Ein neues Factsheet der bundeseigenen NOW GmbH untersucht die CO₂-Bilanz batterieelektrischer Pkw über den gesamten Lebenszyklus. Berücksichtigt werden Rohstoffgewinnung, Produktion, Verteilung, Nutzung sowie Recycling und Entsorgung. Zu den zentralen Einflussfaktoren zählen Strommix, Batterieherkunft, Batteriekapazität, Fahrzeuggröße und Nutzungsdauer.
Batterieelektrische Pkw verursachen bei der Produktion zunächst einen größeren „CO₂-Rucksack“ als vergleichbare Benziner. Dieser ist bei einem 2024 produzierten Fahrzeug laut der Auswertung nach rund 3,5 Jahren oder etwa 44.000 Kilometern ausgeglichen. Danach weist das batterieelektrische Fahrzeug die günstigere CO₂-Bilanz auf.
Im Bestcase-Szenario wird eine kleinere, in Europa produzierte Batterie mit einem effizienten Fahrzeug und ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien kombiniert. Unter diesen Annahmen ist das Elektrofahrzeug nach weniger als 2,5 Jahren beziehungsweise nach 28.500 Kilometern emissionsärmer als ein vergleichbarer Benziner. Über den gesamten Lebenszyklus weisen batterieelektrische Pkw die beste CO₂-Bilanz aller skalierbaren Antriebsarten auf.
Der größte Hebel ist die Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien. Dadurch sinken die Emissionen in der Nutzungsphase um 90 Prozent. Über die Lebensdauer lassen sich rund 10 Tonnen CO₂ beziehungsweise 37 Prozent einsparen. Für die Nutzungsphase werden bei deutschem Strommix 11,2 Tonnen CO₂ und bei erneuerbaren Energien 1 Tonne ausgewiesen.
Auch der Produktionsort der Batterie beeinflusst die Bilanz. Eine Batterieproduktion in Europa verursacht rund 30 Prozent weniger Emissionen als eine Produktion in China und senkt die Lebenszyklusemissionen um etwa 1,3 Tonnen oder sechs Prozent. Eine bedarfsgerechte Batterie mit 50 kWh verursacht in der Produktion zudem rund 1,8 Tonnen weniger CO₂ als eine Batterie mit 80 kWh.
Kleinere Fahrzeuge benötigen in der Regel weniger Material und Energie und verbrauchen im Betrieb weniger Strom. Ein Kleinwagen verursacht der Auswertung zufolge über seinen Lebenszyklus rund 7 Tonnen oder 24 Prozent weniger CO₂ als ein Fahrzeug der Oberklasse. Ein um 25 Prozent höherer Realverbrauch gegenüber dem WLTP-Wert kann dagegen rund 2 Tonnen zusätzliche CO₂-Emissionen verursachen.
Auch die Fahrleistung ist entscheidend, weil sich die Emissionen aus der Produktion auf mehr Kilometer verteilen. Die von manchen Herstellern ausgesprochene Batteriegarantie von 250.000 Kilometern reduziert die CO₂-Emissionen um 23 Prozent pro gefahrenem Kilometer im Vergleich zur üblichen Garantie von mindestens 160.000 Kilometern.
„Je länger die Lebensdauer, desto besser“, betont die NOW GmbH. Der größte Hebel zur Senkung der CO₂-Emissionen eines Batterie-Elektrofahrzeugs sei die Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien zum Laden der Batterie.


Mäx meint
Nein…doch…ohhh
Und die Annahmen sind durchaus nicht schön gerechnet:
BEV real heißt 82kWh aus China mit deutschem Strommix geladen und 19,75kWh/100km Verbrauch.
BEV best sind 61,5kWh aus Europa mit EE geladen und 15,8kWh/100km Verbrauch.
Der Verbrenner fährt schon etwas co2 ärmer mit E10 obwohl das immer noch nicht viele tanken wollen und 7,9l/100km.
hu.ms meint
Bei mir: ID.3 Pro, LGCem akku aus Polen, Laden zu 72% von der PV, zu 28% WP-tarif aus erneuerbaren. Nach 27K km klimafreundlicher als ein 150 PS-Golf.
Und nach 33K km den mehrpreis (trotz 6K förderung) aufgeholt.