumpfen. Die Konstellation ist denkbar schlecht.
    Man hat eine Beschäftigungssicherung bis 2030 ! (Wahnsinn).
    Niedersachen hat eine Sperrminorität und die Landesregierung stimmt keinen Werksschließungen wegen der Wahlen im Herbst zu obwohl diese kömmen müssen.
    Man hat keine Governance im Konzern und jeder macht was er will.

    Antworten
    • Ossisailor meint

      17.06.2026 um 15:54

      Beschäftigungssicherung hin oder her: Bis 2030 werden 30.000 Leute entlassen, für über 20.000 liegen die Regelungen bereits vor.

      Antworten
      • Jörg2 meint

        17.06.2026 um 20:35

        Noch auf der Pfanne, dass VW ein Weltkonzern ist?
        Darauf bezieht sich der Schrumpfungsprozess.
        Der von Dir benannte Personalabbau grenzt auf D ein.

        Antworten
  4. David meint

    17.06.2026 um 14:10

    Durchschaubar. Unseriöser Unfug.

    Als ob das die Denke von Topmanagern wäre. Und als ob die das dann öffentlich machen würden, sollten sie das wirklich denken. Gerade, wenn was dran wäre, kennen wir aus genügend Beispielen, dass Vorstandsmitglieder, selbst als das Schiff Schlagseite hatte, mit beiden Händen an der Reling festgekrallt noch riefen: Alles bestens!

    Das nur rein logisch. Inhaltlich muss man da gar nicht drauf eingehen.

    Antworten
    • Jörg2 meint

      17.06.2026 um 15:27

      Pfeife(n) im Wald.

      Antworten
    • Future meint

      17.06.2026 um 17:09

      Diese »Umfrage« unter Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats von VW ist also frei erfunden? Haben sich das ganze die Redakteure vom Spiegel nur ausgedacht? Wieso denkt man sich denn sowas aus? Vielleicht ist es eine schlaue Stratgie und es geht wieder mal um die Macht im Konzern, damit das einflussreiche Niedersachsen und der starke Betriebsrat die Werksschließungen endlich genehmigen. Aber das ist natürlich nur Spekulation. In einem Jahr werden wir mehr wissen.

      Antworten
    • EVrules meint

      18.06.2026 um 01:10

      Wie war das nochmal, mit „Gnade mit den Mitbewerbern“?

      Antworten
      • David meint

        18.06.2026 um 13:56

        Das ist von mir nicht gesagt worden. Sondern: Gnade Gott den Mitbewerbern!
        Das ist korrekt. Im Gegensatz zu diesem frei erfundenen Unfug im Artikel.

        Antworten
        • Future meint

          19.06.2026 um 08:55

          Die Pressemeldung wurde weder von VW noch von den betroffenen VW-Managern dementiert. Mittlerweile wurde der Bericht auch schon international in den großen Portalen übernommen. Die Strategie dahinter ist doch auch nachvollziehbar. Es geht eben um Politik, wie immer bei solchen Methoden.

  5. Futureman meint

    17.06.2026 um 13:49

    Passt zu den heutigen Berichten von BYD und Leapmotor hier auf dieser Seite. Ein starkes Wachstum von neuen Playern sorgt hat bei alten Herstellern für Abschwächung und Verlusten. Da kann man nur hoffen, dass wenigstens einige Werke von anderen Herstellern übernommen werden. Denn wenn die Vorstände mit ihren hohen Bezügen weg sind, bleibt auch noch Geld für die „normalen“ Mitarbeiter übrig.
    Da andere gerne bei jedem Teslaartikel auf die tollen Produkte von VW hinweisen, hier noch der Hinweis, dass Tesla gerade massiv Personal einstellt.

