Der Ford Ranger Plug-in-Hybrid bietet mit „Pro Power Onboard“ eine integrierte Stromversorgung, die Energie aus der Antriebsbatterie nutzt und über Steckdosen bis zu 6,9 kW bereitstellt. Damit sollen Nutzer bei Arbeitseinsätzen auf Baustellen, im Wald oder auf Landwirtschaftsflächen Elektrowerkzeuge, Wärme-Erzeugung, Beleuchtung, Kochgeräte oder Starthilfe versorgen können. Bisher nahmen viele Arbeitstrupps dafür ein benzinbetriebenes Stromaggregat mit, das Nutzlast kostet, Platz auf der Ladefläche beansprucht und Benzinkanister erfordert.
Ford berichtet von positiven Rückmeldungen gewerblicher Kunden wie Bauunternehmen, Forstbetrieben und Caterern. Kyle Shearer, Leitender Ingenieur des Ranger-Programms in Europa, sagt: „Als sie erkannten, dass sie dank des Pro Power Onboard-Systems weder Generator noch Kraftstoffbehälter mitführen müssen, waren sie auf Anhieb von den Vorteilen überzeugt.“
Ford Pro hat unter kontrollierten Laborbedingungen einen externen Stromgenerator mit Pro Power Onboard im Ranger Plug-in-Hybrid verglichen. Die Testreihe fand in der Emissionsprüfanlage des Entwicklungszentrums im englischen Dunton statt. Weil laut Shearer kaum ein tragbarer Generator die 6,9 kW von Pro Power Onboard erreicht und für mehr als 4,0 kW meist ein Aggregat in einem eigenen Anhänger erforderlich ist, mietete das Unternehmen einen gebräuchlichen mobilen 4-kW-Generator. Die Testingenieure prüften dessen Funktion, installierten eine neue Abgasanlage und schlossen ihn an einen Prüfstand an.
Generator und Pro Power Onboard durchliefen vier Lastszenarien: rund 300 W, etwa 1500 W, rund 2500 W und etwa 4000 W. Diese Lasten werden mit Starthilfe für eine 12-Volt-Batterie, einem tragbaren Ölradiator, mobilem Kochen und der Dauernutzung eines mobilen Heizgeräts beschrieben. Erfasst wurden Stickoxide, Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffe und Kohlendioxid.
„Testergebnisse bestätigen signifikant geringe Emissionen“
Bei Stickoxiden (NOx) emittierte der Generator schon bei niedriger Leistung rund 15-mal so viel wie Pro Power Onboard. Bei Spitzenleistung stieg der Wert bis auf das 9000-fache. Als Grund wird genannt, dass die Abgasreinigungssysteme des Ranger die NOx-Emissionen bei höherer Leistungsabgabe fast auf null senken.
Beim Kohlenmonoxid (CO) stieß der Generator im Durchschnitt mehr als 450-mal so viel aus wie der Ranger Plug-in-Hybrid. In der Spitze lagen die CO-Emissionen 1200-mal höher als beim teilelektrischen Pick-up. „Bei Fahrzeugen haben wir CO im Griff. Für Stromgeneratoren gibt es jedoch keine Standards“, so Shearer.
Auch bei Kohlenwasserstoffen (HC) lagen die Werte des Generators höher. Im Labortest emittierte er bei gleicher Leistung 15- bis mehr als 110-mal so viele HC wie Pro Power Onboard im Ranger PHEV. Beim Kohlendioxid erzielte der Generator mit kaltem Verbrennungsmotor und kleinerem Hubraum zunächst geringere Emissionen, produzierte nach fünf Minuten Warmlaufzeit und bei mehr als 2,0 kW Leistungsnachfrage jedoch mehr CO2 als der Pick-up.
Ford Pro verglich zudem die Betriebskosten in drei Szenarien bei jeweils 4,0 kW Leistungsabruf: mit voll geladener Antriebsbatterie, mit leerer Batterie und kaltem Motor sowie mit leerer Batterie und warmem Motor. Der Ranger Plug-in-Hybrid benötigte weniger Kraftstoff als der Generator, obwohl sein Benzinmotor einen deutlich größeren Hubraum hat. Bei Betriebstemperatur benötigte Pro Power Onboard nur halb so viel Kraftstoff wie der Generator, bei bereits geladener Batterie fielen lediglich ein Drittel der Spritkosten eines externen Generators an.
Für Gewerbetreibende nennt Ford Pro bei täglicher Nutzung von einer Stunde zur Stromversorgung von Werkzeugen eine jährliche Einsparung von mehr als 1400 Euro gegenüber einem Benzingenerator. „Pro Power Onboard arbeitet sauberer und kostengünstiger als ein mobiles Stromaggregat“, fasst Shearer die Ergebnisse zusammen. „Außerdem müssen unsere Kunden nicht auf Nutzlast und Ladevolumen verzichten, um einen Generator zu transportieren, und es besteht kein Diebstahlsrisiko.“

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