Die Zufriedenheit deutscher Autohändler mit ihren Herstellern hat sich im vergangenen Jahr verbessert. Laut dem aktuellen Marken-Monitor des Instituts für Automobilwirtschaft (IfA) erreichte die Beziehung zwischen Handel und Industrie eine Durchschnittsnote von 3,06, während der Wert im Vorjahr noch bei 3,26 nach dem Schulnotensystem lag. Dennoch liegt das Ergebnis weiterhin hinter dem Spitzenwert aus dem Jahr 2018 mit einer Note von 2,51 zurück, berichtet die Automobilwoche.
Die Studie basiert denn Angaben zufolge auf mehr als 1200 Interviews mit Verantwortlichen markengebundener Autohäuser. Die Analyse zeigt, dass die Zufriedenheit in allen fünf Befragungsfeldern – Gebrauchtwagen, Aftersales, Vertriebspolitik, Netzpolitik sowie Produkt und Marke – gestiegen ist. Gleichzeitig sank die Rendite von 1,2 auf 1,0 Prozent.
Škoda konnte sich als Spitzenreiter positionieren und erreichte mit einer Note von 2,44 das beste Ergebnis, was einer Verbesserung um 0,53 Punkte gegenüber dem Vorjahr entspricht. Ein wesentlicher Faktor für diesen Aufstieg war die Bewertung des Gebrauchtwagengeschäfts, die sich um mehr als eine Note verbesserte.
Porsche verlor seine Spitzenposition und belegte Rang drei hinter Subaru. Mit einer Gesamtnote von 2,53 sank das Ergebnis des Sportwagenbauers um 0,06 Notenpunkte, was jedoch weniger stark ausfiel als im Vorjahr. „Unter den sehr anspruchsvollen Rahmenbedingungen freut es uns, dass unser Ergebnis auf dem guten Niveau der Vorjahre ist“, so der Geschäftsführer von Porsche Deutschland Robert Ader.
Erstmals China-Marken berücksichtigt
Hinter Skoda, Subaru und Porsche komplettieren die Top 10 die Marken BMW, Seat, Cupra, Mercedes-Benz, Mini, Mazda und BYD. Bei den erstmals befragten chinesischen Anbietern schnitt BYD mit einer Note von 2,82 am besten ab, gefolgt von MG auf Platz 11 und XPeng (13). GWM (Great Wall Motor) auf Platz 14 konnte die Händlerzufriedenheit um eine ganze Note steigern. Alle vier „New Brands“ erzielten Bewertungen über dem Durchschnitt.
Am unteren Ende der Skala finden sich Marken des Stellantis-Konzerns, wobei Opel und Citroën trotz verbesserter Bewertungen zu den Schlusslichtern gehören. Den größten Rückgang verzeichnete Kia, das um 16 Plätze auf Rang 24 fiel und eine Note von 3,33 erreichte. „Für die Hyundai-Tochter war 2025 ein Übergangsjahr, in dem 31 neue Standorte eröffnet wurden“, merkt die Automobilwoche-Redaktion an.
Die Studienautoren weisen darauf hin, dass wirtschaftliche Unsicherheiten, sinkende Margen und die schwierige Restwertsituation bei Elektroautos den Handel belasteten. Für die Etablierung chinesischer, vor allem auf Elektroautos setzender Marken seien künftig Restwerte, Batteriezertifikate und Werkstattkompetenz entscheidend.
Tobias Huthmacher, Projektleiter des IfA-Marken-Monitors: „Die Hersteller-Händler-Beziehung gewinnt an Boden, aber sie ist noch nicht robust. Der Handel honoriert bessere Kommunikation und verlässlichere operative Prozesse“.

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