    Antworten
    • MK meint

      17.06.2026 um 15:07

      @Futureman:
      Was heißt denn „massiv“? In Grünheide war glaube ich zuletzt von 1.500 zusätzlichen Stellen die rede. VW redet z.B. alleine in der Elektromotorenfertigung in Baunatal von über 3.000 neuen Stellen. Sowas geht halt in einer Presse, die sich aufs schlechte fokussiert manchmal etwas unter ;)
      Und dass Manager solche Meldungen raushauen, ist deren Job:
      – Politische Unterstützung gibts nur, wenn man so einen eindruck erweckt
      – Gehaltsverhandlungen mit der IG Metall sind fürs Unternehmen ganz bitter, wenn man sagt, dass es dem Unternehmen gut geht
      – Manger-Boni bemessen sich in erster Linie daran, ob das Ergebnis besser ausgefallen ist als ERWARTET (nicht, ob es besser als im Vorjahr ist…). Umso niedriger die Erwartungen angesetzt werden, um so höher wird also das Gehalt für die Manager. Wenn ich mein eigenes Gehalt verdreifachen könnte, nur in dem ich erst behaupte „wir werden 30% Umsatz verlieren“ und dann am Ende feiere „waren doch nur 2% Umsatzverlust“, würde ich das wohl auch tun.

      Antworten
  6. Jörg2 meint

    17.06.2026 um 13:19

    Ich befürchte, wir sehen hier ein Dickschiff auf einen Eisberg zufahren.

    Das übliche System „Aktiengesellschaft“ mit bonibezahlten, quartalorientierten Verwaltungsangestellten taugt super für das Optimieren laufender Prozesse. Für Umschwünge, die von außen aufgedrängt werden, welche über einen längeren Zeithorizont laufen, eher ungeeignet.

    Spannend wäre ja gewesen, noch die 7…9 Veränderungsvorstellungen zu hören. Ist man(n) sich einig im Weg oder nur in der Ablehnung des Aktuellen?

    Antworten
    • Jörg2 meint

      17.06.2026 um 13:42

      Ach, vergessen:

      Bestimmt erklärt uns hier noch jemand, dass der reale Rückgang des Chinageschäftes, das reale Versenken von Geld in Cariad, das reale Hereinmanövrieren in Entwicklungsabhängigkeiten, der reale Rückstand in der Entwicklung von Software für autonomes Fahren…. clever geplante Schachzüge in Vorbereitung der nächsten Tarifverhandlungsrunden sind; ein bewusstes „sich arm organisieren“ (vs. „… rechnen“)

      Antworten
      • Jörg2 meint

        17.06.2026 um 16:05

        Diese Erklärung kam nun von MK.

        Antworten
      • MK meint

        17.06.2026 um 17:44

        @Jörg2:
        Wo genau sehen Sie denn den „realen Rückstand“ beim autonomen Fahren für den VW Konzern? Während von Tesla Meldungen „durchsickern“, wie das Cybercab aussehen könnte, kann man mit dem ID.Buzz AD als Fahrgast schon fahren (z.B. in Los Angeles).
        Darüber, dass man in China den Anschluss vollkommen verloren hat, brauchen wir nicht diskutieren…

        Antworten
        • Jörg2 meint

          17.06.2026 um 19:22

          MK

          Der Rückstand besteht zu diversen chinesischen Unternehmen und zu Waymo&Co.
          Der Hauptknackpunkt für VW: VW hat keine eigene Software. Der ID.Buzz ist der Träger für ander Unternehmen Geschäftsmodelle.

          Die Selbstfahrlösungen in der EU werden durch chinesische und amerikanische Unternehmen vorangetrieben.

          Sooo schlecht informiert!?

        • MK meint

          18.06.2026 um 16:00

          @Jörg2:
          VW hat zumindest mehr eigenes Software-Know-How als man Verbrennungsmotoren-Know-How hat…das Autohersteller allgemein die allerwenigsten Dinge selber entwickeln und eher die Technologien verschiedenster Anbieter zusammenbringen, sollte sich herumgesprochen haben: Finden Sie mal einen Autohersteller, der z.B. einen „einfachen“ Frontscheinwerfer für einen in der EU zugelassenen PKW entwickeln und herstellen kann…sowas gibt es weltweit nicht.
          Von daher: Für VW, Tesla und Co ist nicht relevant, wer die Software im Hintergrund entwickelt hat, sondern nur, wer am Ende das beste Gesamtprodukt bietet, um in dem Bereich der Wertschöpfungskette, den man selber abdeckt, den meisten Umsatz und Gewinn zu erzielen.

