Der US-amerikanische Festkörperbatterie-Entwickler QuantumScape hat eine mehrjährige Forschungskooperation mit dem japanischen Autobauer Honda geschlossen. Im Fokus der Zusammenarbeit steht die Weiterentwicklung der QS-Batterieplattform sowie der damit verbundenen Fertigungsprozesse. Als Vertragspartner agiert dabei die auf Entwicklung spezialisierte Tochtergesellschaft Honda R&D.
Die Vereinbarung basiert auf einer vorangegangenen Technologiebewertung, die eine praxisorientierte Untersuchung der Plattform sowie ein Wettbewerbs-Benchmarking umfasste. Nach dem erfolgreichen Abschluss dieser Prüfung beginnt nun die gemeinsame Entwicklungsarbeit an der Architektur für Festkörperbatterien. Das Ziel ist es laut einer Mitteilung, die Entwicklung von Akkus mit festem statt flüssigem Elektrolyten gezielt voranzubringen.
Atsushi Ogawa, Chief Operating Officer des Research Center of Excellence bei Honda R&D, hebt die Bedeutung der Technologie hervor. „Die QS-Technologie hat während unserer Bewertung überzeugende und einzigartige Vorteile gezeigt.“ Ogawa sieht Potenzial für einen Mehrwert in verschiedenen Anwendungsbereichen, einschließlich der Automobilindustrie.
Auch von Seiten des US-Unternehmens wird die Partnerschaft als bedeutend eingestuft. Siva Sivaram, CEO und Präsident von QuantumScape, merkte an, dass die Bewertung von Honda eine der bislang strengsten Begutachtungen der Technologie darstelle. „Diese Vereinbarung spiegelt das wachsende Vertrauen in die Festkörper-Lithium-Metall-Batterien von QS wider.“
QuantumScape wird bereits maßgeblich von Volkswagen unterstützt. Es verfolgt keinen Plan zur eigenen Massenfertigung, sondern will Projekte im GWh-Maßstab durch die Vergabe von Lizenzen an Partner realisieren. Die Technologie soll eine sichere Energiespeicherung mit höherer Energiedichte ermöglichen.
Ein zentrales Element der Produktstrategie ist die Zelle namens QSE-5, die als erstes kommerzielles Produkt geplant ist. Diese weist eine Kapazität von 5 Ah und eine Energiedichte von über 844 Wh/l auf. Zudem soll eine Ladedauer von 12,2 Minuten von 10 auf 80 Prozent erreicht werden können.
Im Oktober 2024 startete der Hersteller mit der kleinteiligen Fertigung sowie der Lieferung von B-Mustern für Tests an Kunden aus dem Automobilsektor. Damit wird die praktische Erprobung der Technologie in der Industrie vorangetrieben. Die Kooperation mit Honda markiert dabei einen weiteren Schritt in der Entwicklung dieser Batterietechnologie.

Horst Feuser meint
Es zieht sich…
Bis wir „echte“ Feststoffakkus in Großserie haben werden dauert es noch mindestens 5-10 Jahre
Mäx meint
Toyota wollte 2020 eigentlich was bringen, um 2020 hieß es dann meistens ab 2025 gehts richtig los, naja und jetzt ist es eben ab 2030+.
Aber zumindest sind Fortschritte erkennbar was cycle life und Fertigung angeht.
Ich bin gespannt ob man dann tatsächlich auch die versprochenen Kosteneinsparungen hinbekommt, das ist noch ein weitere Knackpunkt der Kommerzialisierung.