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Megawatt-Laden für E-Pkw: Alpitronic ergänzt HYC1000 um HP Dispenser

22.06.2026 in Aufladen & Tanken, Technik von Thomas Langenbucher | 4 Kommentare

Alpitronic_HYC1000-HP-Dispenser

Bild: Alpitronic

Die Anforderungen an die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge steigen weiter. Neue Modelle, insbesondere im Premiumsegment, können mit höheren Leistungen laden. Gleichzeitig soll die Infrastruktur sowohl moderne Hochvoltarchitekturen als auch bereits im Markt befindliche E-Autos und unterschiedliche Standortkonzepte unterstützen.

Vor diesem Hintergrund erweitert Alpitronic sein dezentrales Megawatt-Ladesystem HYC1000 um den neuen High Performance Dispenser (HP Dispenser). Die neue Variante wurde von dem Unternehmen aus Südtirol für Elektro-Pkw mit besonders hoher Ladeleistung entwickelt. Es stellt über einen flüssigkeitsgekühlten CCS2-Ladeanschluss Ströme von mehr als 1000 Ampere sowie Ladeleistungen von bis zu 1000 Kilowatt (kW) bereit.

Der HP Dispenser arbeitet in einem Spannungsbereich von 150 bis 1000 Volt. Die Leistung wird über das zentrale Power Cabinet (Schaltschrank) in Schritten von 62,5 kW bereitgestellt. Ein Power Cabinet verfügt über acht Ausgänge, von denen ein HP Dispenser zwei belegt. Dadurch können an einem Power Cabinet bis zu vier HP Dispenser betrieben werden.

Die HYC1000-Plattform ermöglicht zudem unterschiedliche Standortkonfigurationen. So lassen sich HP Dispenser mit weiteren Dispensern kombinieren. Als Beispiel wird eine Konfiguration mit drei EV Dispensern und einem HP Dispenser genannt. Daraus ergeben sich insgesamt sieben Ladepunkte, darunter ein Ladepunkt für ultraschnelles Laden mit bis zu einem Megawatt über CCS2.

Bei Fahrzeugen, die die entsprechende Ladeleistung aufnehmen können, soll der HP Dispenser die Batterie in weniger als zehn Minuten von 10 auf 80 Prozent aufladen können. „Insbesondere auf der Langstrecke können hohe Ladeleistungen die Standzeiten deutlich verkürzen. Damit unterstützt der HP Dispenser vor allem an Schnellstraßen oder Autobahnen ein Ladeerlebnis, das sich dem klassischen Tankstopp annähert“, so der Anbieter.

Alpitronic plant, den HP Dispenser zunächst in Europa anzubieten, während die Markteinführung in den USA und Kanada für 2027 vorgesehen ist. An das zentrale Power Cabinet können verschiedene Dispenser angebunden werden. Neben dem neuen HP Dispenser gehören dazu der MCS Dispenser für schwere Nutzfahrzeuge sowie der EV Dispenser mit bis zu zwei CCS2-Steckern für Elektrofahrzeuge.

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Via: Alpitronic
Tags: Ladestationen, SchnellladenUnternehmen: Alpitronic
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Jörg2 meint

    22.06.2026 um 21:56

    Hmmm…. Bei BYD war das bei einigen, vor wenigen Tagen, irgendwie „braucht kein Mensch“.
    Jetzt bauen die auch sowas für „braucht kein Mensch“.
    Denken die sich etwas dabei?
    Ich unterstelle: ja.

    Antworten
    • MichaelEV meint

      23.06.2026 um 13:46

      Man wird ja sehen, wie häufig diese Option zum Einsatz kommt. Der wesentliche Unterschied ist hier, dass es eine Option zu einem Produkt ist, was ansonsten um Welten besser konzipiert ist.
      Der HYC 1000 stellt in Vollbelegung durchschnittlich 125 kW pro Ladepunkt zur Verfügung und ist damit auch problemlos kompatibel zu Fahrzeugen mit geringerer Ladeleistung, die über Jahre die Masse ausmachen werden. Im Standard gehen bis zu 600 kW und ob die Leerstelle zwischen 600 und 1000 kW für PKWs wirklich so interessant ist, bezweifle ich stark.

      Da das ja auch CCS2 ist, wird sich die Frage stellen, wie man Fahrzeuge effektiv verteilt. Wenn sich ein ID.Polo an den einen Ladepunkt mit 1000 kW stellt, hat der ganze Spaß nichts gebracht.
      Konzepte wie der HYC 1000 bieten alle Optionen, während der Flashcharger von BYD so festgefahren ist, dass sich selbst BYD die Frage stellt, wie man die Ladeinfrastruktur sinnvoll betreiben soll: Exklusiv für entsprechende BYD-Fahrzeuge ergibt grauenhafte Auslastungen. Und wenn man für Fremde öffnet, werden die zwangsläufig mit denen kollidieren, für die man solche Ladeinfrastruktur ursprünglich marketingswirksam errichtet hat (also ein Satz mit X). Eine saubere Lösung wird es nicht geben, weil das Konzept dafür einfach nicht tauglich ist.

      Antworten
      • Jörg2 meint

        23.06.2026 um 16:25

        Ja, diese Säule deckt eine große Breite ab. Das schwachladende Autos auch an sehr ladefreudigen Ladesäulen laden können…. eine Binse.

        Mir ging es um das Rumkritteln an aktuell sehr hoher Ladeleistung bei einem Säulendesign eines chinesischen Anbieters. Du antwortest zwar auf mein Post, gehst darauf aber garnicht ein.

        Ob sich soetwas durchsetzt? Ich sehe eher eine kaufmännische Obergrenze als eine physikalische.

        Antworten
        • MichaelEV meint

          24.06.2026 um 09:43

          Natürlich geht es ums kaufmännische und nicht physikalische.
          BYD bedient mit dem Flashcharger die Nische (wirklicher Bedarf nach 5 Minuten-Ladevorgängen) einer winzigen Nische (Fahrzeuge, die nennenswert über 600kW gehen) und ist für die Breite des Marktes inkompatibel.
          Das wird nie wirtschaftlich tragfähig sein. Kein Problem für BYD, die können das im ersten Aufschlag als Marketingmaßnahme aus der Portokasse bezahlen. Und eine solche Marketingmaßnahme ist natürlich besser als die meisten Alternativen.
          Wenn man daraus aber eine größere Story bauen will, wird es absurd. Für die Breite der Elektromobilität ist diese Ladehardware bedeutungslos. Der HYC 1000 deckt von der Massenware mit überschaubarer Ladeleistung bis zum LKW mit MCS und 1MW alles ab. Und eine Option (letztendlich eine Variation des MCS Dispenser, den man sowieso braucht) ist CCS2 mit 1MW.
          Alpitronic als Hersteller der Ladesäulen bietet das an, ob CPOs es nutzen werden, bleibt abzuwarten. Klar ist aber, dass beim HYC 1000 Konfigurationen möglich sind, die all die Nachteile des Flashchargers nicht haben (z.B. erwähnte 6x CCS2 600kW + 1 CCS2 1MW). Ultra flexibel und ggf. auch noch später anpassbar, ein vollkommen anderes Produkt als der BYD Flashcharger.

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