  7. tutnichtszursache meint

    17.06.2026 um 12:56

    Topmanager „leben“ von den Bonuszahlungen – CEO Blume hatte mal 10 Millionen verdient – 2 Millionen Grundgehalt und der Rest Boni, die sich aus der Rendite/Marge errechnet – wenig Konzerngewinn gleich wenig Boni.
    Mit niedrigen Grundgehalt und hohen Boni sind langfristige Strategien äußerst hinderlich – man denkt eher von Jahr zu Jahr – fatal.

    Antworten
  8. MichaelEV meint

    17.06.2026 um 12:39

    Überrascht wenig, schon lange offensichtlich. Reiht sich u.a. in die Meldung von BMW ein und vielen anderen, die noch kommen werden.
    Mal schauen, wie man sich das hier wieder schönreden wird.

    Antworten
  9. Optimist meint

    17.06.2026 um 12:35

    Hätten sie lieber mal ihre Hausaufgaben gemacht, als ständig zu Bremsen und zu verhindern. Sie hatten ein E-Auto was man ihnen förmlich aus den Händen gerissen hat (E-Up).
    Die Äußerung vor ein paar Tagen, dass schnelles Laden für den Anfang des nächsten Jahrzehnts geplant ist, lässt auch nicht gerade auf die Zukunft hoffen.
    Aber hey, to big to fail! Der Steuerzahler wird retten!

    Antworten
  10. Ben meint

    17.06.2026 um 12:10

    Ganz schön lautes Schweigen heute von den bezahlten VW Schreiberlingen.

    Antworten
  11. Hans Meier meint

    17.06.2026 um 11:27

    Manager können viel sagen, solange der Tag lang ist. Entscheidend ist nur was an Aktionärsversammlungen erzählt wird, weil dort Falschaussagen zu Kursmanipulationen führen können, was man einklagen kann. Und die Jubelschreie die letzten Jahre mal abgesehen von diesem Jahr an den Aktionärsversammlungen tönen nicht so als würde es VWAG irgendiwie wirklich schlecht gehen. Vermutlich versucht man wieder den Staat zu aktivieren damit die Allgemeinheit für die Aktionäre zahlt, nichts Neues.

    Antworten
    • David meint

      17.06.2026 um 14:21

      Ich stimme dir zu, dass es genug objektivierbare Einschätzungen zur Lage vom VW Konzern gibt und vom Verhalten der Eigentümerfamilie über das der Betriebsräte bis zu Aussagen auf letzten Bilanzpressekonferenzen oder der extrem geringen Shortsellerquote weist alles darauf hin, dass alles in Ordnung ist. Es sagt eigentlich mehr über Intelligenz und Bildungsstand der Mitmenschen, die so eine Meldung glauben.

      Antworten
  12. Gernot meint

    17.06.2026 um 11:11

    Die korrekte Überschrift müsste lauten:
    Volkswagen-Konzern durch Topmanager existenzgefährdet

    Es ist der Verdienst von Herbert Diess, den VW-Konzern grundsätzlich Richtung Elektromobilität getrimmt zu haben. Aber Diess hätte niemals die anfänglich völlig indiskutable Innenraumqualität bei ID.3 und ID.4 und viel zu schwache CPUs durchwinken dürfen und auch Diess hat die Strukturen für die Softwareentwicklung nicht richtig gesetzt. Die beiden Punkte haben gerade in China das Image für VW-BEV gesetzt und das negative, rückständige Image hängt ihnen da bis heute an, obwohl die Software mittlerweile einigermaßen OK ist.

