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Cariqa fordert direkte Verbindung zwischen Ladestationsbetreibern und Kunden

02.07.2026 in Aufladen & Tanken von Thomas Langenbucher | 2 Kommentare

Bild: Mercedes (Symbolbild)

Die Preisgestaltung beim Laden von Elektroautos weicht derzeit oft von den Marktregeln ab, da der Kilowattstunden-Preis häufig nicht durch Angebot und Nachfrage, sondern durch die gewählte Zahlungsweise bestimmt wird. Tamara Ciullo, Co-Founder und CCO der Lade-Plattform Cariqa, kritisiert diese Situation im Gespräch mit dem Portal Electrive anhand eines Vergleichs mit Preisschwankungen bei Lebensmitteln.

Würde man im Supermarkt für Orangen je nach Zahlungsmethode unterschiedliche Preise zahlen müssen, würde man den Laden verlassen, so Ciullo. Genau dieses Szenario sei beim Laden von E-Autos jedoch Realität. Der Kilowattstunden-Preis werde oft nicht durch Angebot und Nachfrage bestimmt, sondern hänge von der verwendeten Zugangs- oder Zahlungsweise ab.

Die aktuelle Marktstruktur ist durch E-Mobility Provider (eMSP) geprägt, die als Zwischenhändler agieren. Laut Ciullo behindert dies die notwendige Effizienzsteigerung im Sektor. Während zuvor der Ausbau der Infrastruktur im Fokus stand, rückt nun die Profitabilität der Ladepunkte in den Vordergrund. Um die Auslastung von schnellen Gleichstrom-Ladern (DC) zu verbessern, fordert sie dynamische Preise, die direkt von den Betreibern gesteuert werden.

Ciullo plädiert für eine Plattform-Architektur, die Ladestationsbetreiber (CPO) unmittelbar mit Endkunden verbindet, statt auf Reseller-Modelle mit hohen Roamingpreisen zu setzen. Ein solches Ökosystem soll Preissignale ungefiltert an Autofahrer weitergeben, um die Nachfrage aktiv zu steuern. „Preis ist ein Hebel. Und wenn man den Preis richtig einsetzt, ist er das Hauptinstrument für Ladestationsbetreiber, um Nachfrage zu kreieren“, so die CCO von Cariqa.

Das Berliner Startup möchte die Barriere zwischen Angebot und Nachfrage abbauen. Das Unternehmen versteht sich nicht als Zwischenhändler, der Strom mit Aufschlag weiterverkauft, sondern als technologische Plattform. Dadurch behalten Betreiber die Preiskontrolle und können dynamische Tarife, etwa Tag-Nacht-Modelle oder Künstliche-Intelligenz-gestützte Anpassungen, ohne Verzerrung durch Dritte umsetzen.

Ciullo ist sich bewusst, dass dieser Kurs Widerstand hervorrufen kann: „Natürlich, wenn man ein bisschen den Käfig rüttelt, macht man natürlich auch immer ein paar Feinde, aber das ist normal.“ Die Strategie des Start-ups setzt auf Skalierbarkeit und ein hohes Transaktionsvolumen zur Optimierung der Kostenstruktur. Das Ziel sei es, den Preis wieder als Marktsignal zu etablieren.

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Via: Electrive
Tags: Ladestationen, PreiseAntrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Miro meint

    02.07.2026 um 13:11

    Diese ganze Ladekartenquatsch gehört verboten! Einfach jede Säule mit der EC/Kreditkarte bezahlen können und gut ist. DA muss die Politik ran und nicht bei sinnlosem Bullshit!

    Antworten
    • eBikerin meint

      02.07.2026 um 13:29

      Warum nicht Münzeinwurf?

      Antworten

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