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Reparaturdaten aus UK: Batteriefehler nicht unter den häufigsten Elektroauto-Defekten

16.07.2026 in Studien & Umfragen, Technik von Thomas Langenbucher | Kommentieren

Nissan-Leaf

Bild: Nissan (Symbolbild)

Beim Kauf eines gebrauchten Elektroautos steht die Fahrbatterie oft im Zentrum der Sorge, da sie die teuerste Komponente darstellt und Reparaturkosten hohe Summen erreichen können. Daten des britischen Gebrauchtwagen-Garantieunternehmens Warrantywise zeigen jedoch, dass Batteriefehler nicht zu den häufigsten Problemen bei Besitzern von elektrischen Pkw gehören.

Das Unternehmen analysierte Reparaturanfragen für Elektrofahrzeuge im Zeitraum von Januar 2023 bis Januar 2026, berichtet The Independent. Dabei tauchten batteriebezogene Defekte nicht in den Top fünf der häufigsten Reparaturanfragen auf. Stattdessen dominierten Probleme, die auch bei herkömmlichen Verbrennungsmotoren oder Hybridfahrzeugen auftreten können.

An der Spitze der Liste standen Fehler im elektrischen System, insbesondere an Sensoren, mit durchschnittlichen Reparaturkosten von umgerechnet rund 956 Euro. Der teuerste Einzelfall im Bereich der Sensoren belief sich auf knapp 3859 Euro. Den zweiten Platz belegten Defekte an Zentralverriegelungen mit durchschnittlichen Kosten von 1061 Euro, die höchste Einzelrechnung in diesem Bereich lag bei 4787 Euro. An vierter Stelle standen Querlenker der Aufhängung, deren Reparaturanfragen im Durchschnitt 1451 Euro kosteten. Die 12V-Hilfsbatterie, die für die alltäglichen elektrischen Systeme des Fahrzeugs zuständig ist, belegte den fünften Platz mit durchschnittlichen Kosten von 629 Euro.

Die einzige Komponente in den Top fünf spezifisch für Elektroautos war das Bordladegerät. Dieses Bauteil wandelt Wechselstrom (AC) aus der Ladestation in Gleichstrom (DC) für die Batterie um und ist nicht Teil der Hochvolt-Batterie selbst. Mit durchschnittlichen Kosten von 2548 Euro wies es die höchsten Reparaturkosten in der Liste auf, wobei ein Einzelfall bis zu 12.337 Euro erreichte.

„Die Hauptbatterie eines Elektroautos ist verständlicherweise das Erste, woran viele Käufer von gebrauchten Elektroautos denken, aber unsere Daten zeigen, dass auch die alltäglichen Komponenten nach wie vor eine wichtige Rolle spielen“, so Antony Diggins, Geschäftsführer bei Warrantywise, gegenüber The Independent. „Beim Kauf eines guten gebrauchten Elektroautos sollten dieselben Prüfungen durchgeführt werden wie bei jedem anderen Gebrauchtwagen, zusätzlich sollte man sich die Ladesysteme genauer ansehen. Da das Vertrauen in den Markt für gebrauchte E-Autos weiter wächst, erkennen immer mehr Fahrer den Wert einer erweiterten Garantie.“

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Via: The Independent
Tags: Batterie, Großbritannien, Kosten, ReparaturAntrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

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