    Chinesische Startups schaffen es, für um die 100 Mio. komplette Software-Ökosysteme aufzusetzen. VW hat bei Cariad je nach Quelle 7-10 Mrd. investiert und dieses Geld durch Missmanagement komplett in den Sand gesetzt. Die Software-Entwicklung bei Cariad wird nun faktisch aufgegeben und es werden weitere 5 Mrd. in eine Software-Entwicklung mit Rivian und knapp 1 Mrd. in die Software-Entwicklung mit Xpeng investiert. Dann wird vom Management dauernd über Lohnkosten, Energiekosten und Regulierung lamentiert, aber das ist einzig und allein ein Managementthema. Was Blume und Co für einen Mist verzapfen, müsste mal thematisiert werden.

    Weil es das Management nicht geschafft hat, eine Modellpalette aufzusetzen, die in China funktioniert, hatte das Management die „grandiose“ Idee, billige Chinakisten mit VW und Audi zu labeln. Es wurde z.B. die AUDI-Submarke geschaffen (AUDI als Textmarke ohne die 4 Ringe). Das sind unechte Audis auf Basis von SAIC-Autos. Der AUDI E5 ist von der Größenordnung ein Audi A6 Sportback mit fetter 100 kWh-800V-Batterie, zahlreichen Assistenzsystemen, 27-Zoll-Display, usw. Aufgrund schwacher Nachfrage nicht mal ein Jahr nach der Markteinführung wird das Ding in China jetzt ab umgerechnet 26.000 Euro verscherbelt. Letztes Jahr (ab August) konnte AUDI nur 4.843 Stück davon in China absetzen. All das sind reine Managementthemen, die aber nie diskutiert werden.

    Und was soll jetzt die Lösungen sein? U.a. Investitionen zusammenstreichen. Wenn man mit seinen Produkten nicht ausreichend wettbewerbsfähig ist, dann wird das nicht besser, wenn man zukünftig noch weniger investiert. Das bringt den Konzern dann endgültig um.

    Das das Ganze jetzt nur eine bewusst lancierte Medienkampagne ist, um den Arbeitnehmer zur Gewinnmaximierung wieder neue Einschnitte reinzudrücken, ist übrigens auch eine Möglichkeit.

    Antworten
    • NeutralMatters meint

      18.06.2026 um 01:08

      Dieaa war kein Alleinentscheider, er hatte Vorstandskollegen und einen Aufsichtsrat, wie auch Kollegen in tieferen Ebenen.

      Es so darzustellen, dass er der alleinige Grund für die Schwierigkeiten wäre, ist schlicht und ergreifend das Vorhaben ihn allein als Sündenbock darzustellen.

      Antworten
    • hu.ms meint

      18.06.2026 um 17:38

      Die „lösung“ besteht aus vielen einzelmassnahmen.
      Diese kann man im nachbarthema sogar nachlesen.
      Und klar: der erfolg ist ungewiss – aber besser als nichts zu tun.

      Antworten
  13. Mäx meint

    17.06.2026 um 10:08

    „Alle neun befragten Vorstände sprachen sich für einen radikalen Strategiewechsel aus.“
    Was soll das nun heißen?
    Was besagt die aktuelle Strategie genau?
    In welchen Punkten ist die aktuelle Strategie schlecht?
    Wie sollte man es besser machen?

    Opposition ist immer einfach, alles ist scheiße, es muss einen Wechsel geben…

    Antworten
    • Mike meint

      18.06.2026 um 09:29

      Genau diese wichtigen Informationen fehlen, um es einordnen zu können.

      Antworten
    • hu.ms meint

      18.06.2026 um 17:42

      Die mittelfristige strategie ist doch bekannt:
      In jedem der 3 grossen märkte, die autos bauen, die die interessenten dort haben wollen.
      Dafür gibts neue software-architektur mit rivian bzw. in china entwickelt, selbst gebaute akku-zellen, neue hocheffiziente e-motore u.a.
      Wichtig auch die kostenreduzierungen: der durch die fetten jahre (gewinne aus china) angewachsene „speck“ muss weg !

      Antworten

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