Der Renault Master der vierten Generation erhält neue Ausstattungsmerkmale für mehr Fahrkomfort, Ergonomie und Alltagstauglichkeit. Die Baureihe umfasst Modelle mit Dieselantrieb und den vollelektrischen Master E-Tech. Grundlage ist eine Multi-Energie-Plattform mit verschiedenen Antrieben.
Der Master E-Tech und die Dieselmodelle mit Automatikgetriebe bekommen eine neue Mittelkonsole, die 90 Millimeter mehr Platz schafft. Dadurch erhält auch der mittlere Beifahrer mehr Bein- und Kniefreiheit. Hinzu kommt eine Keycard für schlüssellosen Zugang und Motorstart.
Eine Innenraumkamera in der A-Säule unterstützt den Müdigkeits- und Aufmerksamkeitswarner. Optional sind eine elektrische Parkbremse mit Auto-Hold-Funktion und eine adaptive Geschwindigkeitsregelung mit Bedienelementen am Lenkrad erhältlich. Der Master E-Tech und die Automatikvarianten erhalten zudem ein verbessertes digitales Kombiinstrument.
Optimierte 87-kWh-Batterie und neue Version mit 40 kWh
Die neue Batterie des vollelektrischen Modells bietet weiter eine Speicherkapazität von 87 kWh. Eine neue Akkuchemie mit mittlerem Nickelanteil soll das Wärmemanagement verbessern und die Ladeleistung optimieren. Die Reichweite wird mit bis zu 390 Kilometer angegeben.
Serienmäßig ist ein bidirektionales 11-kW-Ladegerät für Wechselstrom-Stationen (AC) an Bord, optional steht ein ebenfalls bidirektionales 22-kW-Ladegerät zur Verfügung. Je nach Land soll der Master ab Ende des Jahres mit der V2G-Funktion (Vehicle-to Grid) kompatibel sein. Im Fahrerhaus und im Laderaum befinden sich außerdem 230-Volt-Steckdosen mit bis zu 3500 Watt Leistung, über die sich Akku-Werkzeuge laden lassen.
Das elektrische Angebot wird durch eine Chassis-Cab-Version mit 40-kWh-Batterie ergänzt. Die erschwinglichere Variante ist auf Kommunen und den städtischen Einsatz zugeschnitten, ihnen sollen 175 Kilometer pro Ladung reichen.
Für Wohnmobilbauer soll eine um 120 Millimeter breitere hintere Spurweite die Integration eines Wohnbereichs erleichtern.
Der sichtbare obere Teil des Armaturenbretts besteht nun zu 20 Prozent aus recyceltem Kunststoff aus Altfahrzeugen. Das Material wurde im Renault-Ökosystem „The Future Is Neutral“ entwickelt und soll ohne Abstriche bei Qualität, Haltbarkeit oder Sicherheit für sichtbare Innenraumteile genutzt werden können.
Unter dem Label „Converted by Renault“ erweitern die Franzosen die werkseitigen Umbauten um neue Pritschen- und Kippervarianten aus Aluminium beziehungsweise Stahl. Die Aufbauten wurden von JPM und Gruau entwickelt, hinzu kommt ein Modell mit 20 Kubikmetern Ladevolumen und Ladebordwand. Eine Busversion ist für einen späteren Zeitpunkt geplant.

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