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VW, Stellantis und Renault drängen auf Schutz der europäischen Wertschöpfungskette

18.06.2026 in Autoindustrie, Politik von Thomas Langenbucher | Kommentieren

Renault-5-Produktion

Bild: Renault (Symbolbild)

Der Volkswagen-Konzern, Stellantis und Renault fordern von der Europäischen Union die Einführung einfacher „Made in Europe“-Regeln. Die drei Unternehmen sind für etwa 60 Prozent der europäischen Automobilproduktion verantwortlich. In einem gemeinsamen Schreiben an Abgeordnete des Europäischen Parlaments plädieren sie laut Automotive News zudem für stärkere Anreize zur Förderung der lokalen Fertigung.

Die Automobilhersteller schlagen demnach vor, dass 70 Prozent der in der EU verkauften Fahrzeuge einen Wertschöpfungsanteil von 70 Prozent aus den 27 Mitgliedstaaten beziehen sollten. Dies soll die gesamte Wertschöpfungskette abdecken, angefangen bei der Entwicklung bis hin zur Produktion.

Die EU prüft derzeit im Rahmen ihrer Industriepolitik während des Übergangs zur Elektromobilität einen solchen Rahmen für europäische Produkte. Die Politik untersucht dabei dem Bericht zufolge Schwellenwerte für lokale Inhaltsanteile sowie staatliche Unterstützung und Anreize, die an die regionale Produktion gekoppelt sind, um Lieferketten zu stärken und Importabhängigkeiten zu reduzieren.

Die Unternehmen betonten ihre Verpflichtung, eine starke Fertigungsbasis in Europa zu erhalten. Dies sei jedoch von einem realistischeren regulatorischen Rahmen abhängig. Die Hersteller sehen sich laut dem Schreiben mit beispiellosen Herausforderungen für ihre Wettbewerbsfähigkeit konfrontiert.

Diese Schwierigkeiten resultieren aus technologischen Lücken in strategischen Bereichen sowie einem intensiven globalen Wettbewerbsdruck. Hinzu kommen dauerhaft hohe Kosten für Energie, Fertigung und Regulierung. Die Initiative baut auf früheren Forderungen von Volkswagen und Stellantis auf, die einen Schutz der Industrie durch Anreize und eine bevorzugte Behandlung lokal produzierter Elektrofahrzeuge forderten.

Die Konzerne fordern Maßnahmen zur Förderung der Produktion in Europa, darunter gezielte Unterstützung für die Batterieherstellung. Sie rufen zudem nach größerer regulatorischer Flexibilität, insbesondere bei Kleinwagen, um Elektrofahrzeuge erschwinglicher zu machen und lokale Lieferketten zu stärken.

„Wir wollen der europäischen Mittelschicht saubere, erschwingliche und technologisch hochmoderne Autos anbieten“, so die Hersteller in ihrem Schreiben. „Europa schottet sich nicht ab. Europa bremst lediglich den Trend zur weiteren Auslagerung der industriellen Produktion in Drittländer.“

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Via: Automotive News (kostenpflichtig)
Tags: EU, FörderungUnternehmen: Renault, Stellantis, VW
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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

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