Der schwedisch-chinesische Elektroauto-Hersteller Polestar plant eine Erweiterung seines Sortiments mit einer neuen Variante des Polestar 4. Bei Testfahrten im Vereinigten Königreich wurde ein Modell gesichtet, das laut dem Management als „Kombi“-Version konzipiert ist. Das Derivat soll die Produktoffensive des Unternehmens anführen.
Ein wesentlicher Unterschied zur aktuellen Coupé-SUV-Version liegt in der Gestaltung des Hecks. Während das bestehende Modell auf eine Heckscheibe verzichtet und den Nutzern für die Sicht nach hinten eine Rückfahrkamera bietet, verfügt die neue Variante über eine konventionelle Heckverglasung. Dies verleiht dem E-Auto laut den Schnappschüssen das Erscheinungsbild eines klassischen SUVs.
An der Frontpartie sind beide Versionen optisch nicht voneinander zu unterscheiden, berichtet Autocar. Die neue Modellreihe wird unter dem Namen Polestar 4 vermarktet werden, während das bisherige Modell bereits zum Polestar 4 Coupé umbenannt wurde. Der Verkaufsstart der Kombi-Variante ist für das Ende dieses Jahres geplant.
The Polestar 4 is getting an estate version – and we've caught it testing 👀 https://t.co/TLCJoNjvHl pic.twitter.com/MrWIx2Ri1r
— Autocar (@autocar) July 2, 2026
CEO Michael Lohscheller betonte den Fokus auf Nutzwert und Funktionalität. Er erklärte, dass der Polestar 4 ein erfolgreiches Modell sei, manche Kunden jedoch mehr Praktikabilität benötigten, etwa wenn sie Hunde besitzen. Die neue Version soll die positiven Eigenschaften des aktuellen Elektroautos beibehalten und gleichzeitig praktischer sein. Ein Teaser (Artikelbild) gibt einen offiziellen Ausblick.
Die Produktionsplanung sah ursprünglich vor, beide Varianten gemeinsam in Busan, Südkorea, zu fertigen. Damit wollte das Unternehmen hohe Zölle der USA auf in China hergestellte Fahrzeuge umgehen. Ob dieser Plan bestehen bleibt, ist derzeit ungewiss, da Polestar aufgrund von Cybersicherheitsregeln für chinesische und russische Fahrzeuge vom US-Markt ausgeschlossen wurde.
Nach dem Ende der Verkäufe in den USA plant das zum chinesischen Geely-Konzern gehörende Unternehmen laut Autocar eine Neuausrichtung. Der Fokus soll auf Europa sowie auf Wachstumsmärkten wie Asien, Lateinamerika und Kanada liegen. Lohscheller beschrieb diesen Wandel als Beginn einer neuen Phase der Automobilindustrie, die auf regionalen Dynamiken basiere.


Deity meint
Brauch es da überhaupt den Polestar 3?
Und die Hauptfrage ist, ob Sie mit dem Facelift wie bei den anderen Modellen auf die 800V Plattform wechseln.